News Bild Bischof Rudolf Voderholzer feiert Pontifikalamt in St. Anton Regensburg anlässlich des Diözesantreffens der Cursillo-Bewegung

Bischof Rudolf Voderholzer feiert Pontifikalamt in St. Anton Regensburg anlässlich des Diözesantreffens der Cursillo-Bewegung

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Die geistliche Weltchristenbewegung Cursillio traf sich am vergangenen Sonntag zu ihrer traditionellen Diözesan-Ultreya in der Regensburger Stadtpfarrkirche St. Anton. Aus diesem Anlass feierte Bischof Rudolf Voderholzer mit den Cursillistas, den Mitgliedern der Bewegung, dort ein Pontifikalamt. Das Treffen, das seinen Namen von dem spanischen Pilgergruß „Vorwärts! Weiter!“ hat, stand heuer unter dem Motto "Familie heute - Auslaufmodell oder Fundament unserer Gesellschaft ?!" Pfarrer BGR Robert Ammer aus Mallersdorf-Pfaffenberg, der Verantwortliche im Bistum Regensburg für die Cursillio-Bewegung, blickte in seiner Begrüßung dankbar zurück auf 46 Jahre Glaubenskurse in unserem Bistum und auch auf die vielen Priester- und Ordensberufungen, die in all den Jahren aus dem Cursillio hervorgegangen sind. "Ich weiß um die geistigen Früchte der Cursillio-Bewegung", so bemerkte Bischof Rudolf dankbar, der vor über 40 Jahren durch eine Tante in Kassel mit der Bewegung erstmals in Berührung gekommen war.


"Die Letzten werden die Ersten sein"

In seiner Predigt legte Bischof Rudolf Voderholzer das Sonntags-Evangelium nach Matthäus aus, das vom Weinbergsbesitzer erzählt, der Arbeiter für seinen Weinberg benötigt. Mehrmals am Tag heuert er immer wieder neue Tagelöhner an. Als es dann am Abend um die Entlohnung geht, bekommen jene, die als letztes dazu gestoßen sind, den selben Lohn wie jene, die von Tagesbeginn an gearbeitet haben. Man müsse, so der Bischof, dieses Gleichnis Jesu im Kontext sehen, vor wem er spreche. Es seien dies die Schriftgelehrten, die Jesus wegen seines Umgangs mit den Schwachen und Sündern kritisieren. Die Gnade und Barmherzigkeit Gottes sei ein Geschenk, zu dem ich selbst nichts dazutun müsse. Es gehe in diesem Gleichnis auch nicht um den finanziellen Lohn, denn Gott dienen zu dürfen, so führte es Bischof Rudolf aus, das sei Lohn und Erfüllung genug. "Gott ist der Lohn selbst, wenn wir uns auf ihn einlassen und ihm folgen dann habe ich um die Cursillio-Bewegung keine Sorge." Getreu dem spanischen Pilgerruf "Ultreya!" rief er die Cursillistas zum Schluss seiner Predigt auf: "„Vorwärts, nicht müde werden, damit der Herr mit uns geht!"

Im benachbarten Antonius-Haus fand dann die eigentliche Ultreya statt, mit Kaffee und Kuchen, einem Vortrag zum Tagesthema "Familie heute - Auslaufmodell oder Fundament unserer Gesellschaft ?!" von Pfarrer i.R. Hans Peter Heindl sowie einzelnen Glaubenszeugnissen der Cursillistas. Eine Besucherin nutzte auch die Gelegenheit, das Bischofs-Buch "Hinein ins Bistum" von Bischof Rudolf signieren zu lassen und ihm einen persönlichen Brief zu übergeben.

Stichwort: Cursillo

Die geistliche Bewegung, in deren Zentrum ein dreitägiger Glaubenskurs steht, hat ihren Ursprung in Spanien im Jahre 1948. Im Rahmen der Vorbereitung zu einer Jugendwallfahrt nach Santiago de Compostella wurde der "Cursillo de Cristiandad", zu Deutsch "kleiner Kurs des Christseins" ins Leben gerufen und fand 1949 erstmals im Kloster Santuari de Sant Honorat auf der Insel Mallorca statt. Heute gibt es diese Bewegung katholischer Weltchristen auf der ganzen Erde, in Deutschland sind sie in jeder Diözese vertreten.

Wer Kontakt zur Cursillo-Bewegung im Bistum Regensburg aufnehmen möchte, der wende sich an Pfarrer Robert Ammer in Mallersdorf-Pfaffenberg, Telefon 08772 / 91 50 99 oder regensburg@cursillo.de. In Landshut und Tirschenreut finden auch monatliche Treffen statt, die genauen Termine findet man unter www.cursillo-bewegung.de, jeder ist herzlich willkommen.