News Bild Bischof Gerhard Ludwig würdigt Eustachius Kugler als Zeugen der Wahrheit und Liebe Christi

Bischof Gerhard Ludwig würdigt Eustachius Kugler als Zeugen der Wahrheit und Liebe Christi

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(pdr) Anlässlich des Todes des Frater Eustachius Kugler vor 60 Jahren hat Bischof Gerhard Ludwig in der Krankenhauskirche St. Pius im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Regensburg ein Pontifikalamt gefeiert. Der Ehrwürdige Diener Gottes Frater Eustachius war Mitglied des Hospitalordens der Barmherzigen Brüder des heiligen Johannes von Gott, dem er auch als Ordensprovinzial diente. Am 15. Januar 1867 war Josef Kugler in Neuhaus bei Nittenau in der Diözese Regensburg geboren worden. Der Provinzial der bayerischen Provinz der Barmherzigen Brüder, Frater Rudolf Knopp, drückte seine Freude über die Anwesenheit von Bischof Gerhard Ludwig aus: „Wir sehen darin eine Wertschätzung, dass Sie mit uns diesen Tag begehen.“
Der Regensburger Bischof grüßte über die Gläubigen in der Piuskirche hinaus die Kranken des Hauses, die das Pontifikalamt über das Hausfernsehen mitverfolgten. Die Chorgemeinschaft St. Fidelis sang die Cäcilienmesse von Charles Gounod für Soli, Chor und Orchester unter der Leitung von Reinhard Stegmaier.
In seiner Predigt nannte Bischof Gerhard Ludwig den Ehrwürdigen Diener Gottes einen Zeugen der Wahrheit und der Liebe Christi. Von innerem Mitleid ergriffen, habe er sein Leben durch persönlichen Einsatz und mit seinem ganzen Organisationstalent in den Dienst der kranken, behinderten, marginalisierten und im Herzen verwundeten Menschen gestellt. Wenn die Heiligkeit Gottes derart Platz greift, dann sei dies ein Zeichen der Hoffnung, dass die Liebe Gottes stärker als das Böse ist. Dass Gottes Liebe das Böse überwindet, sei auch die Überzeugung des Frater Eustachius gewesen. Der Bischof rief dazu auf, den Begriff des Opfers nicht, wie in der Wohlstandsgesellschaft heute üblich, negativ zu sehen, sondern mit einem positiven Inhalt zu füllen. Es gehe darum, sich in der Nachfolge Jesu Christi mit seinen Fähigkeiten den Menschen zuzuwenden, die ihrer bedürften. In diesem Sinne habe sich Jesus, der kein Wundertäter in einem äußerlichen Sinne gewesen sei, selber hingegeben. Und von dieser Mitte her gelte es, den Auftrag des Priestertums, der Ordenschristen und der Laien neu zu verstehen. Deshalb sei es nötig, sich an Eustachius Kuglers Leben ein Beispiel zu nehmen, um die Sendung der Kirche ganz zu verinnerlichen. Der Diener Gottes habe in tiefem Gottvertrauen mutige Schritte in die Zukunft getan. Mit Bezug zur Enzyklika „Deus Caritas est“ von Papst Benedikt XVI. sagte Bischof Gerhard Ludwig, die Diakonie sei ein Wesensvollzug der Kirche Gottes, bei dem es nicht vorrangig um das Organisatorische gehe, sondern darum, dass die Liebe Gottes unmittelbar erfahrbar werde.
Im Festakt, der auf das Pontifikalamt folgte, warf Professor Dr. Karl Hausberger Streiflichter auf die Entwicklung der bayerischen Klosterlandschaft von der Restauration unter Ludwig I. bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts. Damit würdigte er das religiös-spirituelle Umfeld von Frater Eustachius Kugler. Der Tugend- und der Wunderprozess zur Seligsprechung des Fraters ist in der Diözese Regensburg abgeschlossen. Nach der Unterzeichnung des Tugenddekrets am 19. Dezember 2005 in Rom - Kugler trägt seitdem den Titel Ehrwürdiger Diener Gottes - wird nun auf einen baldigen erfolgreichen Abschluss des Seligsprechungsverfahrens in Rom gehofft. Dazu ist die Anerkennung des Wunders nötig. (ven)



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