Bundesverband Lebensrecht mahnt und fordert

Demokratie bedeutet: Tötungsverbot Unschuldiger


Berlin / Regensburg, 20. September 2026

Die Nachricht, die der Bundesverband Lebensrecht e.V. mit seinem 22. Marsch für das Leben 2026 aus Köln und Berlin sendet, ist glasklar: „Demokratie bedeutet universale Menschenwürde, Lebensrecht von der Zeugung bis zum natürlichen Tod und Tötungsverbot Unschuldiger.“

Insgesamt weit über 6.000 Menschen aller Generationen machten sich heute auf, um für das Lebensrecht jedes Menschen von seiner Zeugung bis zum natürlichen Tod auf die Straße zu gehen. 4.200 Menschen in Berlin, 2.100 in Köln: Darunter waren unter anderem Vertreter vieler Kirchen und Verbände wie die Bischöfe Voderholzer, Oster und Bischof em. Hanke sowie die Weihbischöfe Wörner, Schwaderlapp und Graf oder der Vorstand der Evangelischen Allianz Deutschland. Sie erlebten große, lebensbejahende Veranstaltungen mit Fachinformationen und Lebensberichten.

In Köln sprach Markus Voss (Bibelfit) über die wichtige, aber in der Debatte häufig vernachlässigte Rolle des Vaters, wenn es um Konfliktschwangerschaften geht. Viele Männer entziehen sich ihrer Verantwortung, andererseits haben sie keinerlei Mitspracherecht bei einer Entscheidung für oder gegen das Kind. Mona Schwaderlapp, Hauptorganisatorin des BVL in Köln, rief zum Engagement für das Lebensrecht auf, das jeder in seinem Alltag realisieren könne. Ludwig Brühl, Vorstandsmitglied bei der ALfA e.V., verdeutlichte die Gefahren der sogenannten „Leihmutterschaft“, für die Kinder ebenso wie für die Frauen. 

Dieses aktuelle und wichtige Thema wurde auch in Berlin durch einen Vortrag von Cornelia Kaminski, ALfA-Bundesvorsitzende, aufgegriffen. Sie verwies vor allem darauf, dass das Kind im Zentrum stehen müsse und nicht die Wünsche Erwachsener. Der frühere Bundestagsabgeordnete und Bioethikexperte Hubert Hüppe zeigte auf, wo die Menschenwürde vor allem am Beginn und Ende des Lebens in Gefahr sei oder nicht berücksichtigt werde. „Inklusion muss schon vor der Geburt umgesetzt werden“, sagte er mit Verweis auf die vielen Kinder mit Down-Syndrom, die nicht darunter „leiden“, sondern es einfach „haben“ und dasselbe Lebensrecht haben wie alle anderen Menschen. 

Zuvor wies die Vorsitzende des BVL und Moderatorin des Podiums, Alexandra Maria Linder, auf die Grundlagen der Demokratie hin: „Demokratie bedeutet universale Menschenwürde, Lebensrecht von der Zeugung bis zum natürlichen Tod und Tötungsverbot Unschuldiger.“ Vereinsamung, instabile Beziehungen und Ängste vor Krieg und Wirtschaftskrise würden immer mehr zu einer Vereinzelung führen. Und Menschen, die allein sind, keine Kommunikation und keine Unterstützung haben, seien in schwierigen Lebenssituationen wie überraschender Schwangerschaft, suizidalen Lagen, Krankheit und Sterbeprozess noch viel mehr Druck von anderer Seite ausgesetzt, so dass sie nicht wirklich autonom und selbstbestimmt Entscheidungen treffen könnten. 

Wie wichtig es ist, sich persönlich und intensiv um Menschen zu kümmern, verdeutlichte auch Jor-El Godsey, Präsident von Heartbeat International, der über die Bedeutung einer umfassenden, respektvollen Schwangerenberatung sprach. Heartbeat International ist eine der größten Beratungsorganisationen im Schwangerschaftskonflikt weltweit. Wie international die Lebensrechtsbewegung inzwischen vernetzt ist, zeigte sich auch am Auftritt junger Lebensrechtler aus Rumänien, Italien und Frankreich. Teodora Paul, Olimpia Galiberti und Clotilde Chompret berichteten von der Lage der Bioethik und ihrer Arbeit. 

Die Vorsitzende der Jugend für das Leben, Roxane Köhler, die die Veranstaltung mitmoderierte, rief die Teilnehmer zu ganzjährigem Engagement auf. Die Medizinstudentin Roberta Acquaah (Königlicht Poetry) versetzte sich mit ihrem Poetry Slam „Ich will leben“ in die Situation des vorgeburtlichen Kindes und gab ein leidenschaftliches Plädoyer für ein persönliches Lebensrechtsengagement ab. Der Marsch für das Leben findet jedes Jahr im September statt, um öffentlich auf die Bedeutung der und die Gefahren für die universale Menschenwürde aufmerksam zu machen. Der nächste Marsch für das Leben in Berlin und Köln ist am 18. September.

Text: Bundesverband Lebensrecht

(SG / sig)



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