News Bild „Brich auf ... und sei ein Segen!“

„Brich auf ... und sei ein Segen!“

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Mit einer Studientagung und einem Festakt feierte der Berufsverband der Pastoralreferentinnen und -referenten in der Diözese Regensburg sein 10-jähriges Bestehen – eine wichtige Wegstrecke in der Geschichte dieses jungen kirchlichen Berufs, die stets von konstruktiver und mitsorgender Zusammenarbeit mit dem Referat Pastorale Dienste geprägt war, wie Domkapitular Anton Wilhelm in seiner Laudatio betonte. Im vollbesetzten Josefsaal des Exerzitienhauses Werdenfels erinnerte Wilhelm an die Beweggründe, die vor zehn Jahren die Gründung des Verbandes mitverursachten:

Aufgrund einer Neugestaltung der Mitarbeitervertretung hatten die Pastoralreferenten, die aufgrund ihrer flexiblen theologischen Ausbildung – sie sind allesamt Diplomtheologen – in höchst unterschiedlichen kirchlichen Bereichen tätig sind – plötzlich kein Forum mehr, in dem sich die Berufsgruppe über ihre Erfolge in der Evangelisierungsarbeit und über anstehende Aufgaben austauschen konnte. Aus der Not wurde eine Tugend: Mit der Gründung des Berufsverbandes wurde nicht nur ein Organ der Berufsgruppe geschaffen, sondern auch eine Plattform, auf der die Pastoralreferenten ihre kommunikative Kultur pflegen und weiterentwickeln konnten und die Probleme, die sich durch die Veränderungen in der kirchlichen Landschaft ergaben miteinander erörtern konnten.

Deshalb war es nur konsequent, dass der Festakt am 2. April im Haus Werdenfels mit einem intensiven Studienteil begann. Als zugkräftigen Referenten hatten der 1. Vorsitzende Wolfgang Kaiser und sein Team Herrn Johann Fellner eingeladen, der mit erfahrungsgesättigten Beobachtungen zu den Perspektiven der Berufs „Pastoralreferent“ sein Auditorium begeistern konnte. Schließlich ist Fellner nicht nur stellvertretender Personalreferent der Erzdiözese München und Freising sondern er wirkte auch als Wegbegleiter von der Geburtsstunde der Pastoralreferenten im Zuge der Würzburger Synode bis hin zur Etablierung dieser Gruppe von Seelsorgern im Miteinander der pastoralen Berufe.

Sein Vortrag mit dem inspirierenden Titel: „Mit welcher Verheißung auf dem Weg?“ versuchte Perspektiven auszuloten, die für diesen Beruf in einer Phase des kirchlichen Umbruchs bestehen. Da es für die Pastoralreferenten kein festes Berufsbild gebe, sei es gerade für sie eine Herausforderung, neue Felder für zu erschließen, in denen kirchliches Handeln heute gefragt ist.
Diese These wurde dann in einzelnen Arbeitsgruppen intensiv diskutiert: Dabei ging es zum einen um die Rolle der Pastoralreferenten bei der Bildung von größeren Seelsorgeeinheiten, zum anderen wurde das Terrain sondiert, in dem diese Seelsorger als Brückenbauer zwischen Kirche und Gesellschaft gefragt sind; schließlich widmeten sich weitere Diskussionseinheiten dem Thema des Miteinanders von Ehrenamtlichen und Hauptamtlichen und der Frage, wie man mit der gefühlten Ortlosigkeit des Berufsstandes konstruktiv umgehen könnte.

Insgesamt zeigte sich bei der vitalen Diskussion in der Berufsgruppe, dass die Pastoralreferenten bei der Frage, wie der zukünftige Weg der Kirche in der heutigen Gesellschaft aussehen könnte, über vielfältige Erfahrungen und theologische Kompetenz verfügen. Der Berufsverband, dessen Jubiläum den Anlass für diese Studientagung gab, wird deshalb auch in den kommenden Jahren seinen Teil dazu beitragen, damit Evangelisierung gelingen kann.