News Bild Dekanatsbesuch: Bischof Rudolf feiert die Heilige Messe in Furth i. Wald und trifft Ehrenamtliche
Dekanatsbesuch: Bischof Rudolf feiert die Heilige Messe in Furth i. Wald und trifft Ehrenamtliche

Was Licht und Salz gemeinsam haben

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Furth im Wald, 20. Juli 2022

Den ersten Tag seines Dekanatsbesuches im Dekanat Cham beendete Bischof Rudolf am Abend mit einem Pontifikalamt in der Stadtpfarrkiche Mariä Himmelfahrt in Furth im Wald. Anschließend waren alle Ehrenamtlichen zu einem Abend der Begegnung in das Kolpingshaus eingeladen. Begleitet wurde er dabei von Regionaldekan Holger Kruschina, Dekan Ralf Heidenreich, Pfarrer Karl-Heinz Seidl, Kaplan Johannes Spindler, Gemeindereferent Martin Kellberger und vielen Priestern, Pastoralen Mitarbeitern und nicht zuletzt den Ehrenamtlichen aus den pfarrlichen Gremien. In der Pfarrkirche hatte Dekan Ralf Heidenreich herzliche Worte der Begrüßung und er betonte, dass es bereits ein ereignisreicher Tag mit vielen Eindrücken im großen Dekanat Cham gewesen sei. „Es gab vieles zu sehen und es war sehr heiß“, so Heidenreich.

Ihr seid das Salz der Erde, ihr seid das Licht der Welt

Bischof Rudolf Voderholzer erklärte, dass es ihm ein großes Anliegen sei, die „neuen Dekanate“, die von bisher 33 auf 15 zusammengelegt wurden, nun auch zu besuchen. Er könne somit seinen „Weg hinein ins Bistum“ fortsetzen. Erfreut zeigte er sich, dass das Dekanat Cham gleich „Ja“ gesagt habe zu diesem Besuchsmarathon. Dass es dann ausgerechnet der heißeste Tag des Jahres wurde, war so nicht geplant. „Aber hier in der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt in Furth in Wald ist es sehr angenehm kühl“ gestand der Bischof lachend. In seiner Predigt, die er mit begeisterten Worten frei inmitten der Gottesdienstbesucher hielt, erinnerte Bischof Rudolf daran, dass das ausgewählte Evangelium vom „Salz und Licht“ aus der Bergpredigt gut zur Intention der Messe für die Kirche passe.

"Ihr seid das Salz der Erde, ihr seid das Licht der Welt" habe es im Evangelium geheißen und da stelle sich die Frage was Jesus damit gemeint habe, zwei so unterschiedliche Dinge wie Licht und Salz in einem Atemzug zu nennen.  "Licht und Salz, so unterschiedlich sie sind, haben gemeinsam, dass sie nicht für sich selbst da sind. Sie stehen im Dienst für andere" resümierte er. So werden sie zum Segen und zum Heil. Licht diene, um Leben zu ermöglichen, aber wo man zu sehr in die Sonne blickt, kann es schädlich werden. Mit der richtigen Dosis lasse das Licht der Sonne die Farben, die Gesichter, die Felder und Wälder heller strahlen. Genauso sei es mit dem Salz: keiner wird ein Pfund Salz essen, aber wo die kleine Prise Salz fehlt, schmecke die Suppe fad.

Christen sollen die Welt würzen

So wie Licht und Salz, die im Dienst von anderen stehen, Geschmack und Schönheit verbreiten, so solle es auch mit den Christen sein. Jesus habe seinen Jüngern damit gesagt: "Ich brauche euch." So sollten Christen auch heute die Gesellschaft würzen und Licht sein. Gerade die Ehrenamtlichen dürfen in der Kirch für Geschmack sorgen und Güte, Wohlgeruch und angenehmes Miteinander fördern. „Salz muss sich verschenken, muss sich auflösen um die Kraft zu bringen“ erklärte Bischof Rudolf und schlug damit wiederum die Brücke zu den Christen, die sich in ihre Berufung, ihre Aufgaben in Kirche und Gesellschaft übernehmen, ihre Talente und Fähigkeiten einsetzen. Das habe heute auch ein Gespräch mit Landrat und Bürgermeistern gezeigt, wie wichtig das ehrenamtliche Engagement sei. Häufig habe sich schon gezeigt, dass dies ein Weg zum Glücklichsein, zum Erfüllt-Sein ist. „Dasein für andere macht froh“ betonte der Bischof und sagte: „Danke für das Salz sein, für den Einsatz im Licht des Evangeliums“.

Und auch jemanden einzuladen zum Beispiel zum Gottesdienst und zu zeigen, was man selber liebt. „Wir dürfen uns beim Gottesdienst stärken lassen und können dann wieder Salz und Licht in der Welt sein. Das sollen die Menschen spüren, das sollen sie auch wollen“, so der Bischof abschließend. Nach dem Gottesdienst fand im Kolpingshaus ein „Abend der Begegnung“ statt. Hier ging Bischof Rudolf von Tisch zu Tisch, setzte sich zu den ehrenamtlichen Mitarbeitern aus dem großen Dekanat und hörte sich ihre Vorschläge und Ideen, aber auch Sorgen und Kümmernisse an.

 

Text und Fotos: Irmgard Hilmer/jas