Bischof Voderholzer dankt den Laien für ihr Vertrauen ins Bistum Regensburg

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Während der Vollversammlung des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) am Dienstag in Regensburg hat Bischof Dr. Rudolf Voderholzer den Mitgliedern für das große Vertrauen gedankt, das sie dem Bistum ausgesprochen haben. Im November 2011 hatten die Mitglieder die Einladung des damaligen Bischofs Gerhard Ludwig Müller angenommen und Regensburg als den Veranstaltungsort des 99. Deutschen Katholikentages bestimmt. Bischof Voderholzer sei der Katholikentag und sein gutes Gelingen ein großes Anliegen gewesen, was er auch durch die Wahl des Brückensymbols für sein bischöfliches Wappen zum Ausdruck gebracht habe. Dieses Wappen werde das bereits vor der Bischofsweihe für den Katholikentag auserkorene Motto „Mit Christus Brücken bauen“ auch nach dem Katholikentag bleibend in Erinnerung bewahren, erklärte der Regensburger Bischof.

Es sei ein Programm für das große Treffen von Katholiken zustande gekommen, „das sich sehen lassen kann und keinen Vergleich mit früheren Katholikentagen scheuen muss“. In fairen und von gegenseitigem Respekt geprägten Leitungssitzungen, durch die hervorragende und unermüdliche Arbeit der Mitarbeiter an der Geschäftsstelle des Katholikentags sowie der Mitarbeiter des Bistums Regensburg sei es erarbeitet worden.

Man werde nicht nur einen Katholikentag in Regensburg erleben, sondern auch einen Regensburger Katholikentag. Dabei würden die Charismen der Stadt, ihre besondere geographische Lage in der Nähe der Grenze zu Tschechien und als Tor zum Osten eine wichtige Rolle spielen. Auch hob Bischof Voderholzer bedeutende Gestalten der Regensburger Stadtgeschichte hervor: den Universalgelehrten Albertus Magnus, den Astronomen und evangelischen Christen Johannes Kepler, Bischof Johann Michael Sailer, den Pionier der ökumenischen und der biblischen Bewegung, und nicht zuletzt Benedikt XVI., den Konzils- und Theologenpapst.

Außerdem sei es gelungen, das Bistum Pilsen, das Bistum Leitmeritz und das Erzbistum Prag nicht nur über das „Ereignis Katholikentag“ zu informieren, sondern auch Neugier zu wecken und viele Mitchristen aus Böhmen zu motivieren, zum Katholikentag zu kommen und hier in einen Dialog über die großen gesellschaftlichen und sozialpolitischen Themen zu treten. „Mit außerordentlich großer Freude erfüllt es mich ganz persönlich, dass es gelungen ist, auch die Wallfahrt, die deutsch-tschechische Wallfahrt, die grenzüberschreitende, die völkerverbindende Wallfahrt in Neukirchen beim Heiligen Blut zu veranstalten“, sagte der Bischof weiter. Sie werde auch Gelegenheit bieten, die großen Jahreszahlen, die den historischen Kontext unseres Katholikentages darstellen, aufzugreifen und mit einer jeweils anderen Grundstimmung daran zu erinnern.
Der Erste Weltkrieg, der vor 100 Jahren begonnen hat, sei nicht nur eine bittere Niederlage für die Menschlichkeit, sondern auch eine Blamage für das christliche Europa gewesen. 1939, vor 75 Jahren, begann der Zweite Weltkrieg. Allerdings erfolgte vor 25 Jahren die friedliche Grenzöffnung sowie die friedliche Überwindung des „Eisernen Vorhangs“, der Europa über mehrere Jahrzehnte in zwei Hälften geteilt hatte.

Eigens hob Bischof Voderholzer die Tatsache hervor, dass sowohl 1849 als auch 1904 von Regensburg aus prominent die Forderung nach einer Katholischen Universität, etwa nach dem Vorbild Belgiens erhoben wurde. Während des Katholikentags 1904 habe man sich damit solidarisch gezeigt. „Was damals von den Laienvertretern vergeblich gefordert wurde, ist seit dem Jahr 1980 Wirklichkeit. Es gibt die Katholische Universität Eichstätt“, stellte Bischof Rudolf fest. Es sei gut, sich diese Sehnsucht früherer Generationen und früherer Katholikentage zu vergegenwärtigen, um das „große Gut, den großen Schatz“ würdigen und schätzen zu können, den die Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt darstellt.

Der Bischof forderte die ZdK-Mitglieder auf, die bayerischen Bischöfe bei dem Bemühen zu unterstützen, die Katholische Universität zu einer gesamtdeutschen Initiative zu machen und somit auf eine breitere und noch sicherere Basis zu stellen. Eine Katholische Universität biete eine Fülle von Möglichkeiten zum Brückenschlag: zwischen Glaube und Vernunft, Glaube und Naturwissenschaften, Kirche und Kultur, Ökonomie und Ökologie.