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Zur Neuigkeit
Bischof Voderholzer nimmt wieder am „Marsch für das Leben“ teil
„Staatsbürgerliche Pflicht“
Regensburg, 7. September 2026
Der Bundesverband Lebensrecht (BVL) ruft auch 2026 wieder zum „Marsch für das Leben“ auf, und zwar am Samstag, dem 19. September, 13 Uhr auf, gleichzeitig in Berlin und Köln. Auch dieses Mal hat der Regensburger Bischof Dr. Rudolf Voderholzer seine Teilnahme angekündigt. Er wird in Berlin präsent sein.
„Der dritte Samstag im September ist in meinem Kalender immer für die Teilnahme am Marsch für das Leben in Berlin blockiert, ebenso wie der zweite Samstag im April für den Marsch für das Leben in München“, teilte der Bischof auf Anfrage von CNA Deutsch mit. „Ich halte es für meine staatsbürgerliche Pflicht, denen eine Stimme zu geben, die selbst noch keine oder keine mehr haben.“ Zur Frage, weshalb er die persönliche Teilnahme eines Bischofs weiterhin für wichtig halte, sagte Voderholzer: „Wenn man sich die tausenden Teilnehmerinnen und Teilnehmer, vor allem junge Menschen, ansieht, müsste man wohl eher fragen, warum ich teilnehme, obwohl ich Bischof bin, wobei das natürlich paradox ist.“
Auf die Frage nach den derzeit dringendsten politischen Entscheidungen zum Schutz von Menschen am Anfang und am Ende des Lebens verwies der Bischof auf sein Weiheversprechen: „Ich bin kein Politiker, sondern Bischof. Bei der Bischofsweihe habe ich versprochen, ‚für das Volk Gottes wie ein guter Vater zu sorgen und es auf dem Weg des Heiles zu führen‘. Dieser Weg schließt die Einhaltung der Gebote Gottes als Mindestanforderung ein. Die Gesellschaft, jede Familie und das Leben jedes Einzelnen wird nicht nur heiler, sondern auch menschlicher, wenn das unbedingte Leben des Menschen Priorität erhält.“ Unter der aktuellen Gesetzeslage werden in Deutschland jährlich mehr als 100.000 ungeborene Kinder straffrei im Mutterleib getötet. Zwischen 1996 und 2023 wurden Schätzungen zufolge rund 1,8 Millionen Kinder abgetrieben.
Treffpunkt für den Marsch in Berlin ist der Washingtonplatz direkt vor dem Hauptbahnhof, in Köln der Neumarkt. Nach Angaben des BVL endet die Veranstaltung gegen 16:30 Uhr. In Berlin findet der Marsch zum 22. Mal statt, in Köln parallel zum vierten Mal. Der Verband, dem 16 Mitgliedsvereine angehören, wirbt unter dem Motto „Lebensrecht ist Menschenrecht. Ein Schritt für das Leben – sei dabei!“. In Berlin-Spandau beginnt der Tag um 10 Uhr mit einem Engelamt, einem „Requiem für die Ungeborenen“, in der Kirche St. Marien am Behnitz. Am Marsch 2025 nahmen nach Veranstalterangaben rund 7.000 Menschen teil, davon rund 4.000 in Berlin und etwa 3.000 in Köln. Voderholzer nimmt seit Jahren regelmäßig am Berliner Marsch teil.
Menschliches Leben steht nach kirchlicher Lehre von der Empfängnis an unter dem besonderen Schutz Gottes. Papst Johannes Paul II. bekräftigte in Evangelium vitae (1995) mit päpstlicher Lehrautorität: „Mit der Petrus und seinen Nachfolgern von Christus verliehenen Autorität bestätige ich daher in Gemeinschaft mit den Bischöfen der katholischen Kirche, daß die direkte und freiwillige Tötung eines unschuldigen Menschen immer ein schweres sittliches Vergehen ist.“ Der Katechismus hält fest: „Die formelle Mitwirkung an einer Abtreibung ist ein schweres Vergehen“ (KKK 2272).
Text: CNA Deutsch
(sig)




