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Zur Neuigkeit
Blutige Ostern in Nigeria
Bis zu 100 Christen getötet
Abuja / Regensburg, 9. April 2026
Über das Osterwochenende haben schwerbewaffnete Terroristen in Nigeria christliche Gemeinden in mehreren Bundesstaaten angegriffen und bis zu 100 Menschen getötet. Sie mußten sterben, weil sie Christen waren. Die Liste der Angriffe ist lang – ein Überblick. International wird allzu gern von „ethnischen Koinflikten“ gesprochen, aber in Nigeria weiß man, was es ist: knallharte, immer wiederkehrende Christenverfolgung.
„Die Angriffe auf Christen in der Karwoche in Nigeria sind entsetzlich“, sagte Shawn Wright, der Präsident der Hilfsorganisation International Christian Concern (ICC), am Ostermontag. „Dutzende unserer Brüder und Schwestern wurden getötet, während sie des Opfers Christi am Kreuz gedachten und die Hoffnung seiner wunderbaren Auferstehung feierten. Als ein Leib Christi beten wir für die Überlebenden und Familien, die ein unfassbares Leid durchleben.“ Im Bundesstaat Benue starben mindestens 17 Menschen bei einem Angriff auf die Gemeinde Mbalom im Gwer-East-Distrikt. Diese Angabe machen sowohl The Pillar als auch die ICC übereinstimmend. Bewaffnete drangen in den frühen Morgenstunden ein, eröffneten das Feuer auf Zivilisten und legten Häuser in Brand. Überlebende flohen in nahegelegenes Buschgelände.
In Kaduna griffen Bewaffnete am Ostersonntag Gottesdienstbesucher in Ariko an. Zunächst zielten sie auf eine Kirche der Evangelical Church Winning All (ECWA) und dann auf eine benachbarte Kirche des heiligen Augustinus. Über die Zahl der Opfer gehen die Angaben weit auseinander: Während die Nachrichtenagentur AP fünf Todesopfer nennt, berichten lokale Quellen und die ICC von zwölf. In der Ortschaft Maro Kasuwa im Kajuru-Distrikt, ebenfalls in Kaduna, wurden laut ICC mindestens drei Christen getötet und weitere entführt. Internationale Medien berichteten über diesen Angriff zunächst nicht – vermutlich, weil er von den Ereignissen in Ariko überlagert wurde, wie The Pillar festhielt.
Für einen weiteren, schweren Angriff in Nasarawa liegen unterschiedliche Zahlen vor: Nach Angaben nigerianischer Medien kamen mindestens elf Menschen ums Leben und 52 Häuser brannten nieder. Die ICC nannte zehn Tote. Betroffen waren die Ortschaften Gidan-Ogiri, Akyewa-Baka und Udege-Kasa. Bereits wenige Tage zuvor hatten Bewaffnete am Palmsonntag in der Ortschaft Jos Christen beschossen, die auf dem Heimweg von Gottesdiensten waren. Auch dort wichen die Zahlen stark voneinander ab: Während die Polizei von zwölf bis 26 Toten sprach, berichtete die Hilfsorganisation Open Doors von 27 Opfern.
In vielen Fällen blieb unklar, wer hinter den Angriffen steckt – oder es wurde verschleiert. Internationale Medien sprachen allgemein von „Bewaffneten“. Laut lokalen Berichten und Hilfsorganisationen waren Fulani-Milizen die Täter. Dabei handelt es sich um eine vorwiegend muslimische Volksgruppe, die traditionell nomadisch lebt, sich zunehmend radikalisiert und seit Jahren den Konflikte mit überwiegend christlichen Bauern sucht.
Wie die Hilfsorganisation „The Pillar“ betonte, interpretieren internationale Medien die Gewalt jedoch tendenziell als Konflikte um Land und Ressourcen wie Wasser, während lokale Quellen, wo man es besser wissen sollte, die religiöse Dimension der Gewalttaten betonen. Bei einem Angriff zu Beginn der Karwoche in der Ortschaft Kautikari im Bundesstaat Borno gab es indessen keine Zweifel – dieser konnte den Terroristen des Islamischen Staates in Westafrika (ISWAP) zugeordnet werden.
Text: CNA Deutsch
(sig)




