News Bild Bischof Rudolf besucht Landshut St. Pius zum Kirchenpatrozinium – Innenrenovierung der Pfarrkirche ist erfolgreich abgeschlossen

Bischof Rudolf besucht Landshut St. Pius zum Kirchenpatrozinium – Innenrenovierung der Pfarrkirche ist erfolgreich abgeschlossen

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„Schön, dass Sie da sind“, mit diesem herzlichen Gruß drückte Dekan Alfred Wölfl die Freude der Pfarrgemeinde über den Besuch von Bischof Rudolf Voderholzer aus. Er freue sich, die nach der aufwendigen Innenrenovierung strahlend helle Kirche zu sehen und mit einer großen Gemeinschaft Eucharistie feiern zu dürfen. Sein Besuch in St. Pius, an der Südgrenze der Diözese, sei längst fällig, meinte der Bischof. Der Pfarrpatron Pius X. war als Apostelnachfolger personaler Garant für die Wahrheit des Evangeliums. Es war ihm wichtig, bereits Kinder zu einer tiefen eucharistischen Frömmigkeit zu führen, damit die Botschaft des Messias in die Welt getragen werde. In diesem schönen Gotteshaus werde der Glaube in der Eucharistie lebendig, wo Gott sich am Altar verschenke, versicherte Bischof Rudolf.

Zur Gabenbereitung trugen Kindergartenkinder Steine als Zeichen für das Haus Gottes vor, eine Familie legte den Bauplan der Pfarrkirche dazu, Firmlinge brachten die Altarkerzen, Erstkommunionkinder überreichten als Symbol der Verehrung Buchskränzchen, mit Brot und Wein schritten Erwachsene und Senioren zum Altar. Das Volk sang mit dem Chor das Piuslied.

Erfreulich große Ministrantengruppe

Bischof Rudolf dankte Pfarrer Alfred Wölfl und Diakon Johannes Faltermeier für seine seelsorglichen Dienste. Besonders beeindruckt sei er von der Evangeliumsprozession, die er in solcher Ausführlichkeit noch in keiner Pfarrei erlebt habe. Höchste Anerkennung zollte der Bischof der erfreulich großen Ministrantengruppe, den Lektoren, dem Pfarrgemeinderat, der Kirchenverwaltung und den vielen ehrenamtlich engagierten Gläubigen in verschiedensten Gruppierungen. Dem Kirchchor dankte er für die „schwungvolle, moderne Messe“, der Missa Brixiensis mit Orgel und Bläserbegleitung. Alle Eltern und Großeltern erinnerte er an ihre wichtige Aufgabe als erste Evangelisten.

Der Segen ist wie ein schützendes Dach

Die Kindersegnung am Nachmittag begann mit dem Lied „Wir feiern heut ein Fest“. Mit einer herzlichen Begrüßung empfing Bischof Rudolf viele Kinder in Begleitung ihrer Eltern und Großeltern. Er erklärte, dass er ihnen stellvertretend für Jesus die Hände auflegen werde. Gott kenne all ihre Namen und sie seien bei ihm ins Herz geschrieben, sein Segen sei wie ein schützendes Dach. Ohne Scheu traten die Kinder vor den Bischof, um den Segen zu empfangen. Groß war die Überraschung, als Bischof Rudolf am Ende mit Pfarrer Wölfl auf dem Kirchenplatz an alle ein Eis verschenkte.

Die Pfarrkirche St. Pius

…wurde in der vorkonziliaren Zeit von 1961/62 nach den Plänen des Landshuter Architekten Hans Hofbauer erbaut. 1,1 Millionen Euro kostete die umfangreiche Innenrenovierung, sie wurde von der Bischöflichen Finanzkammer mit 45 und der Stadt Landshut mit 5 Prozent bezuschusst, knapp 600 Tausend Euro finanziert die Pfarrei. Durch die ein Jahr dauernde, vom Architekturbüro Nadler begleitete Maßnahme näherte sich der Innenraum seinem Ursprung wieder an, was dem Wesen der Kirche sehr entspricht. Ein besonderer Akzent wurde durch die Freistrahlung des Backsteinmauerwerkes an der Wand hinter dem Altar geschaffen. Vom Hauptportal aus betrachtet führt der Mittelgang hin zum Altar und weiter zum Bronzemedaillon an der Wand mit dem Lamm Gottes. Über allem leuchtet das Dreifaltigkeitsfenster. Der bisher freistehende Tabernakel befindet sich nun in der Achse der Kirche. Durch die Neugestaltung des Altarraums entstand mehr Klarheit, sie ermöglicht dem Priester einen besseren Kontakt zur Gemeinde. Eine der größten Herausforderungen war dabei die Umsetzung des sechs Tonnen schweren Altars aus Travertin. Die Bronzestatue des Kirchenpatrons ist auf den ursprünglichen Platz am linken Seitenaltar zurückgekehrt. Die aufwendige Reinigung der Holzdecke und die neu gestrichenen Wände lassen den Raum hell und leuchtend erscheinen. Die stromsparende Beleuchtung mit programmierbaren Lichtszenen ermöglicht verschiedene Stimmungen bei den Gottesdiensten. Erneuert wurden die Elektro- und Lautsprecheranlagen. Fußbodenheizung im Altarraum und Bankheizung entsprechen den gängigen Erwartungen. Organisten und Chor freuen sich ganz besonders über den erhabenen Klang der Orgel nach der Generalüberholung.