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Das bedeutendste Marienhochfest: Mariä Himmelfahrt

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Eifrig Kräuterbuschen binden ist heute in vielen Pfarreien im Bistum Regensburg angesagt. Schließlich ist morgen Mariä Himmelfahrt, das bedeutendste Marienhochfest. Für dieses Feste werden je nach Region in die Sträuße sieben oder mehr Kräuter gebunden. Die Zahl sieben steht  für die sieben Sakramente beziehungsweise soll die sieben Schmerzen Mariens symbolisieren. Die Kräuterbuschen werden morgen in den Gottesdiensten gesegnet und bekommen danach in vielen Wohnungen und Häusern einen besonderen Platz.

Dem Brauch der Kräuterweihe liegt eine alte Legende zugrunde. Die Legende erzählt, dass die Apostel und Jünger Jesu das Grab der Gottesmutter Maria öffneten, das Grab aber leer war. Statt Marias Leichnam befanden sich Blumen und Kräuter darin.

Katholische und orthodoxe Kirche feiern das Fest Mariä Himmelfahrt am 15. August. Volkstümlich heißt dieser Tag auch heute noch „Großer Frauentag“. Die Zeit von diesem Tag bis zum „Kleinen Frauentag“ – bis „Mariä Geburt“ am 8. September – wird seit jeher „Frauendreißiger“ genannt. Da es sich bei dieser Zeitspanne aber um weniger als 30 Tage handelt, werden einfach die sieben Tage nach dem „Kleinen Frauentag“ dazugerechnet. Somit enden die „Frauendreißiger“ am 15. September mit dem „Gedächtnis der Schmerzen Mariens“.

Beim Fest Mariä Himmelfahrt geht es um den Glauben an die leibliche Aufnahme Marias in den Himmel. Dieser Glaube wurde 1950 von Papst Pius XII. in der Apostolischen Konstitution „Munificentissimus Deus“ für die katholische Kirche zum Dogma erhoben.

Zwar ist bei uns der Begriff Mariä Himmelfahrt geläufig, das Festgeheimnis der Aufnahme Marias in den Himmel unterscheidet sich jedoch von dem der Himmelfahrt Christi. So gibt es etwa im Lateinischen zwei verschiedene Bezeichnungen: Ascensio Domini „Auffahrt des Herrn“, aber Assumptio Mariae „Aufnahme Marias“.

Das Fest Mariä Himmelfahrt beschert übrigens nur dem Saarland und Bayern einen Feiertag. Wobei in Bayern nicht alle Gemeinden in den Genuss des Feiertages kommen, sondern nur die, bei denen sich die Bevölkerung überwiegend aus Katholiken zusammensetzt. Das ist im Bistum Regensburg nicht der Fall zum Beispiel in Illschwang im Landkreis Amberg-Sulzbach, Neustadt am Kulm im Landkreis Neustadt a. d. Waldnaab oder auch in Marktredwitz im Landkreis Wunsiedel.