News Bild Bischof Rudolf feiert Gottesdienst mit der Komturei St. Wolfgang des Ritterordens vom Hl. Grab zu Jerusalem
Bischof Rudolf feiert Gottesdienst mit der Komturei St. Wolfgang des Ritterordens vom Hl. Grab zu Jerusalem

Die Herzen bereit machen

Home / News

Am Gedenktag des Heiligen Franz Xaver, am 3. Dezember 2021, feierte Bischof Rudolf Voderholzer einen Gottesdienst mit der Komturei St. Wolfgang des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem. Rund 15 Mitglieder kamen dazu in die Alte Kapelle nach Regensburg, um an diesem adventlichen Gottesdienst teilzunehmen. Gemeinsam mit Bischof Voderholzer zelebrierte auch der Geistliche Begleiter des Ritterordens, Matthias Effhauser, Spiritual des Regensburger Priesterseminars.

 

Dreifache Ankunft im Advent

In seiner Predigt bezog sich Bischof Rudolf Voderholzer auf einen Text von Bernhard von Clairvaux. Der Heilige spricht dort von einer dreifachen Ankunft im Advent. Da ist zum einen die geschichtliche Ankunft des Erlösers in Raum und Zeit. Zweitens geht es um die verheißene Wiederkunft bei der Vollendung von Welt und Geschichte. Und drittens um die persönliche Ankunft in jedem einzelnen Leben. „Wer auf meine Worte hört und sie im Herzen trägt, bei dem werden wir kommen und wohnen, der Vater und er“, erklärte Bischof Rudolf und verwies auf die Abendmahlszene im Johannesevangelium.

Wort Gottes hat Hand und Fuß

Die geschichtliche Ankunft hat vor allem Palästina geheiligt und deswegen „sprechen wir zurecht vom Heiligen Land“, so Bischof Rudolf. Bei dieser Ankunft und mit seinem ganzen Leben und Sterben hat „er gewaltige Spuren hinterlassen“. Seit seiner ersten Ankunft hat das Wort Hand und Fuß, Leib und Seele, man konnte es sehen und berühren. Deswegen dürfen wir als Christen auch Bilder von ihm machen und sie zur Verkündigung verwenden. Die zweite Ankunft zur Vollendung der Welt kennt keiner und Bischof Voderholzer verwies dabei auf die Worte im Hebräerbrief: „Beim zweiten Mal wird er nicht wegen der Sünden kommen, sondern um die zu retten, die ihn erwarten“.

 

Offene Herzen für die Ankunft von Jesus Christus

Die wahrscheinlich wichtigste Ankunft, sei die in „meinem Herzen und wo es darauf ankommt, dass mein Herz empfangsbereit ist“. Diese Ankunft wird jedes Mal in der Feier der Sakramente deutlich. Dazu stehen den Gläubigen die Orte der Kirchen zur Verfügung, um gemeinsam diese Ankunft jedes Mal aufs Neue zu feiern. Kirchen seien Orte der Begegnung mit dem Herrn im Hier und Jetzt und im persönlichen Leben, erklärte Bischof Voderholzer. Advent bedeutet für den Regensburger Oberhirten vor allem, die Herzen bereitzumachen, das Herz zum Empfangsraum gestalten, für die Begegnung mit Jesus Christus. Er tritt vor allem durch die Bedürftigen in unser Leben, die unsere Hilfe benötigen. Durch ein aktives Glaubensleben können alle Christen mithelfen die Augen zu öffnen, für den wahren Herrn des Lebens: Jesus Christus, den Retter der Welt.