Suchtexpertin Karolina Ruscheinski (2.v.r.) und ihr Team beraten zum Thema Glücksspielsucht.

Bundesweiter Aktionstag gegen Glücksspielsucht

Regensburger Caritas ist dabei


Regensburg, 29. September 2026

Zum diesjährigen bundesweiten Aktionstag gegen Glücksspielsucht verzeichnet die Landesstelle Glücksspielsucht in Bayern (LSG) gemeinsam mit ihren Fach- und Kompetenznetzwerkstellen erneut eine erfreulich hohe Beteiligung: Mehr als 25 Einrichtungen beteiligen sich im gesamten Freistaat. Mit innovativen Aktionen im öffentlichen Raum machen die Suchtberaterinnen auf die erheblichen Risiken und Folgen der Glücksspielsucht aufmerksam, so auch in Regensburg mit dem Team der Regensburger Caritas Fachambulanz für Suchtprobleme.

Das Team der Regensburger Caritas Fachambulanz für Suchtprobleme steht in der Zeit von 12 bis 14 Uhr am Brunnen am Ernst-Reutter-Platz. Suchttherapeutin Karolina Ruscheinski und ihre Mitarbeiterinnen stehen gerne Rede und Antwort. Denn Glücksspielsucht ist eine ernstzunehmende Erkrankung, die oft im Verborgenen beginnt, aber teils verheerende Konsequenzen hat. Betroffene riskieren nicht nur ihre finanzielle Existenz, sondern zerstören häufig auch familiäre Beziehungen, Freundschaften und ihre eigene psychische Gesundheit. Die permanente Verfügbarkeit von Glücksspielen, gerade im Online-Bereich, senkt die Einstiegshürden dramatisch und beschleunigt den Weg in die Abhängigkeit.

„Glücksspiel ist kein harmloser Zeitvertreib, sondern birgt ein massives Suchtpotenzial. Die Abwärtsspirale aus Verlusten und dem verzweifelten Drang, diese wieder auszugleichen, dreht sich oft rasend schnell – wie schnell man dabei buchstäblich alles verlieren kann, wird leider meist erst dann erkannt, wenn die Folgen bereits schwerwiegend sind“, warnt Konrad Landgraf, Geschäftsführer der LSG und Suchtexperte. Eine größere Aufmerksamkeit für die Problematik ist daher gesamtgesellschaftlich erforderlich.

Text: Hans-Christian Wagner

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