News Bild Das Kreuz: weiterhin an Straßen, in Krankenhäusern, Gerichtssälen und auf Gipfeln – Bischof Rudolf Voderholzer beim Scheyrer Kreuzfest

Das Kreuz: weiterhin an Straßen, in Krankenhäusern, Gerichtssälen und auf Gipfeln – Bischof Rudolf Voderholzer beim Scheyrer Kreuzfest

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Mit sehr vielen Gläubigen hat Bischof Dr. Rudolf Voderholzer am Sonntag das Fest Kreuzerhöhung im Scheyrer Klosterhof gefeiert. Die Wallfahrer waren zu Fuß nach Scheyern gekommen, so die Inchenhofener mit 51 Wallfahrern, die Gruppen aus Alberzell, Hilgertshausen, Hirschenhausen, Hohenried und Niederscheyern, um mit Bischof Rudolf Voderholzer, Abt Markus und den Mönchen der Abtei Scheyern den Festgottesdienst zu feiern. Abt Markus verwies in seiner Begrüßung auf die Doktorarbeit des Bischofs über die Auslegung der Heiligen Schrift. Verbindungen zu Scheyern habe es in seiner Familie schon gegeben, erwähnte Bischof Rudolf: Sein Vater und dessen Bruder besuchten hier das Gymnasium.

 

Den Sonntag als Feiertag eingeführt

In seiner Predigt ging der Bischof auf die Geschichte des Kreuzfestes ein. Es nahm seinen Anfang, als das von der Mutter Kaiser Konstantins, der heiligen Helena, gefundene Kreuz Christi, erstmals zur öffentlichen Verehrung gezeigt wurde. Kaiser Konstantin habe nicht nur die grausamen Christenverfolgungen beendet, sondern auch den Sonntag als Feiertag eingeführt und große Kirchen erbaut, so in Rom und auch in Trier. Das Fest zeige die Freude darüber, dass man das Kreuz nicht mehr zu verstecken brauche. Die Menschen hatten „immer mit dem Kreuz ringen müssen“. Paulus sagte, es sei „für die Griechen eine Torheit, für die Juden ein Ärgernis“. Für uns Christen ist es, so Bischof Rudolf, „ein Zeichen von Kraft und Stärke. Der Herr hat das auf sich genommen und damit das Kreuz zum Zeichen der göttlichen Liebe gemacht.“

 

Niemand gezwungen, jeder eingeladen

Das Kreuz sei Zeichen der Toleranz und der Freiheit der Religionsausübung: „Niemand wird gezwungen, aber jeder wird eingeladen.“ Deshalb solle das Kreuz auch weiterhin seinen Platz an den Straßen, in den Krankenhäusern, Gerichtssälen und Klassenzimmern sowie auf den Gipfeln haben. Der Bischof appellierte an alle: „Halten Sie den Herrgottswinkel in den Wohnungen in Ehren! Dann wird auch unser Zusammenleben gesegnet sein.“

 

Segen mit Reliquie für Menschen und Ernte

Am Ende des Pontifikalgottesdienstes, der vom Basilikachor und der Gruppe Quattro Stagioni musikalisch gestaltet wurde, spendete Bischof Rudolf nach der Prozession um den Klosterhof den Segen mit der Kreuzreliquie für die Menschen und die Ernte. Danach ließen sich viele den Einzelsegen mit der Reliquie in der Basilika erteilen. Nicht wenige blieben bis zur Vesper am Nachmittag, mit der das Kreuzfest ausklang.

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Quellen: Erich Gruber, Pfaffenhofener Kurier, vn