News Bild Dank an die Ordensleute am Tag des Gott geweihten Lebens: "Ihr seid die immerwährende Morgenröte der Kirche"

Dank an die Ordensleute am Tag des Gott geweihten Lebens: "Ihr seid die immerwährende Morgenröte der Kirche"

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Die Niedermünsterkirche war bis auf den letzten Platz gefüllt, als Bischof Dr. Rudolf Voderholzer am vergangenen Freitag eine Pontifikalvesper anlässlich des Tages des Gott geweihten Lebens feierte. Viele Geistliche, Priesterseminaristen und Angehörige von Männer- und Frauenorden sowie Mitglieder katholischer Gemeinschaften waren gekommen, um diesen Tag gemeinsam zu begehen. Die Regensburger Domspatzen gestalteten die Pontifikalvesper musikalisch. Am Ende des Vespergottesdienstes wurde das Allerheiligste ausgesetzt und von Bischof Rudolf, der von Ordensschwestern und Ordensmännern mit brennenden Kerzen begleitet wurde, in einer Prozession durch die Niedermünsterkirche getragen, ehe der Bischof den eucharistischen Segen erteilte.

"Kein Fasching ohne Aschermittwoch!"

In seiner Predigt ging der Bischof auf den Faschingszug ein, der in diesen Augenblicken nahe der Niedermünsterkirche vorüberzog. Er erklärte, dass der Fasching eine kirchliche Erfindung ist. Der Fasching korrespondiere mit dem Aschermittwoch und dem Osterfestkreis, sagte Bischof Voderholzer. "Kein Fasching ohne Aschermittwoch!" Der Fasching biete den Ausblick auf Ostern, die Quelle der wahren Freude. In der Fasnacht, also in der Zeit vor dem Beginn des Fastens, steht die Vorläufigkeit des Lebens vor Augen. Zur Sendung und Berufung des Gott geweihten Lebens gehört ebenfalls der Hinweis auf die Vorläufigkeit des Lebens, vor allem aber der Hinweis auf die Erfüllung in Gottes Herrlichkeit. "Alle irdische Herrschaft ist vorläufig, das Irdische ist vorläufig. Alles hat sein Recht, aber auch seine Grenzen", sagte der Bischof. Zum Wesen von Fasching gehört seine Begrenztheit durch den Aschermittwoch.

"Ihr seid die immerwährende Morgenröte der Kirche"

Der Tag des Gott geweihten Lebens sei fest mit dem Tag der Darstellung des Herrn (2. Februar) verbunden. Das Festgeheimnis dieses Tages, der auf die Übergabe und Aufopferung des Kindes Jesu an den himmlischen Vater verweist, sei das Vorbild und Urbild aller Lebensweihen in der Kirche. Bischof Rudolf dankte den Männern und Frauen des Gott geweihten Lebens in der Niedermünsterkirche für deren Lebenszeugnis und appellierte an sie, die Flamme des Glaubens aufrecht zu erhalten und weiterzugeben. Er zitierte Papst Franziskus mit den Worten: "Ihr seid die immerwährende Morgenröte der Kirche."

Nach der Pontifikalvesper trafen sich die Männer und Frauen des Gott geweihten Lebens zu einem geselligen Miteinander in den Räumen des Bischöflichen Ordinariats.