News Bild Bischof Rudolf Voderholzer hat die neuen Schöpfungsleitlinien des Bistums unterzeichnet
Bischof Rudolf Voderholzer hat die neuen Schöpfungsleitlinien des Bistums unterzeichnet

Ein ideelles Dach

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Bischof Rudolf Voderholzer hat die neuen Schöpfungsleitlinien des Bistums Regensburg unterzeichnet. Zuvor waren sie von der Ordinariatskonferenz verabschiedet worden. Sie sollen als ein „ideelles Dach“ dienen für alles, was die Diözese im Rahmen des Klimaschutzes tut.

 

Ausdruck gewachsenen ökologischen Engagements

„Die hier vorliegende Neuformulierung der Diözesanen Schöpfungsleitlinien von 2011 ist Ausdruck des gewachsenen ökologischen Engagements im Bistum Regensburg“, heißt es in den neuen Leitlinien. Eine Neuformulierung war nötig geworden, da mittlerweile wegweisende Dokumente wie die Enzyklika Laudato si‘ von Papst Franziskus sowie die Selbstverpflichtung der deutschen Bischöfe aus dem Jahr 2018 erschienen sind. Dem trägt die Diözese im neuen Dokument Rechnung. Sie erklärt in dem Papier die Bemühungen um Klimagerechtigkeit zur pastoralen Herausforderung „die alle Handlungsfelder umfasst“. Sie will damit „Zeugnis von einem schöpfungsbewussten Glaubensverständnis ablegen.“ Neben energetisch technischen Handlungsfeldern wie Gebäudemanagement, nachhaltiger Beschaffung oder umweltfreundlicher Mobilität werden Umweltbildung und Schöpfungsspiritualität hervorgehoben. Damit greifen die Leitlinien die Enzyklika Laudato si‘ auf. Papst Franziskus begreift darin die ökologische Krise als Ausdruck einer spirituellen Krise der Moderne, weshalb es nicht nur einer technischen, sondern auch einer geistlichen Herangehensweise bedarf. „Die Leitlinien sind ein ideelles Dach für alles, was wir in diesem Bereich tun“, erklärt Beate Eichinger, Umweltbeauftragte des Bistums Regensburg.

 

Entscheidungsprozess, Verabschiedung und Geltungsbereich

Ein abteilungsübergreifendes Redaktionsteam hat in Abstimmung mit der Steuerungsrunde Klimaschutz und weiteren ökologisch engagierten Teams im Bistum seit Frühjahr 2021 eine Vorlage erarbeitet, die schließlich im Juli 2021 von der Ordinariatskonferenz diskutiert und mit kleinen Anmerkungen angenommen worden ist. Bischof Rudolf bestätigte dieses einmütige Votum mit seiner Unterschrift am 15. September 2021. Die Leitlinien zur Bewahrung der Schöpfung treten am 4. Oktober 2021 in Kraft und gelten für alle diözesanen Ebenen von der Zentralen Verwaltung bis zu den Pfarreien.

 

Gut aufgestellt in Sachen Umweltschutz

Das Bistum Regensburg ist in Sachen Umweltschutz sehr gut aufgestellt. Beim Schöpfungstag werden jährlich Spiritualität, Umweltbildung und Naturerleben miteinander verbunden. Und im Rahmen eines vom Bundesumweltministerium geförderten Klimaschutzprojektes nimmt die Diözese Regensburg seit 1. Januar 2019 ihre Ökobilanz in den Handlungsfeldern Energie, Mobilität und Beschaffung besonders in den Blick, um ihre CO2-Bilanz zu verbessern. Sie möchte so einen Beitrag zum ehrgeizigen Klimaziel der Bundesregierung leisten, bis 2030 deutschlandweit die CO2-Emissionen zu halbieren. Erreichen möchte sie dies durch Maßnahmen wie die Errichtung von Photovoltaikanlagen oder einen nachhaltigen Heizungstausch.

 

Weitere Infos

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Der Schöpfungstag des Bistums Regensburg