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Bischof Rudolf Voderholzer besucht Ursulinenkonvent in Straubing

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Auf seinem „Weg hinein ins Bistum“ hat Bischof Rudolf Voderholzer das Kloster der Ursulinen besucht und mit den Schwestern des Konvents, vielen Mitgliedern der Schulfamilie und Gläubigen aus nah und fern den Sonntagsgottesdienst gefeiert. Dabei stand der Johannesprolog „Am Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott“ im Mittelpunkt seiner Predigt, die, wie Oberin Sr. Ursula Wagner am Ende betonte „die Herzen der Zuhörer“ erreichte.

 

„Vor drei Wochen haben Sie bei der Wiedereröffnung der Basilika davon gesprochen, dass Sie bereits drei Kirchen in Straubing besucht haben: die Jesuitenkirche, die Karmelitenkirche und Sankt Jakob“ sagte Oberin Sr. Ursula Wagner bei ihrer Begrüßung. Gleichzeitig drückte sie ihre Freude aus, dass nun mit der Ursulinenkirche eine vierte Straubinger Kirche hinzukommt. „Grüß Gott in diesem Gotteshaus. Wir wissen es zu schätzen, dass Sie sich Zeit für uns genommen haben“ betonte sie und meinte, wenn der Bischof in diesem Tempo mit den Besuchen in Straubing weitermacht, er in diesem Jahr noch die restlichen Straubinger Kirchen schafft. Die Oberin erinnerte, dass die Jesuitenkirche, die Karmelitenkirche und die Ursulinenkirche Klosterkirchen sind und es in der Stadt Straubing eine lange Ordenstradition gibt. „So verstehen wir Ihren Besuch bei uns auch als Ausdruck der Wertschätzung der Orden und Klöster“ resümierte Sr. Ursula und lud ein, nach dem Lied „Kommt lasset uns anbeten den König, den Herrn“ nun Gott in der Mitte der Gläubigen die Ehre zu erweisen. 
Bischof Rudolf Voderholzer dankte für die freundliche Begrüßung und freute sich auf das Kennenlernen der Schwestern und der Schulfamilie. Mit Blick in die imposante und wunderbare Klosterkirche der Ursulinen, die im weihnachtlichen Schmuck noch strahlender leuchtete, meinte Bischof Rudolf, dass Asamkirchen ihn bereits sein ganzes Leben begleiten. So sei in der Heimat seiner Mama die Klosterkirche in Klattau, er selbst sei als Münchner aufgewachsen in Sendling in der Nähe der Sankt Johann Nepomukkirche und in der Freisinger Domkirche habe er die Priesterweihe empfangen: in all diesen und noch zahlreichen weiteren Kirchen seien Werke der Gebrüder Asam. „In einer Asamkirche fühle ich mich immer daheim“ resümierte Bischof Rudolf schmunzelnd. In seiner Predigt nahm er Bezug auf das Tagesevangelium des Evangelisten Johannes, in dem dieser vom schöpferischen Wort Gottes spricht, durch das alles, was ist, geworden ist und das in Jesus Christus die verbindliche und sinnlich berührbare Gestalt des Menschen annahm.
Gemeinsam mit Regionaldekan Monsignore Jakob Hofmann und Dekan Johannes Plank feierte Bischof Rudolf am Altar die Eucharistie. Musikalisch zogen an der Orgel Josef Unterholzner, an der Querflöte Barbara Markl, am Saxophon Anna Unterholzner und mit Sologesang Jochen Benkert die Register ihres großartigen musikalischen Könnens. Dankesworte sprach Sr. Ursula Wagner an die Musiker und Ministranten sowie an Bischof Rudolf für die Meditation der Predigt, die die Herzen der Zuhörer erreicht hat. „Nehmen wir etwas von der Freude dieses Gottesdienstes mit in den Alltag“ wünschte sie abschließend. Den Pontifikalsegen verband Bischof Rudolf mit herzlichen Weihnachts- und Neujahrswünschen auch für die ganze Schulfamilie. Beim Auszug fand er nette Begrüßungsworte für den langjährigen Schulleiter Studiendirektor Georg Weber, der inmitten der Gläubigen den Gottesdienst mitfeierte.

Eine persönliche Begegnung und Gespräche mit den Schwestern im Ursulinenkonvent schloss sich beim gemeinsamen Mittagessen an. Hier erklärte Oberin Sr. Ursula Wagner die Ordensgemeinschaft der Ursulinen: „Wir sind eine Gemeinschaft von derzeit 19 Frauen, die nach dem Vorbild der heiligen Angela Merici ein Leben in der Nachfolge Jesu führen. Wir wollen in unserem Leben - jede an dem Platz, an dem sie steht - die Liebe Gottes zu allen Menschen sichtbar und erfahrbar machen. Dabei möchten wir offen sein für die Fragen und Anliegen der Menschen um uns herum, der Menschen, mit denen wir gemeinsam unterwegs sind“. Die Ursulinen begannen 1691 ihr Wirken in Straubing und seitdem werden dort Mädchen unterrichtet und 1971 auch ein Kindergarten eröffnet. Seit ihrer Gründung im Jahr 2001 ist die Ursulinen-Schulstiftung Träger von drei Schulen, dem Mädchengymnasium, der Mädchenrealschule und der Fachakademie für Sozialpädagogik. „Mit großem Engagement und dem Bewusstsein der ständigen Herausforderung übernehmen wir gegenwärtig für nahezu 1400 Schülerinnen einen qualitativ hochwertigen Bildungs- und Erziehungsauftrag. Dabei ist es unser Anliegen, dass wir unsere jahrhundertelange traditionelle Struktur stetig weiterentwickeln, optimieren und den zeitgemäßen Gegebenheiten anpassen“ berichtete Oberin Sr. Ursula Wagner. Im innerklösterlichen Leben führte die durch den Mangel an Ordensnachwuchs entstandene Krise zu einem vertieften Nachdenken über die Wurzeln und die ursprüngliche Idee der Gründerin. So kommen neben der schulischen Tätigkeit heute auch andere Tätigkeiten in den Blick, die meist auch außerhalb des Klosters liegen.