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Zur Neuigkeit
Bischof Dr. Rudolf Voderholzer: Fest der Heiligen Familie und Abschluss des Heiligen Jahres
„Der Grund unserer Hoffnung bleibt Christus“
Regensburg, 1. Januar 2026
Mit dem Fest der Heiligen Familie hat Bischof Dr. Rudolf Voderholzer im Regensburger Dom St. Peter das Heilige Jahr 2025 feierlich abgeschlossen. In seiner Predigt zog der Regensburger Oberhirte eine geistliche Bilanz dieses besonderen Jahres und stellte die Erneuerung des Glaubens, die Vertiefung der Hoffnung und die Belebung der Liebe in den Mittelpunkt. Dabei betonte er, dass christlicher Glaube und christliche Hoffnung auf Gott ausgerichtet sind und Kraft geben, das Leben im Hier und Jetzt verantwortlich zu gestalten.
Das feierliche Pontifikalamt wurde von den Weihbischöfen Reinhard Pappenberger und Dr. Josef Graf sowie den Mitgliedern des Domkapitels konzelebriert. Am Altar assistierte Diakon Heribert Schambeck. Die musikalische Gestaltung übernahm ein Vokalensemble ehemaliger Regensburger Domspatzen unter der Leitung von Domkapellmeister Christian Heiß; an der Domorgel wirkte Domorganist Prof. Franz Josef Stoiber mit.
In seiner Predigt griff Bischof Dr. Voderholzer die zentralen Leitmotive des Heiligen Jahres auf: die Erneuerung des Glaubens, die Vertiefung der Hoffnung und die Belebung der Liebe zu Gott und zu den Menschen. Zu Beginn erinnerte Bischof Rudolf daran, dass Papst Franziskus das Heilige Jahr ausgerufen habe, um den Glauben der Kirche neu zu stärken. Glaube erschöpfe sich nicht im bloßen Für-wahr-Halten von Lehrsätzen, sondern sei eine persönliche Beziehung zu Gott. Gerade das Große Glaubensbekenntnis, das im Zusammenhang mit dem 1700-jährigen Jubiläum des Konzils von Nizäa im Jahr 2025 vielerorts neu bedacht und ausgelegt worden sei, habe dies eindrücklich vor Augen geführt. Christlicher Glaube sei ein „Du-Glaube“ an den dreifaltigen Gott – an Vater, Sohn und Heiligen Geist.
Die Erneuerung des Glaubens, so der Diözesanbischof, sei kein theoretischer Vorgang, sondern ein geistlicher Weg, der den Menschen in eine lebendige Beziehung zu Christus führe. Als sichtbares und bleibendes Zeichen dieses Weges werde im Regensburger Dom am Silvesterabend eine eigens im byzantinischen Stil „geschriebene“ Nizäa-Ikone im Seitenschiff fest installiert. Sie solle dauerhaft an das Heilige Jahr erinnern und zur Vertiefung des Glaubens einladen.
Kraft für das Leben im Hier und Jetzt
Einen besonderen Akzent legte Bischof Dr. Voderholzer auf die christliche Hoffnung. Diese richte sich nicht auf Dinge, Ereignisse oder konkrete Zukunftsszenarien, sondern auf Gott selbst. Wie der Glaube sei auch die Hoffnung personal ausgerichtet. Sie bedeute weder Vertröstung noch Ablenkung vom gegenwärtigen Leben, sondern sei eine tragende Kraft christlicher Existenz.
Der Regensburger Oberhirte betonte, dass dort, wo die Zukunft bei Gott verankert sei, auch die Gegenwart lebbar werde. Die Hoffnung auf das ewige Leben schenke Kraft, das Leben im Hier und Jetzt verantwortlich, sinnvoll und zuversichtlich zu gestalten. Diese Hoffnung sei im Heiligen Jahr für viele Gläubige erfahrbar geworden, etwa durch das Durchschreiten der Heiligen Pforten, die sichtbar auf Christus als „Tür zum Leben“ verwiesen.
Zugleich machte der Bischof deutlich, dass sich die eigentlichen Früchte eines Heiligen Jahres nicht in Zahlen oder Statistiken messen ließen. So erfreulich die hohe Zahl der Pilger und der geordnete Verlauf der Wallfahrten auch seien, entscheidend bleibe das, was sich im Inneren der Menschen ereigne. Diese geistliche Dimension entziehe sich äußerer Bewertung und bleibe letztlich Gott allein bekannt.
Kirche als weltweite Gemeinschaft
Eng mit Glaube und Hoffnung verbunden sei schließlich die Belebung der Liebe, führte der Diözesanbischof aus. Das Heilige Jahr habe dazu eingeladen, die Liebe zu Gott und zu den Mitmenschen neu zu entdecken und im konkreten Handeln sichtbar werden zu lassen. In den Erfahrungen der Weltkirche, insbesondere bei Wallfahrten nach Rom, sei deutlich geworden, dass die Kirche eine große Gemeinschaft von Schwestern und Brüdern sei – geeint im Glauben und in der Hoffnung und daraus gerufen zu tätiger Nächstenliebe.
Persönlich blickte Bischof Dr. Voderholzer dankbar auf prägende Erlebnisse im Heiligen Jahr zurück, darunter das wiederholte Durchschreiten der Heiligen Pforte im Petersdom sowie die Messfeiern in den päpstlichen Basiliken. Diese Erfahrungen hätten das Bewusstsein für die weltweite Gemeinschaft der Kirche vertieft und zugleich den Auftrag zur gelebten Liebe im Alltag neu vor Augen geführt.
Zum Abschluss seiner Predigt erinnerte der Regensburger Oberhirte daran, dass zwar das Heilige Jahr 2025 zu Ende gehe, der Grund von Glaube, Hoffnung und Liebe jedoch bleibe: Christus selbst, Anfang und Ende, gestern, heute und in Ewigkeit. Auf ihn richte sich die Hoffnung der Kirche, die trägt und nicht zugrunde gehen lässt: Christus, „die Hoffnung auf Herrlichkeit“ (Wappenspruch des Bischofs).
Text und Fotos: Martin Jäger
(SG / sig)





