News Bild „Christen glauben an den dreifaltigen Gott“ - Pontifikalamt zum Hochfest der Erscheinung des Herrn

„Christen glauben an den dreifaltigen Gott“ - Pontifikalamt zum Hochfest der Erscheinung des Herrn

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(pdr) Zu einem feierlichen Pontifikalamt zum Hochfest der Erscheinung des Herrn sind am Samstag zahlreiche Gläubige in den Regensburger Dom gekommen. Unter ihnen waren sechs Sternsinger aus der Regensburger Stadtpfarrei St. Wolfgang.

In seiner Predigt ging Bischof Gerhard Ludwig auf das unterschiedliche Gottesverständnis von Christen und Muslimen ein. Christen könnten „nur im Heiligen Geist durch Jesus zu Gott ‚Abba Vater’ sagen. Christen glauben an den dreifaltigen Gott und beten so zu ihm, wie er sich uns geoffenbart hat“. Allah in der muslimischen Religion sei nicht identisch mit dem Gott und Vater Jesu Christi, dem einzigen Mittler zwischen Gott und den Menschen. „Die Muslime und die Christen glauben nicht an denselben Gott. Obwohl es nur einen Gott gibt, lässt der prinzipielle Gegensatz im Gottesglauben ein gemeinsames Gebet nicht zu. Ein Christ kann daher etwa in einem Wortgottesdienst und einer Andacht gemeinsam auch mit Christen anderer Konfessionen beten“. Dies sei jedoch prinzipiell niemals möglich mit Angehörigen einer Religion, die ein unvergleichbar anderes Gottesverständnis hätten.

Die Erzählung der drei Sterndeuter aus dem Osten wolle uns gerade nicht zum interreligiösen Gebet und zu einer Mischreligion verleiten. Sie demonstriere vielmehr, dass alle Suche nach Gott nur durch Christus erfolgreich ist. „Die biblische Erzählung von den Sterndeutern möchte nicht etwa die religiöse Bedeutung Jesu für die Jünger veranschaulichen. Gerade umgekehrt will sie bekennen und verkünden: In der Person Jesu Christi treffen sich der Weg Gottes zu uns Menschen und alle Wege der Menschen, die nach dem lebendigen Gott suchen“. Die Weisen aus dem Morgenland stellten die Gottsucher aller Zeiten dar.

Das Pontifikalamt wurde musikalisch vom Ferienchor der Regensburger Domspatzen unter der Leitung von Karl-Heinz Liebl gestaltet. Die Orgel spielte Domorganist Prof. Franz Josef Stoiber.

Die schriftliche Fassung der Predigt von Bischof Gerhard Ludwig finden Sie ebenfalls auf der Bistumshomepage.