News Bild Dass der Glaube lebendig bleibt – „Christen als Brückenbauer zwischen Bayern und Böhmen“

Dass der Glaube lebendig bleibt – „Christen als Brückenbauer zwischen Bayern und Böhmen“

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Im Leichtathletik-Stadion der Universität Regensburg hat am Donnerstagvormittag der Gottesdienst zum Hochfest Christi Himmelfahrt anlässlich des 99. Katholikentags in Regensburg stattgefunden. Im Angesicht der vielen bunten Schirme begrüßte der Regensburger Bischof Dr. Rudolf Voderholzer den Bundespräsidenten Joachim Gauck und die tausenden Gläubigen aus den Pfarreien und aus den Verbänden, die das Stadion füllten. Eigens nannte der Bischof die Schwestern und Brüder aus Böhmen, die nach Regensburg gekommen waren. Zu den Konzelebranten des in verschiedenen Medien live übertragenen Gottesdienstes gehörten unter anderem der Münchner Kardinal Reinhard Marx sowie Bischof František Radkovský, der Bischof der Partnerdiözese Pilsen.

In seiner Predigt sagte der Regensburger Bischof, in der Himmelfahrt sei Christus zum Vater zurückgekehrt und habe „als Brückenbauer“ die Menschen zum Vater mitgenommen. Christus habe die Gläubigen aufgefordert, zu allen Menschen zu gehen, was in Regensburg bereits im 4. Jahrhundert Wirklichkeit geworden sei. Schon damals brachten Kaufleute und Soldaten das Christentum nach Regensburg. „Es dauerte nicht lange, bis die ursprünglich kleinen Anfänge des Glaubens die Enden der Erde erreicht hatten“, sagte Bischof Rudolf: „Für mich ist das ein überzeugender Hinweis darauf, dass die Botschaft echt ist und dass ich sie glauben darf.“ Vor diesem Hintergrund hob der Bischof die besondere Sendung der Laien aufgrund ihrer Taufe und ihrer Firmung hervor. Bischof Voderholzer ermunterte die Gläubigen, dazu beizutragen, dass der Glaube lebendig bleibt. Die Christen sollten zu den Flüchtlingen, Heimatlosen, Kranken und an den Rand gedrängten Menschen gehen. Das Engagement der Christen solle sich erstrecken auf die Universität, wo Vernunft und Glaube aufeinander angewiesen sind, auf die Redaktionsstuben und Funkhäuser, auf die Wirtschaft sowie auf die Politik. In diesem Zusammenhang hob der Regensburger Bischof den Journalisten Fritz Gerlich hervor, der sich bereits vor 1932 gegen den Nationalsozialismus und seine Vertreter gewandt hatte und dafür mit seinem Leben bezahlte.

Applaus der Gläubigen brandete auf, als der Regensburger Bischof die vielen Gäste begrüßte, die aus dem benachbarten Partnerbistum Pilsen zum Katholikentag nach Regensburg gekommen waren. Bischof Voderholzer erinnerte an den Fall des „Eisernen Vorhangs“ vor 25 Jahren und die bedeutende Rolle, die die Christen damals „als Brückenbauer“ in Europa spielten. Eine ganz besondere Rolle komme Papst Johannes Paul II. zu.

Sehen Sie hier das Bilderalbum zum Gottesdienst.

Lesen Sie die Predigt des Bischofs hier.