News Bild Bischof Gerhard Ludwig Müller protestiert gegen Herabwürdigung des Priesterstandes

Bischof Gerhard Ludwig Müller protestiert gegen Herabwürdigung des Priesterstandes

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(pdr) Bischof Gerhard Ludwig Müller, Protektor des Vereins für Regensburger Bistumsgeschichte, hat während der Jahresversammlung am Donnerstag in der Bischöflichen Zentralbibliothek Regensburg die Verschränkung von Ortskirchen- und Weltkirchengeschichte betont. Bestes Beispiel dafür sei der Besuch des Heiligen Vaters im vergangenen Jahr in Regensburg, der „eines der bedeutendsten, wenn nicht sogar das bedeutendste Ereignis in der Geschichte der Ortskirche von Regensburg ist“. Der neue Schwung und die Identifikation mit dem katholischen Glauben und der Kirche sollten in der kommenden Stadtmission weitergegeben und vertieft werden, so Bischof Gerhard Ludwig. „So können wir uns für die neuen Herausforderungen der breit wirkenden Säkularisierung rüsten.“ Der Bischof betonte, dass die Kirche keine „rein menschliche, sondern vor allem eine sakramentale, von Gott her kommende Einrichtung ist“. So seien die Priester keine verbeamteten Diener einer von Menschen geschaffenen religiösen Institution.

Wie schon zu Zeiten von Abt Rupert Kornmann während der Säkularisation vor 200 Jahren gelte es auch heute gegen die Herabwürdigung des Priesterstandes zu protestieren, sagte Bischof Gerhard Ludwig. Vor wenigen Tagen wurde öffentlich behauptet, in den Priesterseminaren säßen nur noch solche Kandidaten, „die wir früher nicht rein gelassen oder schnell wieder rausgeschmissen hätten“. In 20 Jahren gebe es dann einen Klerus, "den ich mir dann Gott sei Dank nicht mehr anschauen muss". Außerdem wurde zu einer „neuen Kultur des Verweigerns“ aufgerufen.

„Vor allem in solchen Herabwürdigungen wurzelt der Priestermangel“, so Bischof Gerhard Ludwig. Er rief die Mitglieder des Vereins für Bistumsgeschichte dazu auf dem entgegenzutreten und kündigte an, mit allen zu Gebote stehenden Mitteln gegen solche Ehrverletzungen gegenüber dem Regensburger Klerus und den Alumnen des Priesterseminars vorzugehen.

Anschließend bestätigte die Mitgliederversammlung Mons. Dr. Paul Mai als ersten Vorsitzenden sowie Prof. Dr. Karl Hausberger als zweiten Vorsitzenden. Kassier ist Prälat Dr. Max Hopfner, Schriftführer Dr. Werner Chrobak. Bischof Gerhard Ludwig bestätigte die Vorstandschaft. Außerdem würdigte er den neuen Band 41 der „Beiträge zur Geschichte des Bistums Regensburg“ sowie den diesjährigen Beiband „Abt Rupert Kornmann von Prüfening (1757-1817)“. (ven)