News Bild Christen sollen Gesellschaft „würzen“ – Bischof Rudolf besucht Pfarrgemeinde in Atting

Christen sollen Gesellschaft „würzen“ – Bischof Rudolf besucht Pfarrgemeinde in Atting

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Strahlender Sonnenschein und weiß-blauer Himmel begrüßten Bischof Dr. Rudolf Voderholzer am Sonntag bei seinem Pastoralbesuch in der Pfarrei Maria Himmelfahrt in Atting. In seiner Predigt, die er mit begeisterten Worten frei inmitten der Gottesdienstbesucher hielt,  erinnerte Bischof Rudolf daran, dass das heutige Evangelium die Fortsetzung vom letzten Sonntag mit den Seligpreisungen der Bergpredigt sei. "Ihr seid das Salz der Erde, ihr seid das Licht der Welt" habe es im Evangelium geheißen und da stelle sich die Frage was Jesus damit gemeint habe, zwei so unterschiedliche Dinge wie Licht und Salz in einem Atemzug zu nennen.  "Licht uns Salz, so unterschiedlich sie sind, haben gemeinsam, dass sie nicht für sich selbst da sind. Sie dienen anderen" resümierte er. Licht diene, um Leben zu ermöglichen. Und wo die kleine Prise Salz fehlt, schmecke die Suppe fad.

 

Gott darf kein Fremdwort in unserer Welt sein!

Jesus habe seinen Jüngern damit gesagt: "Ich brauche euch." So sollten Christen auch heute die Gesellschaft würzen und Licht sein. Durch Christus bekomme das Leben Orientierung, Halt und Zukunft. Eindringlich ermunterte der Bischof seine Zuhörer, ihre Berufung, ihre Aufgaben in Kirche und Gesellschaft zu übernehmen, ihre Talenten und Fähigkeiten einzusetzen. "Unersetzlich sind Christen wo es darum geht, den Menschen den Himmel offen zu halten. Unser Zeugnis im Alltag, unser Leben, unser Gebet muss dafür Sorge tragen, dass Gott kein Fremdwort wird in dieser Welt" rief der Bischof seinen Zuhörern zu und betonte: "Den Menschen das Beten lernen, sie bei Gott zu verankern, das ist das Wichtigste für jeden Christen. Und daraus entspringen alle anderen Aufgaben."

Bischof Rudolf nutzte seinen Pastoralbesuch aber auch, um allen zu danken, die Dienste und Funktionen in der Pfarrei Atting ausführen. Sein Dank galt den hauptamtlichen Seelsorgern Pfarrer Hans-.Jürgen Koller und Gemeindeassistentin Monika Kirchbuchner-Dick, sowie Pfarrer Hans Trimpl für seine Aushilfstätigkeit, aber auch allen Ehrenamtlichen von den kirchlichen Gremien von  Kirchenverwaltung und Pfarrgemeinderat, Ministranten, Mesnern, Lektoren, Kommunionhelfern, Kirchenschmückerinnen und Kirchenputzerinnen über die Verbände bis hin zur Kirchenmusik für ihr "Salz und Licht sein in der Pfarrei". Ein Dankeschön erhielt auch die politische Gemeinde für das gute Miteinander, das nicht zuletzt beim Kindergarten und der Übernahme der Defizite zum Tragen komme.

Ein "Vergelts Gott" sprach der Bischof an die "ersten Salzkörner und Lichter", die Eltern und Großeltern, für ihr ‚Missionar sein‘ in der Hauskirche mit der wichtigen Aufgabe der Erziehung zum christlichen Glauben. "Beten lernt man nur im Mitbeten. Wo zu Hause der Grundstock gelegt ist, da kann man aufbauen, dann können Kinder heranwachsen zum Salz und Licht sein in der Welt" betonte Bischof Rudolf.

 

Gute Zusammenarbeit zwischen Bürgermeister und Pfarrer

Mit Liedern und einem Wünsche-Gedicht erfreuten die Kindergartenkinder den Diözesanbischof, der anschließend alle Kinder einzeln segnete. Auch der Kirchenchor erhob nochmal die Stimme mit zwei bayrischen Liedern. Bürgermeister Robert Ruber stellte die Gemeinde Atting vor und begann mit der ersten urkundlichen Erwähnung im Jahr 847 in der Güterschenkung des Hochstifts Regensburg und des Klosters Sankt Emmermam. Früher sei die Gemeinde landwirtschaftlich geprägt gewesen, heute würden 1700 Einwohner mehr eine Wohngemeinde bilden. "Bürgermeister und Pfarrer arbeiten gut zusammen, wie es sich für eine bayrische Gemeinde gehört" betonte Ruber und überreichte ein Geldgeschenk zur Unterstützung von bischöflichen Hilfsprojekten. Anschließend erfolgte die Eintragung in das Goldene Buch der Gemeinde. Eine besondere Aufgabe durfte Bischof Rudolf mit der Segnung des renovierten Wirtshauses übernehmen. Dabei hatte er im Anschluss die Lacher auf seiner Seite als er schmunzelnd kommentierte, dass "das Gleichgewicht stimmt, wenn in einem Dorf mehr Wirtshäuser sind als Apotheken".