Das Feuer des Evangeliums weiterschenken - Bischof Dr. Rudolf Voderholzer erteilte 73 Religionslehrern die Missio canonica

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73 Religionslehrer erhielten am vergangenen Freitag von Bischof Dr. Rudolf Voderholzer die Missio canonica. Damit haben sie die Berechtigung, im Auftrag der Kirche Religionsunterricht zu erteilen. Die Lehrer haben das Referendariat abgeschlossen und werden – in den meisten Fällen – in Berufsschulen, Realschulen und Gymnasien tätig sein. Einige haben noch keine feste Planstelle, Möglichkeiten für sie gibt es in privaten oder kirchlichen Schulen. Mit einem Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Markus in Waldetzenberg und der Urkundenverleihung im Saal des Brauereigasthofes Goss in Deuerling wurde die Feier begangen.

„Wir wollen Ihnen den Rücken stärken in Ihrem nicht einfachen Dienst, den Religionsunterricht zu gestalten und zu prägen“, stellte Domkapitular Prälat Johannes Neumüller, Leiter der Hauptabteilung Schule/Hochschule, in seiner Begrüßung der Religionslehrer, ihrer Seminarlehrer und Angehörigen fest. An den kürzlich im Alter von 68 Jahren verstorbenen früheren Seminarlehrer Adolf Weiß am Johann-Michael-Fischer Gymnasium Burglengenfeld erinnerte Bischof Voderholzer in seinen einführenden Worten.


Den Hl. Benedikt als Patron sehen

Das an diesem Tag anstehende Gedenken an den heiligen Benedikt griff der Oberhirte in seiner Predigt auf: „Einen besseren Patron könnte es für angehende Religionslehrer nicht geben.“ Der Bischof verwies auf dessen Tätigkeit als großer Lehrer und Begründer von Klosterschulen sowie auf die drei Benediktinerklöster im Bistum Regensburg. Anhand der Vita Benedikts erläuterte Bischof Voderholzer, wie dieser Heilige zu der bekannten Ordensregel kam. Sie führt die Bereiche Landwirtschaft, Wissenschaft und Kultur zusammen. Diese Regel setzte Bischof Voderholzer auch in den Kontext der Praxis von heute, in der Arbeit und Vergnügen bzw. Arbeit und Erholung zentral sind. Die Aspekte Beten und Arbeiten bildeten im Beruf des Religionslehrers eine Einheit.

Der Bischof verwies auch auf glaubens- und religionsferne Kinder, auf die die Religionslehrer treffen werden: „Der Staat räumt uns die Möglichkeit ein, Schüler mit dem Religionsunterricht und mit den wesentlichen Inhalten des christlichen Glaubens vertraut zu machen“.


Vorbilder für den Glauben sein

Nach dem Glaubensbekenntnis aller Gottesdienstbesucher legten die 73 Lehrerinnen und Lehrer ihr Versprechen ab. Danach beauftragte sie Bischof Voderholzer zur Erteilung des Religionsunterrichts. Nach der Messe erhielten die Gottesdienstbesucher Zündhölzer als Zeichen dafür, dass das Licht des Glaubens nie erlöschen möge.

Bei der Verleihung der Urkunden an die Junglehrer wies der Leitende Oberstudiendirektor Paul Lippert, Ministerialbeauftragter für die Gymnasien in der Oberpfalz, darauf hin, dass Religionslehrer die Schüler auf ihrem Glaubensweg begleiten und daher eine Vorbildfunktion für den Glauben innehaben – bei Hoffnung und Freude wie auch in Angst und Trauer. Er empfahl ihnen auch, den Sinn der Tätigkeit als Religionslehrer immer wieder zu hinterfragen.

Nach der Aushändigung der Urkunden gab es ein schmackhaftes Mittagessen, und anschließend die Möglichkeit für die Junglehrer der einzelnen Schulen, sich in Erinnerung an diesen Tag zusammen mit Bischof Rudolf Voderholzer fotografieren zu lassen.