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Bischof Rudolf zu Gast in der Pfarrei Hl. Geist in Selb

Dank für Tabor-Stunden

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Diözesanbischof Dr. Rudolf Voderholzer besuchte am vergangenen Wochenende die Pfarrei Hl. Geist in Selb. „Es ist uns eine große Freude, dass Sie ohne besonderen Anlass zu uns gekommen sind“, wurde er von Pfarrer Thomas Fischer begrüßt. Die Pfarrkirche Hl. Geist strahlte mit ihren bunten, in der Sonne leuchtenden Glasfenstern der Künstlerin Isolde Maria Joham eine ganz besondere Atmosphäre aus. Die symbolische Bedeutung der Fenster sowie auch der anderen Kunstwerke konnte Pfarrer Fischer dem Bischof bei einem kleinen Rundgang vor dem Pontifikalamt erläutern. Dieses begann mit dem Choral „Wie schön leuchtet der Morgenstern“, an der Orgel begleitet von Josef Kötzner.

 

Berg Tabor, als Ort besonderer Gottesnähe

„Es bewegen uns heute viele Dinge, besonders der Krieg in der Ukraine. Ich möchte aber auch eine Brücke nach Rom schlagen, wo vor genau 9 Jahren Jorge Mario Bergoglio zum Papst gewählt wurde, den wir als Papst Franziskus kennen.“, so der Diözesanbischof. An jedem 2. Fastensonntag des Kirchenjahres stehe das Wort der Verklärung Christi auf dem Berge im Mittelpunkt. Jesus ging mit den drei Aposteln Petrus, Jakobus und Johannes auf den Berg Tabor, der als Ort der besonderen Gottesnähe gilt. Dieses sei kein Wochenendausflug gewesen, sondern war mit tiefer Dramatik erfüllt und für Jesus existenziell dramatisch. Eine Stimme aus den Wolken sagte: „Das ist mein auserwählter Sohn!“ Jesus wurde immer klarer, dass er nach Jerusalem gehen muss, um zu leiden, dass er aber wieder auferstehen wird. Als er sich zurückzieht, um zu beten, erstrahlte er in gleißendem Licht. In eine helle Wolke gehüllt, sprachen Mose und Elija mit ihm über Jerusalem und das Ende, wo sich die Prophezeiung erfüllen wird, erklärte Bischof Voderholzer. Die Botschaft für uns lautet, so der Bischof, dass bei allen Schwierigkeiten das Leben gut ist und wir auch wieder jubeln dürfen.

Kraft und Zuversicht aus der frohen Botschaft schöpfen

Wir sollen dankbar sein für die Tabor-Stunden in unserem Leben: Das können sein die Geburt eines Kindes, ein Augenblick in einer geglückten Beziehung, das große Glück, dass wir unser Leben überdenken können. Gott liebt uns und hat uns mit Jesus Christus alles gegeben. Daraus können wir Kraft und Zuversicht schöpfen. Taborstunden können aber auch erlebt werden durch die künstlerische Gestaltung dieser Kirche, aus der gottesdienstlichen Arbeit dieses jungen, engagierten Priesters, den er selbst zum Priester weihte. Taborstunden kann man auch durch die Kirchenmusik erleben, die einem hier das Herz aufgehen lässt. Bischof Rudolf bedankte sich bei allen, die diese Kirche erhalten und pflegen und die sich hier in dieser aktiven Pfarrei engagieren. Das Pontifikalamt wurde musikalisch gestaltet durch die Sängerinnen Juliane Rösner-Hauswurz und Helena Hauswurz, die von Josef Kötzner an der Orgel begleitet wurden.