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Bistum Regensburg veröffentlicht Finanzberichte der Rechtsträger

Diözese steht für Transparenz beim Thema Geld

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PRESSEMITTEILUNG

Regensburg, 14. Dezember 2022

Am Ende jeden Jahres werden die Jahresabschlüsse kirchlicher Rechtsträger auf diözesaner Ebene vom Bistum Regensburg veröffentlicht. Für das Geschäftsjahr 2021 können ab dem 13. Dezember 2022 die 21 Berichte unter www.zahlengesichter.de und auf der Webseite www.bistum-regensburg.de eingesehenen werden. Unter den Berichten finden sich die Wirtschaftszahlen der Diözese Regensburg KdöR, des Bischöflichen Stuhls KdöR, der Schulstiftung der Diözese Regensburg, des Domkapitels Regensburg, der Stiftung Regensburger Domspatzen, der katholischen Jugendfürsorge der Diözese Regensburg e.V. und des Caritasverbandes für die Diözese Regensburg e.V.

Seit dem Geschäftsjahr 2017 werden die Jahresabschlüsse der kirchlichen Rechtsträger, nach dem Standard des deutschen Handelsgesetzbuches (HGB) erstellt, gemeinsam veröffentlicht. In den Jahren 1974 und 2016 wurden die erstellten Jahresrechnungen des Steuerhaushalts des Bistums nach der Kameralistik publiziert.

Mehr Transparenz

Die Jahresabschlüsse nach den Standards des Handelsgesetzbuches bieten noch mehr Transparenz und zeigen der Öffentlichkeit die umfassende Finanz- und Vermögenslage der jeweiligen Rechtsträger. Damit erfüllt das Bistum Regensburg die höchsten Transparenzstandards, die die deutsche Gesetzgebung kennt. Die Jahresabschlüsse werden durch unabhängige Wirtschaftsprüfungsgesellschaften geprüft.

Transparenz für alle – Jetzt jederzeit einsehbar auf www.zahlengesichter.de und www.bistum-regensburg.de

Veröffentlicht werden die Jahresabschlüsse 2021 wieder auf der Webseite www.zahlengesichter.de und darüber hinaus nun auch auf der Webseite www.bistum-regensburg.de. Unter dem Motto: „Jede Zahl hat ein Gesicht“ kann sich jeder, der wissen will, wieviel Vermögen die einzelnen Rechtsträger haben, wieviel Geld sie einnehmen und wofür sie dieses Geld ausgeben auf den Webseiten informieren. Die 21 Berichte geben nicht nur eine genaue Auskunft über die Herkunft der Finanzmittel und deren Verwendung, sondern zeigen darüber hinaus auch, welchen Zwecken die vorhandenen Mittel dienen und wie diese nachhaltig und langfristig gewährleistet werden können. Gleichzeitig wird deutlich, dass dem Vermögen erhebliche Verpflichtungen der Diözese gegenüberstehen, welche einen Großteil der vorhandenen Ressourcen langfristig binden.

Auswirkungen von Corona im Bilanzjahr 2021

Für die wirtschaftliche Entwicklung im Berichtsjahr 2021 war wiederum die Corona-Pandemie wie im Vorjahr verantwortlich und prägend. Lockdowns und Lieferengpässe führten in vielen Branchen zu Umsatzeinbrüchen und Kurzarbeit. Das wirkte sich auf die Kirchensteuereinnahmen aus. So wurden im Jahr 2021 316,1 Millionen Euro an Kirchensteuern eingenommen. Im Jahr 2020 lagen diese noch bei 318,8. Millionen.

Generalvikar Dr. Batz: Finanzielle Situation der Diözese ist solide

Der Generalvikar des Bistums, Dr. Roland Batz, betonte: „Seit Jahren versucht die Diözese deshalb, innerhalb einer eher konservativen Haushaltsplanung Handlungsfreiräume für wichtige künftige Investitionen und für nachhaltige Vorsorge in Form von zweckgebundenen Rücklagen zu schaffen. Durch die vorausschauende Haushaltsführung der letzten Jahre lässt sich die finanzielle Situation der Diözese Regensburg insgesamt nach wie vor als solide bezeichnen.“ Seit Jahren, so Batz, „nimmt das Thema Finanztransparenz einen hohen Stellenwert ein.“

Finanzdirektor Alois Sattler – In Zukunft müssen die  geringeren Ressourcen weiterhin wirkungsvoll für die Menschen und eine lebendige Kirche eingesetzt werden

„Die allgemein stabile wirtschaftliche Situation in unserer Region hat die finanziellen Auswirkungen der sinkenden Zahl der Kirchensteuerzahler lange Zeit mehr als ausgeglichen. Nun aber muss die Diözese noch mehr als bisher überlegen, wie das ihr anvertraute Geld eingesetzt wird. Dafür wurde bereits 2019 eine eigene Arbeitsgruppe eingesetzt, die den Diözesanhaushalt hinsichtlich struktureller Änderungen prüft“, so Finanzdirektor Alois Sattler. Wie der Finanzexperte des Bistums darüber hinaus betonte, sei es die Aufgabe der Zukunft, „die künftig geringeren Ressourcen weiterhin wirkungsvoll für die Menschen und eine lebendige Kirche einzusetzen. Dabei müssen auch die kirchlichen Gebäude in den Blick genommen werden. Auch hier gibt es eine Arbeitsgruppe, die sich aus pastoraler, aber auch aus wirtschaftlicher Sicht mit der Zukunftsfähigkeit kirchlicher Gebäude beschäftigt. Hierbei ist auch bereits die pastorale Planung der nächsten Jahre zu berücksichtigen, die mit der Dekanatsreform in diesem Jahr bereits einen Anfang genommen hat.“

Beispiele für die Verwendung der Kirchensteuer

Die Kirchensteuereinnahmen kamen Menschen in vielen Bereichen zugute. Hier seien einige Beispiele genannt:

  • 79,3 Mio. Euro erhielten die 631 Pfarreien im Bistum Regensburg als direkte und indirekte Zuschüsse. Mit diesen Mitteln finanzieren die Pfarreien ihr Engagement für die Menschen vor Ort.
  • Zusätzlich unterstützte die Diözese Regenburg KdöR Investitionen in kirchliche Gebäude, die der Pfarrseelsorge in den 631 Pfarreien dienen, mit einem Betrag von 30,7 Mio. €.
  • 10 Mio. Euro erhielt die Schulstiftung der Diözese Regensburg zur (Vor-)Finanzierung ihrer Schulbaumaßnahmen. Die Schulstiftung ist verantwortlich für 13 Schulen mit rund 6.000 Schülerinnen und Schülern.
  • Für soziale Dienste wendete die Diözese Regensburg KdöR insgesamt 20,8 Mio. Euro auf, darunter 1,6 Mio. Euro zur Beratung und Hilfe für Frauen in Schwangerschaftskonflikten oder -notlagen.

Trotz der vielen Zahlen ist das Ziel allen Handelns der Diözese aber auch der anderen Rechtsträger, den Menschen die Begegnung mit der Frohen Botschaft Jesu Christi zu ermöglichen und sie seelsorglich zu begleiten. Und dafür will das Bistum Regensburg die Ressourcen weiterhin gezielt einsetzen, denn jede Zahl hat ein Gesicht.

Text: Dr. Stefan Groß

Bildnachweis: Caritas Alten- und Pflegeheim Friedheim / Jasmin Heigl. Unser Titelbild zeigt Auszubildende des Alten- und Pflegeheims Friedheim.