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Bischof Rudolf besucht Teisnach und segnet Kreuzweg

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Strahlend blauer Himmel begrüßte am Sonntagvormittag Bischof Rudolf Voderholzer bei seinem Pastoralbesuch in der Pfarreiengemeinschaft Teisnach-Patersdorf. Gemäß seinem Motto "Hinein ins Bistum" war der Diözesanbischof in die Bayerwaldgemeinde gekommen, um nach dem Pontifikalamt den Kreuzweg im neuangelegten Bürgerpark zwischen Pfarrhof und Pfarrkirche zu segnen.

 

Vor der Pfarrkirche strahlte das Begrüßungskomitee von über 60 Ministranten aus der gesamten Pfarreiengemeinschaft mit der Sonne um die Wette. Sie bildeten ebenso wie die Fahnenträger der kirchlichen Verbände ein Ehrenspalier. Nach dem festlichen Einzug in die Pfarrkirche Sankt Margareta fand Pfarrer Tobias Magerl herzliche Begrüßungsworte für den hohen Gast aus Regensburg. Bischof Rudolf freute sich, endlich in Teisnach "Station zu machen" - nach mehreren Durchfahrten auf seinem Weg in alle Pfarreien des Bistums. In seiner Predigt stellte der Bischof das Evangelium des zweiten Fastensonntags, die Verklärung Christi auf dem Berg Tabor in den Mittelpunkt.

Drei ausgewählte Jünger gingen mit ihm, dieselben, die später auch am Ölberg dabei waren. Der Aufstieg auf den Berg Tabor sei keine Freizeitgestaltung gewesen, sondern es steckte viel Sinn dahinter. Zu Beginn seines Wirkens hatte Jesus guten  Zulauf, die Menschen nahmen ihn begeistert an. Als sie die hohen Ideale und großen Herausforderungen merkten, wurde er abgelehnt, selbst die Jünger seien skeptisch gewesen.

 

Geschaffen für die Ewigkeit, für das himmlische Leben!

Jesus selbst verstand seinen Auftrag als Gottesknecht und "sein Ende wird ein Kreuzweg sein". Mit diesem Wissen stieg er mit den drei auserwählten Jüngern auf den höchsten Berg Israels. Dort wurde Jesus verklärt, er leuchtete auf und die Stimme Gottes erklärte "das ist mein geliebter Sohn". So gestärkt konnte Jesus seinen Weg fortsetzen, durch das Leiden hindurch den Kreuzweg bestehen und zur Auferstehung und vollkommenen Herrlichkeit gelangen. "Die Verklärung Christi bringt uns Momente der Klarheit und ein Hinweisen auf das Ziel" betonte der Bischof und erinnerte an die wichtigen Taborstunden. Sie würden Kraft geben, auch die schweren und leidvollen Stunden bestehen zu können. "Wir sind geschaffen für die Ewigkeit, für das himmlische Leben".  

 

Kreuzweg mit 15 Stationen

Nach dem feierlichen Pontifikalsegen ging es im gemeinsamen Zug über den Hildegard-von-Bingen-Platz zur Segnung des Kreuzweges im Bürgerpark. Bischof Rudolf freute sich, dass in der "Herzmitte des Ortes Teisnach" ein Kreuzweg in sehr schöner und gelungener Umsetzung integriert wurde. Er wünschte, dass dieser Kreuzweg angenommen wird, dass es ein Treffpunkt zum Meditieren, zum Betrachten, zum Nachdenken, zum sich Identifizieren wird. Wunderbar sei, dass auch eine fünfzehnte Station eingearbeitet sei, die Auferstehung und dies soll überall bezeugt werden.

 

Schließlich sei der Friedhof nicht die letzte Station unseres Lebens. Auch der Künstler Alfons Bauernfeind begründete die Gestaltung seiner intensiven inneren Arbeit über ein Jahr hinweg und meinte, dass er den Unterschied zu einem traditionellen Kreuzweg im Anlegen als Lebensweg sehe. Bischof Rudolf segnete jede einzelne Station und bei der Auferstehungsstation wurde gemeinsam der "Engel des Herrn" gebetet. Hier dankte der Bischof der Marktgemeinde Teisnach mit Bürgermeisterin Rita Röhrl für die Errichtung des schönen Kreuzweges und dem Künstler Alfons Bauernfeind für seine tiefgründige Inspiration.