News Bild „Den Blick stets auf ewige Werte richten und sich an Jesus Christus orientieren“ - Bischof Gerhard Ludwig Müller feiert mit Gläubigen von Neunkirchen 100 Jahre St. Dionysius

„Den Blick stets auf ewige Werte richten und sich an Jesus Christus orientieren“ - Bischof Gerhard Ludwig Müller feiert mit Gläubigen von Neunkirchen 100 Jahre St. Dionysius

Home / News

Die Gläubigen der Pfarrfamilie von St. Dionysius feierten am zweiten Oktoberwochenende den einhundertsten Geburtstag ihrer neobarocken Pfarrkiche zusammen mit Bischof Gerhard Ludwig Müller. Das Gotteshaus war 1910/11 unter Leitung von Pfarrer Johann Baptist Posset erbaut worden. Die christliche Tradition der Gemeinde im Westen von Weiden geht allerdings schon weit bis in das 14. Jahrhundert zurück. Mit einem großen Beweis der Lebendigkeit ihrer Gemeinde hatten die Neunkirchener ihr Jubiläumsjahr über die vergangenen zwölf Monate ideenreich und aktiv gestaltet. Historisch nannte Ortspfarrer Armin J. Spießl den Patroziniumstag des Heiligen Dionysius 2011, doch sei das Entscheidende nicht das Steingebäude. "Wir sind Gottes Bau!" konstatierte Spießl und äußerte große Freude über die Ehre des Pastoralbesuchs von Diözesanbischof Gerhard Ludwig Müller. Konzelebranten waren neben Pfarrer Spießl und Pfarrvikar Dr. Peter Amevor, die Geistlichen Paul Wutz (von 1960 bis 1996 Pfarrer in Neunkirchen), Albert Schlaffer und Egid Mühlbauer, sowie Diakon Anton Feil.

Der Regensburger Oberhirte erinnerte sich in seiner Predigt zunächst an den kürzlich zurückliegenden Papstbesuch in Deutschland, zu dem sich auch 6.000 Gläubige aus dem Bistum Regensburg nach Berlin aufgemacht hatten. Die Worte Benedikts XVI. über die "angemessene Verweltlichung der katholischen Kirche" griff der Bischof auf, "denn schließlich ist nicht alles, bloß weil es von heute, modern oder Mode ist, gut und richtig!". Er empfahl den Gläubigen, als Pilger auf dem Weg zum Haus Gottes ihre Herzen nicht an vergängliche weltliche Güter zu hängen, sondern den Blick besser auf ewige Werte zu richten, sich an Jesus Christus zu orientieren. Habe man heutzutage - im Unterschied zu anderen Weltteilen - in Europa nicht unter blutigen Christenverfolgungen zu leiden, so gäbe es doch hierzulande eine subtile Form der Verächtlichmachung der Kirche, die Intention schlechte Stimmung zu verbreiten zeige sich häufig: “Die Nächstenliebe ist immer das Modernste, was wir den Menschen anbieten können!"

Die Fürbitten vor der Eucharistiefeier sprach Johann Heinrich, dazu entzündeten Mitglieder des Pfarrgemeinderats Kerzen vor dem Altar. Brunhilde Spannl zog als Sprecherin des Pfarrgemeinderats mit den Worten "Ich glaube, wir haben unsere Gemeinde in diesem Jubiläumsjahr neu belebt und sind enger zusammen gewachsen!" das Fazit. Die Neunkirchner hatten die vergangenen zwölf Monate sehr ereignisreich mit einer Sternwallfahrt, der "Nacht der Kirche", dem Taizégebet der Ministranten, einer Krippenausstellung, einem Musical für Jugendliche und der Renovierung der örtlichen Lourdesgrotte ausgestaltet, um nur wenige Beispiele zu nennen. Am Nachmittag nahmen etwa 150 Kinder mit ihren Familienangehörigen an der Kindersegnung durch den Bischof teil.