Das neue Gotteslob stellt sich vor – Schulung für die Verantwortlichen im Bistum Regensburg

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Von langer Hand geplant, seit Beginn des neuen Jahrtausends in Arbeit und nun kurz vor der Fertigstellung: Das neue Gotteslob mit einem Eigenanteil für die Diözese Regensburg wird voraussichtlich an Laetare, also am 4. Fastensonntag vor Ostern erscheinen. Die Diözese Regensburg bietet ab sofort zwölf Fortbildungsveranstaltungen im ganzen Bistum an, die helfen sollen, mit dem neuen Gotteslob und seinen Inhalten vertraut zu werden. Alle Priester, Diakone, pastorale Mitarbeiter, Lehrer  im Kirchendienst, Theologen mit einem Seelsorgeauftrag und Bildungsreferenten  sind zu diesem ganztägigen Schulungstag zum neuen Gotteslob eingeladen. 

Die erste Fortbildung dieser Art, die rund 150 Menschen besuchten, fand im Regensburger Kolpinghaus statt. Auch Bischof Rudolf Voderholzer, Weihbischof Reinhard Pappenberger, Generalvikar Michael Fuchs, Dompropst Dr. Wilhelm Gegenfurtner und viele andere Vertreter der hohen Geistlichkeit nahmen ebenfalls daran teil. Diakon Peter Nickl und Diözesankirchenmusikdirektor Dr. Christian Dostal, die selbst in die Arbeiten am neuen Gotteslob eingebunden sind, referierten zum Thema. Bischof Rudolf Voderholzer freute sich, dass „die Ordinariatskonferenz fast komplett an der Fortbildung teilnimmt“. Er erklärte, dass er das alte Gotteslob praktisch auswendig kenne, dass er jedoch keine Mühe habe, sich an das neue Gotteslob zu gewöhnen: "Ich bin an das Umgewöhnen bereits gewöhnt", sagte der Bischof. Er bat darum, das neue Gotteslob anzunehmen, „denn das Gotteslob ist das Herz unseres Tuns".

Bereits im Jahr 2001 war  von der Deutschen und Österreichischen Bischofskonferenz sowie dem Bischof von Bozen- Brixen  beschlossen worden, ein neues Gotteslob zu produzieren, erzählte Dr. Christian Dostal. Um möglichst allen Ansprüchen und Wünschen gerecht zu werden,  habe man in einer Reihe von Arbeitsgruppen daran gearbeitet, sowohl in der Auswahl der  Texte wie auch Lieder gleichermaßen den modernen Zeiten Tribut zu zollen, als auch Altbewährtes weiterhin Verwendung finden zu lassen. Es sei ein "Mix aus bewährten, lieb gewonnenen und erprobten Inhalten. Der Großteil des alten Gotteslobes ist auch im neuen Gotteslob zu finden" sagte Nickl. Es sei schwierig gewesen, allen Ansprüchen und auch Bistums-individuellen Wünschen gerecht zu werden. Natürlich bleibe solch ein Werk immer ein Kompromiss,  nicht zuletzt bedingt durch den begrenzten Umfang, sagte Nickl. Das neue Gotteslob gliedere sich in einen so genannten "Stammteil" und einen "Eigenanteil“ je Diözese. Der Stammteil sei überall gleich, der Eigenanteil sei von Diözese zu Diözese verschieden. Das neue Gotteslob sei übersichtlicher gestaltet, es biete viele Anregungen, um in der Kirche, in der Gemeinschaft oder in der Familie zu beten. Es könne als "Hausbuch", als "Rollenbuch" (Gebet-und Gesangbuch im Gottesdienst), als Begleiter und Hilfe in der Sakramentenkatechese, in der Krankenpastoral, in der Trauerbegleitung und in der Schule sowie natürlich als Liturgiebuch verwendet werden, sagte Nickl. Außerdem gebe das neue Gotteslob auch viele Anregungen und Hilfestellungen, um Andachten zu gestalten. Vor allem auch für Familien bietet das neue Gotteslob eine reiche Auswahl an Gebeten zu verschiedenen Anlässen. Der Eigenanteil der Diözese Regensburg umfasse neben all den "Lieblingsliedern" der Gläubigen auch eine Reihe von neuen Liedern aus dem modernen Kirchenliedgut. Dr. Christian Dostal und Peter Nickl hoben hervor, dass das neue Gotteslob minutiös durchdacht und mit großer Hingabe so gestaltet sei, dass es ein ebenso hilfreicher wie trostreicher Begleiter im Leben eines Gläubigen – sowohl eines jungen als auch alten – darstelle. Der Schulungstag endete mit einer Messe in der Niedermünsterkirche, die Bischof Rudolf Voderholzer zelebrierte.