News Bild Bischof Rudolf firmt 44 junge Christen in Siegenburg

Bischof Rudolf firmt 44 junge Christen in Siegenburg

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Den Mut selbst Ja zu Sagen zu unserem Glauben, diesen Glauben als Grundlage für das weitere Leben anzunehmen und dieses Glaubensleben aktiv zu pflegen, wünschte Bischof Dr. Rudolf Voderholzer am Samstagvormittag 28 Mädchen und 16 Buben aus der Pfarreiengemeinschaft Siegenburg, Niederumelsdorf und Train sowie aus Mühlhausen bei der Firmspendung in der Pfarrkirche St. Nikolaus in Siegenburg. An die Paten und Eltern richtete der Bischof die Bitte, diesen nun gefirmten jungen Christen gute Begleiter im Glauben zu sein.

 

Feuer des heiligen Geistes soll sich entzünden

Das beim Festgottesdienst dominierende liturgische Rot der Messgewänder erläuterte der Bischof als die Farbe des Feuers, der Liebe und des Blutes. Durch das Firmsakrament sollten, so der Bischof, die Herzen zum Brennen gebracht werden. Ausgehend vom Licht der brennenden Apostelleuchter hoffe er, dass in den Firmlingen das Feuer des hl. Geistes entzündet werde. Denn nur wer selber von diesem Feuer des hl. Geistes entzündet und ergriffen ist, könne auch die Kraft des hl. Geistes weitergeben.

Lautes und vernehmliches "JA" zu Gott

In seiner Predigt erinnerte der Oberhirte an die elf oder zwölf Jahre zurückliegende Taufe der heutigen Firmlinge. Bischof Rudolf  machte deutlich, dass die Eltern nicht nur dieses erste Sakrament für ihre Kinder bestimmt hatten, sondern noch viele weitere Aspekte: Vorname, Wohnort, Kindergarten, Schule, Religion, Sprache, Nationalität bzw. das Leben, die Existenz selbst. "Die Eltern haben wichtige Vorentscheidungen getroffen, ohne diese könnte man nicht ins Leben kommen". Jetzt aber sei der Tag gekommen, um diese Vorentscheidung Eurer Eltern zu Eurer eigenen Entscheidung und ein lautes, vernehmliches "Ja" zu Gott zu sagen, betonte Bischof Rudolf. Die Firmlinge bekämen mit dem Sakrament der Firmung einen wunderbaren Glauben an den dreifaltigen Gott. Mit Gott, dem hl. Geist, bekämen die gefirmten jungen Christen einen hl. Geist, der sie froh macht und sensibel für ein gutes Miteinander mit ihren Mitmenschen. Unter uns Christen, so Bischof Rudolf, sollte es keine Ausgegrenzten und an den Rand gedrängten geben.

Sich einbringen in das kirchliche Leben

Bischof Rudolf rief die Firmlinge auf, sich einen Platz in der Kirche zu suchen, wo sie sich einbringen könnten und nannte mit der Aufnahme in die Ministrantengruppe und in den Jugendchor "Spiritismus" gleich praktische Beispiele. In der Kirche, so der Bischof, werde jeder gebraucht, um sich einzubringen und einzutreten für den Glauben.

 

Nach der Predigt erneuerten die Firmlinge ihr Taufversprechen und im Anschluss an das Taufbundlied  spendete Bischof Rudolf das Sakrament der Firmung. Hierzu traten die Firmlinge in Begleitung ihrer Paten vor die Stufe zum Altarraum, wo sie von Bischof Rudolf  in sehr herzlicher Weise alle einzeln empfangen wurden. Der Bischof legte den Firmkindern die Hände auf, salbte sie mit Chrisam und spendete ihnen mit den Worten "sei besiegelt durch die Gabe Gottes, den heiligen Geist," das Sakrament der Firmung. Die Paten standen dabei hinter den Kindern und legten den Firmlingen die rechte Hand auf die Schulter, als Zeichen der Verbundenheit.