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Bischof Rudolf besucht das Bezirksklinikum in Mainkofen

Ohne Glaube könnte ich nicht leben!

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Mainkofen, 9. Juli 2022

 

„Wir sind hier in der Dreifaltigkeitskirche Mainkofen, in der Herberge des barmherzigen Samariters, egal ob mit oder ohne Krankenakte“ sagte Bischof Rudolf am Samstagabend bei seinem Besuch im Bezirksklinikum Mainkofen. Hier feierte er mit Bediensteten und Patienten die Heilige Messe und informierte sich mit der Klinikleitung bei einem Rundgang über die gesamte Einrichtung.

Gemeinsam mit Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich, dem kommissarischen Ärztlichen Direktor Dr. Bernd Weigel, Pflegedirektor Gerhard Kellner und Gesamtpersonalratsvorsitzendem Elmar Eckert führte Krankenhausdirektor Uwe Böttcher den Bischof durch das weitläufige Gelände. Mit dabei auch Dekan Josef Geismar, Krankenhausseelsorger Thomas Strunz und Klinikseelsorger Diakon Slavko Radeljic-Jakic.  Modern und kompetent präsentiert sich das Bezirksklinikum Mainkofen als Lehrkrankenhaus der Deutschen Akademie für Gerontopsychiatrie und Gerontopsychotherapie. Es ist die größte Gesundheitseinrichtung in Niederbayern. In der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie befinden sich 390 Betten, die Klinik für Psychosomatik und Psychotherapie hat 80 Betten, die Klinik für Forensische Psychiatrie und Psychotherapie zählt 152 Betten, das Neurologische Zentrum 92 Betten und die Rehabilitationsklinik hat 13 Betten. Die Institute für Diagnostische Radiologie, Innere Medizin und Labordiagnostik sowie für Neurophysiologische Diagnostik und Neurosonologie ergänzen das stationäre Angebot.

Mit 1.600 Mitarbeitern größter Arbeitgeber in der Region

„Unsere Mitarbeiter sind das wertvollste Gut im Unternehmen und wir bringen allen Mitarbeitern in allen Arbeitsbereichen eine gleich hohe Wertschätzung entgegen, ganz ungeachtet der Verschiedenartigkeit von Ausbildungen und Aufgaben. Neben der bestmöglichen Betreuung der Patienten ist es uns ein besonderes Anliegen, die Psychiatrie transparenter zu gestalten und durch mehr Verständnis und bessere gesellschaftliche Akzeptanz der sozialen Integration psychisch Kranker den Weg zu ebnen. Vor allem mit qualifiziertem Fachpersonal wurde einer humanen Psychiatrie zum Durchbruch verholfen“, erklärte Krankenhausdirektor Uwe Böttcher. Rund 9.000 Patienten werden im Jahr hier behandelt.

Gebet am „Ort des Erinnerns“

Zum Bezirksklinikum Mainkofen gehört auch der „Ort des Erinnerns“, der an die Opfer der Psychiatrie während des Nationalsozialismus 1934-1945 erinnert. Es sei das dunkelste Kapitel in der über 100jährigen Geschichte des Klinikums, stellen die Klinikleiter klar. Zwei Jahre wurde an der Gedenkstätte, dem Ort der Stille auf dem ehemaligen Friedhofsgelände, gebaut, gestaltet und schließlich 2014 eröffnet. Hier soll ein bewusstes Erinnern ermöglicht werden an alle Opfer, die Unmenschliches erleiden mussten. Bischof Rudolf trug sich hier in das Gedenkbuch ein, nachdem er für die Opfer gebetet hatte. Seinen Wunsch, dass wir alle aus der Geschichte lernen, bekräftigte er damit: „Jeder Mensch hat als Bild Gottes eine unzerstörbare Würde“.

Bischof Rudolf besuchte auch den "Ort des Erinnerns", der auf die Opfer des Nationalsozialismus verweist.

Im Anschluss traf Bischof Rudolf Patienten der Einrichtung. Eine Patientin erklärte dem Oberhirten: „Wenn ich den Glauben nicht hätte, könnte ich gar nicht leben“. Der Rundgang durch das weitläufige Parkgelände endete in der Dreifaltigkeitskirche, wo der Bischof mit den Geistlichen, der Klinikleitung, den Mitarbeitern, Patienten und Vertretern aus Politik Gottesdienst feierte. Vom Evangelium des Barmherzigen Samariters schlug er die Brücke zum Bezirksklinikum. Er dankte allen im medizinischen, pflegerischen, verwaltungstechnischen und hauswirtschaftlichen Bereich Tätigen für ihr Engagement und das „Samaritersein“ in der Klinik. „Wir sind hier in der Dreifaltigkeitskirche Mainkofen, in der Herberge des barmherzigen Samariters, egal ob mit oder ohne Krankenakte“, betonte der Bischof und wünschte allen die Stärkung zum Samariterdienst für alle Menschen, denen wir begegnen.

 

Text und Fotos: Irmgard Hilmer/jas