News Bild „Den Glauben selbst in die Hand nehmen!“ - Bischof Voderholzer firmte 30 Jugendliche den Pfarreien St. Konrad und St. Martin Amberg

„Den Glauben selbst in die Hand nehmen!“ - Bischof Voderholzer firmte 30 Jugendliche den Pfarreien St. Konrad und St. Martin Amberg

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Künftig für Aufgaben in der Kirche und Welt bereit zu sein und den Glauben selbst in die Hand zu nehmen. Diesen Auftrag gab Bischof Dr. Rudolf Voderholzer den 30 Firmlingen (19 aus der Pfarrei St. Konrad Amberg-Ammersricht, elf aus der Pfarrei St. Martin Amberg) beim feierlichen Firmgottesdienst in der Pfarrkirche St. Konrad mit auf den Weg. 

Schon vor dem Gottesdienst zeigte Ortspfarrer Michael Jakob Bischof Rudolf Voderholzer die Sehenswürdigkeiten des Gotteshauses. „Es ist uns eine große Freude und Ehre, dass Sie heute in unsere Pfarrei St. Konrad kommen“, hieß der Seelsorger den Bistumschef zu Beginn der Messfeier willkommen und wünschte den Firmlingen, dass sie die sieben Gaben des Heiligen Geistes empfangen und in sich tragen mögen.

„Zum ersten Mal richtet die Tochterpfarrei die Firmung aus“, stellte Bischof Voderholzer fest und ging damit in seinen Begrüßungsworten auf das Verhältnis der beiden Pfarreien ein. Das in diesem Gottesdienst dominierende liturgische Rot – bei den Messgewändern und sogar bei den zwölf Apostelkerzen – erläuterte Bischof Voderholzer als die Farbe des Feuers, des Blutes, der Begeisterung – und „als Bekenntnis, dass wir die Kraft des Heiligen Geistes erbitten“. Es gehe, so Bischof Voderholzer, bei der Firmung darum, „für Gott brennende Menschen und frohe Zeugen des Evangeliums in der Welt“ zu werden.

In seiner Predigt erinnerte der Oberhirte an die zehn bis zwölf Jahre zurückliegende Taufe der Firmbewerber – die Eingliederung in die Kirche durch die Entscheidung der Eltern und Paten. Bischof Voderholzer machte dabei deutlich, dass viele Aspekte (Name, Wohnort, Kindergarten, Schule, Muttersprache, Ausbildungsstätte) vorgegeben bzw. von den Eltern bestimmt sind – bis hin zur Existenz des Kindes selbst. Und viele Eltern halten auch die Weitergabe des Glaubens für einen wichtigen Gesichtspunkt – beginnend mit der Taufe für das Kind – auch verbunden mit den Aspekten „Glaube“, „Hoffnung“, ewiges Leben. „Die Kirche hält Euch jetzt für groß und alt genug, dass Ihr das jetzt selbst entscheiden könnt, was Eure Eltern damals für Euch entschieden haben: Das Bekenntnis des Glaubens an den lebendigen und dreifaltigen Gott aus eigenen Stücken und frei sowie die Absage an das Böse“, erläuterte Bischof Voderholzer den Firmbewerbern die Bedeutung dieses Sakraments.

Er wies auch auf die Menschwerdung Jesu Christi, des Gottessohnes, hin und bat die Jugendlichen, durch Beten die Beziehung zu Jesus zu vertiefen. Und er appellierte an die Mädchen und Jungen, künftig für Aufgaben in der Kirche und Welt bereit zu sein, ob in einer Gesangs- oder Musikgruppe der Pfarrei, in einem Jugendverband, bei den Ministranten. Es gehe darum, „den Glauben selbst in die Hand zu nehmen“.

An die Eltern und Paten appellierte der Bischof, den Jugendlichen als Begleiter bzw. Vorbild zur Seite zu stehen. Außerdem bat er um die Wahrung einer christlichen Sonntagskultur mit regelmäßigem Besuch des Gottesdienstes und einer diesem Tag angepassten Gestaltung.  In der Firmung gehe es darum, so Bischof Voderholzer abschließend, „zum Glauben zu stehen, den Glauben mit Überzeugung und innerer Stärke zu bekennen, Rückgrat zu zeigen, kritischen Äußerungen zu begegnen und innerlich Feuer zu fangen, dass ihr begeistert werdet!“

Nach der Predigt bekräftigten die Firmlinge ihren Glauben und sagten dem Bösen ab. Dann konnte Bischof Voderholzer den 30 Jungen und Mädchen das Firm-Sakrament spenden. Einige der Firmlinge sprachen im weiteren Verlauf des Festgottesdienstes die Fürbitten, brachten die Gaben zum Altar, zwei Firmlinge dankten am Ende der Eucharistie dem Bischof mit einer Kerze zur Erinnerung.

Der Projektchor der Pfarrei St. Konrad umrahmte den Festgottesdienst mit der vom Pfarrkirchenmusiker Andreas Feyrer eigens zu diesem Anlass für Jugendchor, Streicher, Orgel und Schlagzeug komponierten „Missa Serena“ sowie mit weiteren Liedern. Die Firmvorbereitung oblag federführend Gemeindereferent Andreas Scheidler.