News Bild "Bitten wir den Herrn der Ernte, Arbeiter in seine Ernte zu berufen..." - Bischof Rudolf Voderholzer feierte Messe am Gebetstag um Geistliche Berufe

"Bitten wir den Herrn der Ernte, Arbeiter in seine Ernte zu berufen..." - Bischof Rudolf Voderholzer feierte Messe am Gebetstag um Geistliche Berufe

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Jeweils am ersten Donnerstag im Monat begeht die Kirche den Gebetstag um Geistliche Berufe, den Bischof Rudolf Voderholzer auch diesmal wieder in der Dompfarrkirche Niedermünster mit einem Pontifikalamt feierlich beging. Zum Mitfeiern waren nicht nur die gekommen, die das Gebetsanliegen mittragen wollten, sondern auch viele, die bereits einen geistlichen Beruf ergriffen haben oder die, die auf dem Weg dahin sind. Neben zahlreichen Ordensfrauen aus Regensburger Konventen waren auch Seminaristen unter den Betern, die sich im Regensburger Priesterseminar St. Wolfgang auf den Priesterberuf vorbereiten. Mit Bischof Rudolf stand am Altar nicht nur die Vorstandsschaft des Priesterseminars - Regens Msgr. Martin Priller, Subregens Domvikar Robert Paulus und Spiritual BGR Matthias Effhauser - sondern auch der langjährige Regensburger Spiritual und jetzige Weihbischof, Dr. Josef Graf.

 

"Amen, amen, ich sage euch: Noch ehe Abraham wurde, bin ich"

In seiner Predigt, genau eine Woche vor dem Gründonnerstag - dem Tag der Einsetzung der Eucharistie und damit auch des christlichen Priestertums - legte Bischof Rudolf den Gläubigen die Schriftworte aus Lesung (Gen 17,1a.3-9) und Evangelium (Joh 8,51-59) aus. Die Lesungstexte dieser Tage seien eine inhaltliche Vorbereitung auf die Karwoche, würden sie doch die Gründe für den Kreuzestod Christi nennen. Dieser, so Bischof Rudolf, sei ja kein Justizirrtum gewesen. Der Grund für die Ablehnung durch die geistliche Obrigkeit in Jerusalem sei sein Bekenntnis zu seiner Gottessohnschaft gewesen. Die Lesung vom Bund Gottes mit dem alttestamentarischen Stammvater Abraham schlage inhaltlich eine Brücke zum Evangelium und zur Aussage Jesu: "Noch ehe Abraham wurde, bin ich" - der Sohn Gottes ist von Ewigkeit her.

 

In der Eucharistischen Anbetung zum Abschluss des Pontifikalgottesdienstes wurde Fürbitte gehalten für alle Männer und Frauen, die einen der vielen geistlichen Berufe ergriffen haben, als Priester und Diakone, Ordensleute oder Mitglieder geistlicher Gemeinschaften. Es wurde aber auch für die Familien gebetet, dass ihr gelebtes Zeugnis des Glaubens das Wachsen von Berufungen fördere.

 

Vom „Priesterhilfswerk“ zur „Gebetsgemeinschaft für Berufe der Kirche“

Der Gebetstag um Geistliche Berufe wird immer am ersten Donnerstag des Monats begangen und trägt im katholischen Volksmund den Namen „Priesterdonnerstag“. Heute ist er eine Gebetsinitiative der „Gebetsgemeinschaft für Berufe der Kirche“, die auf eine Gründung aus dem Jahr 1926 zurückgeht. Damals hatte Prinzessin Marie Immaculata, Herzogin zu Sachsen, das „Frauenhilfswerk für Priesterberufe“ ins Leben gerufen, das 1936 im Bistum Regensburg vom damaligen Erzbischof Michael Buchberger als „Priesterhilfswerk“ eingeführt worden war. Im Jahre 1941 wurde es durch Beschluss von Papst Pius XII. zu einer weltweiten Gebetsgemeinschaft. Den „Weltgebetstag für geistliche Berufe“ führte der sel. Papst Paul VI. im Jahre 1964 ein. Aus dem „Päpstlichen Werk für geistliche Berufe“ (PWB) wurde dann schließlich 2001 die „Gebetsgemeinschaft für Berufe der Kirche“.