Bischof Rudolf: Hört auf die ganze Botschaft von "Laudato si" - Ökologie des Menschen könne weder das Lebensrecht Ungeborener bestreiten noch die Geschlechterdifferenz verkennen

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In seiner Ansprache im Passauer Dom anlässlich der Geburtstagsfeiern von Bischof Stefan Oster (50) und Bischof emeritus Wilhelm Schraml (80) am 21.06.2015 fragte sich Bischof Rudolf Voderholzer, ob man denn als Katholik ernsthaft Geburtstag feiern könne. Müssen nicht der Namenstag und der Tauftag im Vordergrund stehen? Die katholische Antwort kann natürlich nur lauten: Wir feiern alle drei. Der Geburtstag sei ein guter Feier-Grund für Christen, weil sein Thema die biologische Existenz des Lebens sei und damit auf das Schöpfungsgeschenk Gottes verweise. In diesem Zusammenhang liegt der Bezug zur Enzyklika laudato si auf der Hand.

Bischof Voderholzer: „Den Geburtstag zu feiern ist so gesehen auch ein Element der Schöpfungsordnung, der Schöpfungsbejahung und Schöpfungsspiritualität, die uns Papst Franziskus in seiner neuen Enzyklika laudato si ans Herz legt als Grundlage einer umfassenden Ökologie des Menschen. Zu ihr gehört auch die bedingungslose Bejahung des Lebensrechtes der noch Ungeborenen und die Positivität der Geschlechterdifferenz, der Schöpfung des Menschen als Mann und Frau in ihrer Unterschiedenheit und Bezogenheit aufeinander und zueinander. Man kann nur hoffen, dass die Vertreter der ökologischen Bewegung, die sich zurecht von der Enzyklika bestätigt fühlen, auch ihre ganze Botschaft zur Kenntnis nehmen.“