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Zur Neuigkeit
Bischof-Michael-Wittmann-Stiftung: Pontifikalmesse in Amberg
Ein bleibendes Werk der Nächstenliebe
Amberg / Regensburg, 22. Dezember 2025
Mit einem feierlichen Pontifikalgottesdienst hat die Pfarrei St. Michael in Amberg an das 25-jährige Bestehen der Bischof-Michael-Wittmann-Stiftung erinnert. Zu diesem Anlass war Bischof Dr. Voderholzer aus Regensburg eigens angereist, um gemeinsam mit zahlreichen Gläubigen zu feiern. Die Stiftung steht seit einem Vierteljahrhundert für gelebte Nächstenliebe und konkrete Hilfe für Kinder, Frauen und Familien in Not.
Am vierten Adventssonntag erinnerte die Pfarrei St. Michael in Amberg mit einem festlichen Pontifikalgottesdienst an das 25-jährige Bestehen der Bischof-Michael-Wittmann-Stiftung. Der Regensburger Oberhirte, der der Familie Wittmann persönlich verbunden ist, feierte den Gottesdienst im weihnachtlich geschmückten Gotteshaus St. Michael auf der sogenannten D-Programm-Anhöhe, einem in den 1960er-Jahren im Rahmen des kirchlichen „D-Programms“ – das „D“ steht für „Diaspora“ – errichteten Sakralbau der Nachkriegszeit. Bereits zu Beginn bezeichnete Bischof Rudolf diese Stiftung als „großen Segen“.
Gegründet wurde die Stiftung am 11. Januar 2000 durch den Bischöflich Geistlichen Rat und begnadeten Seelsorger Heiner Wittmann (1928 – 2017); die staatliche Genehmigung erfolgte am 26. Januar 2000 durch die Regierung der Oberpfalz. Die Stiftung steht im geistigen Vermächtnis des Bischofs Michael Wittmann, der von 1760 bis 1833 lebte und seit seinen Lebzeiten als „Vater der Armen“ verehrt wird. Speziell daran erinnerte Bischof Dr. Voderholzer auch in seinen Eingangsworten.
Heiner Wittmann habe mit der Stiftung bewusst ein Werk der Nächstenliebe schaffen wollen – eine Hilfe „mit nie versiegender Quelle“ für Kinder, Frauen und Familien in Notlagen. Dieser Wille ist auch in den Stiftungs- und Archivunterlagen festgehalten. Entsprechend widmete der Gründer die Stiftung dem Sozialdienst katholischer Frauen e. V. (SkF) in Amberg, dessen Arbeit dadurch nachhaltig unterstützt werden sollte, auch über sein eigenes irdisches Leben hinaus. Diese Intention bestätigte auch die 92-jährige Schwester des Gründers, Maria Geis-Wittmann. Ihr Bruder habe sich in seinem priesterlichen Wirken in besonderer Weise auch um Menschen mit Behinderungen angenommen. Die Stiftung sei für die Arbeit des SkF „Gold wert“, da durch sie konkretes soziales Engagement ermöglicht werde.
Gottesdienst, Predigt, Ausblick
Pfarrer Alois Berzl, Pfarradministrator von St. Michael, begrüßte Bischof Dr. Voderholzer sowie die zahlreichen Mitfeiernden. Der Regensburger Oberhirte zeigte sich erfreut über die Anwesenheit von Vertretern der Stadt Amberg, der kommunalen Gremien sowie zahlreicher Geistlicher aus der Region, darunter Dekan Thomas Helm und Regionaldekan Markus Brunner. Trotz der vorweihnachtlichen Zeit hätten sie sich die Zeit für den Festgottesdienst genommen. Der Stiftung der beiden „Witt-Männer“ dankte Bischof Rudolf für 25 Jahre segensreiches Wirken und betonte, dass der Bedarf an Unterstützung für Frauen in Not unvermindert bestehe.
In seiner frei gehaltenen Predigt griff Bischof Dr. Voderholzer das Weihnachtsgeschehen auf und verwies auf die Heilige Familie, deren Lebenspläne durch Gottes Wirken durchkreuzt wurden. Mit Blick auf die Stiftung betonte der Regensburger Oberhirte, dass insbesondere der Prozess einer Adoption sowohl menschlicher Umsicht als auch des göttlichen Segens bedürfe. Der Sozialstaat könne heute nicht alles leisten; private Hilfe und soziale Unterstützung seien daher unverzichtbar.
Am Ende des Gottesdienstes sprach Bischof Rudolf allen Beteiligten und Engagierten seinen Dank aus. Ein besonderes „Vergelt’s Gott“ richtete Bischof Dr. Voderholzer an den Stiftungsvorsitzenden Alfons Kurz, der auch künftig ein verlässlicher Anker der Stiftung sei, an Vorstandsmitglied Josef Beer sowie an Maria Geis-Wittmann. Der Gottesdienst endete mit dem Adventslied „Maria durch ein Dornwald ging“. Die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes übernahmen Bernhard Müller an der Orgel sowie Franz Badura an der Trompete.
Im Anschluss fand im Pfarrsaal der gesellschaftliche Teil des Jubiläums statt. In zahlreichen Gesprächen stand der Wille des Gründers im Mittelpunkt: Die Stiftung solle stets ein Werk der Nächstenliebe und eine nie versiegende Quelle der Hilfe für Menschen in Not bleiben. Vorstandsmitglied Josef Beer zeigte sich dankbar und zuversichtlich, dass mit dem bestehenden Grundstockvermögen auch künftig die Arbeit des Sozialdienstes katholischer Frauen in Amberg, insbesondere im Bereich Adoption, im Sinne des Gründers gesichert sei. Entsprechend prägten Dankbarkeit und berechtigter Frohsinn die Begegnungen.
Text: Michael Götz
(SG / sig)




