News Bild Damit der Welt die Luft nicht ausgeht… Bayerische Kolping-Landeswallfahrt nach Altötting

Damit der Welt die Luft nicht ausgeht… Bayerische Kolping-Landeswallfahrt nach Altötting

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In den Marienwallfahrtsort Altötting, dem sprichwörtlichen Herzen Bayerns, strömten weit über 3.500 Pilger des bayerischen Kolpingwerkes. Unter dem Motto "Mit Gottvertrauen Welt gestalten" haben sich Kolpingmitglieder aller Generationen aus den sieben bayerischen Bistümern am Tag der Deutschen Einheit auf den Weg nach Altötting gemacht. Das schwarz-orange Fahnenmeer der nahezu 300 Kolpingbanner unter einem strahlend weißblauen Himmel war zugleich eine "eindrucksvolle Symbolik des Friedens und der Versöhnung wider die Zerrissenheit und die Menschenrechtsverletzungen an den vielen Krisenherden in der Welt, nicht zuletzt am 25. Jahrestag der deutschen Wiedervereinigung" stellte die Landesvorsitzende Dorothea Schömig in einem ersten emotionalen Resümee fest. 

Das von dem Priester Adolph Kolping in der Mitte des 19. Jahrhunderts gegründete Kolpingwerk versteht sich auch heute als katholischer Sozialverband, der sich einmischt in Kirche und Gesellschaft und mit Aktion gesellschaftlicher Resignation, Stagnation und Mutlosigkeit entgegenwirkt. 

"Damit der Welt die Luft nicht ausgeht" hat deshalb Landespräses Msgr. Christoph Huber die Aufgabe von Kolpingsfamilien in der heutigen Zeit verortet. Eindrucksvoll forderte er in seiner Predigt während des Gottesdienstes in der dichtgefüllten Wallfahrtsbasilika die Kolpingmitglieder auf, nicht nachzulassen im Einsatz für eine gerechtere Welt. "Verarzten wir unsere Welt mit unserem Engagement aus dem Geiste Adolph Kolpings: Wenn wir Flüchtlingen und Asylbewerbern Heimat geben, junge Menschen auf ihrem Weg in die Arbeitswelt begleiten und stark machen, genauso wie in der aktiven Mitgestaltung aller Getauften in der Kirche" als Beispiele des verbandlichen Handelns. 

Dass die jungen Menschen im Focus des Kolpingwerkes stehen, zeigte die generationenübergreifende Wallfahrt in besonderer Weise. Sie diente als Auftakt für ein "Faires Wochenende" in Altötting zu dem über 400 Jugendliche anreisten und sich unter dem Motto "losgelöst 2014 - wir FAIRändern Bayern" thematisch mit den Bedingungen für eine lebenswerte und gerechte Zukunft auseinandersetzten.