News Bild Bischof  Rudolf Voderholzer feiert Pontifikalamt aus Anlass der 100-Jahrfeier der Pfarrei St. Josef in Regensburg-Reinhausen

Bischof Rudolf Voderholzer feiert Pontifikalamt aus Anlass der 100-Jahrfeier der Pfarrei St. Josef in Regensburg-Reinhausen

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Am 1. Adventssonntag feierte Bischof Dr. Rudolf Voderholzer mit der Pfarrei St. Josef im Regensburger Stadtteil Reinhausen ein großes Pontifikalamt. Anlass war die Pfarrerhebung vor genau 100 Jahren am 18. November 1913. Vor der neobarocken Pfarrkirche hatten sich die Kindergartenkinder und die Firmlinge sowie die Mitglieder von Pfarrgemeinderat und Kirchenvorstand eingefunden, um den Bischof willkommen zu heißen. Diese Freude brachte auch Stadtpfarrer Josef Eichinger bei seinen Willkommensworten für den Bischof zum Ausdruck. Mit ihm versammelten sich auch um den Altar der indische Pfarrvikar P. George Vettiyolil MCBS, seine Amtsvorgänger in St. Josef, Johannes Fröhler (1998-2012) und Msgr. August Lindner (1975-1998) sowie die Ruhestandsgeistlichen Prälat Hans Strunz und BGR Josef Schönberger. Musikalisch gestaltet wurde der Festgottesdienst vom Blechbläserensemble und dem Chor der Pfarrei unter Leitung von KMD Thomas Löffelmann und von Ludwig Schmitt an der Orgel.

„Die Mitte nicht aus dem Blick verlieren“
Im Blick auf die Schrifttexte des ersten Adventssonntages stellte Bischof Rudolf Voderholzer in seiner Predigt fest, dass diese nichts von der „Glühweinseligkeit“ hätten, die man in diesen Tagen vielerorts wieder erleben könne. Wachsam zu sein, auf die Weisungen des Herrn zu hören, das sei die rechte Vorbereitung auf das nahende Weihnachtsfest. Wenn er sich dann den Pfarrbrief von St. Josef anschaue, so Bischof Rudolf vor der vollbesetzten Kirche, dann finde er dort so viele schöne Möglichkeiten der passenden Vorbereitung auf das Weihnachtsfest, so z.B. die Rorateämter, die Hausgottesdienste, das Adventsquiz für die Kinder oder auch der Nikolausdienst der Pfarrjugend. Schmunzelnd berichtete er von Kindergartenbesuchen in den vergangenen Monaten, wo die Kleinen bei seinem Anblick mit Mitra und Stab oft schon einmal ausgerufen hätten: „Ui, da kommt ja der Nikolaus!“ Mit dem Heiligen verglichen zu werden, an dessen Gedenktag er zum Bischof von Regensburg ernannt worden war, das freue ihn immer sehr. Es freue ihn aber auch, dass die Kinder im Bistum Regensburg noch den Unterschied zwischen dem Heiligen Bischof und dem Weihnachtsmann kennen würden. „Lassen Sie beim Nikolausbesuch die rote Zipfelmütze weg“, so richtete der Bischof seinen eindringlichen Wunsch an die Gläubigen, „damit der Heilige Nikolaus nicht der Hampelmann aus der Coca Cola-Werbung wird!“ Diese bekräftigten seinen Wunsch mit spontanem Applaus. Da an Weihnachten Gott uns seinen Sohn geschenkt habe, so Bischof Rudolf weiter, sollten auch wir uns gegenseitig beschenken. Er sei keineswegs ein Gegner vorweihnachtlicher Geschäftigkeit, aber es sei bei allem Rummel wichtig, die Mitte all dessen nicht aus dem Blick zu verlieren, die Menschwerdung des Gottessohnes. Der Bischof schloss seine Predigt mit einem großen Vergelt’s Gott an alle, die in den Verkündigungsdienst viel Mühe und Herzblut gegeben hätten, von den Geistlichen an St. Josef über die Ehrenamtlichen in den Vereinen und Verbänden bis hin zu den Eltern, die die ersten Boten des Glaubens für ihre Kinder seien. „Ihr Glaubenszeugnis macht mir als Bischof Mut“, so rief er den Reinhausenern zu.

Ein Bischof zum Anfassen
Nach dem feierlichen Auszug mit fast 40 Ministrantinnen und Ministranten sowie den zahlreich erschienenen Fahnenabordnungen der kirchlichen und weltlichen Vereine aus „Roahausen“, wie die Einheimischen ihren Stadtteil nennen, der erst 1924 nach Regensburg eingemeindet wurde, traf man sich auf dem Kirchplatz zu einem Stehempfang bei Tee und Lebkuchen. Bischof Rudolf nütze die Gelegenheit, wie schon vor der Messe bei einem Besuch im benachbarten Altenheim, die Pfarrangehörigen von St. Josef persönlich kennen zu lernen. Kinder- und Jugendgruppen hatten Geschenke für den Bischof und Dr. Bernhard Mitko, 2. Vorsitzender vom Bürgerverein „Roahausen“ e.V., überreichte ihm die eigens zum Jubiläum aktualisierte Chronik „Die Pfarrei St. Josef Regensburg-Reinhausen“. Dieses reichbebilderte Dokument des vielfältigen und bewegten Gemeindelebens kann im Pfarrbüro St. Josef für 4 Euro erworben werden.