News Bild Bischof Gerhard Ludwig feierte eine Messe mit den Emeriti des Bistums

Bischof Gerhard Ludwig feierte eine Messe mit den Emeriti des Bistums

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(pdr) Im Bistum Regensburg gibt es eine große Zahl an bewährten Geistlichen, die ein Leben lang treu ihrem Dienst als Priester nachgegangen sind und die auch nach dem Eintritt in den Ruhestand als Priester in der Seelsorge mitwirken. Als Zeichen der Verbundenheit mit diesem Schatz der Diözese hat Bischof Gerhard Ludwig Müller in der Kirche Albertus Magnus des Bildungshauses Schloss Spindlhof die Heilige Messe zusammen mit rund 40 emeritierten Pfarrern gefeiert. Konzelebrant war der Sozialpfarrer des Bistums, Dr. Roland Batz. Diakon Dr. Sigmund Bonk, Direktor des Bildungshauses, assistierte. Prälat Dr. Konrad Baumgartner, Rektor der Albertus-Magnus-Kirche, begrüßte die Emeriti.
Seine innere Verbundenheit mit den Emeriti brachte Bischof Gerhard Ludwig auch in der Predigt zum Ausdruck. Er erklärte, er freue sich, mit den Priestern im Ruhestand zusammen treffen. Jeder einzelne habe eine eigene Geschichte zu erzählen. „Die Einheit der Kirche besteht in der Vielfältigkeit der Personen, die aufeinander bezogen sind“, so der Bischof. Dass in den Medien immer wieder behauptet werde, die Kirche stecke in einer Krise, sei eine Falschbewertung der Situation. Denn wer die Geschichte betrachte, könne erkennen, dass „die Kirche immer in einer Krise war und auch jeder Glaubende ist es zu jeder Zeit“. Die Grundentscheidung für Gott müsse immer wieder neu erkämpft werden.
Zwar seien die Emeriti von der Last des Amtes befreit, nicht jedoch des Geschenks des Weihesakraments beraubt. „Das prägt uns innerlich und unterscheidet uns von einem weltlichen Beruf. Bei uns ist es Berufung. Christus eignet sich uns ganz an, indem wir uns ihm übereignen, und handelt durch uns“, sagte der Bischof. Christus sende die Priester aus gegen die zerstörerische Macht des Bösen mit der Vollmacht, das Evangelium zu verkünden. Zwar stelle die Berufung zum Priestertum große Anforderungen an den Menschen, da sie die Gestaltung des ganzen Lebens beeinflusse, nicht zuletzt durch den Verzicht auf Ehe und Familie. Bischof Gerhard Ludwig appellierte an die Emeriti, auch weiterhin Vorbild in glaubensmäßiger und moralischer Hinsicht zu sein. Er erinnerte an die schwierige Zeit, die die Kirche im vergangenen Jahr durchlebt habe. „0,4 Prozent der Priester seit 1945 haben sich in bestimmter Weise schuldig gemacht. 99,6 Prozent sind untadelig und haben einen guten Dienst geleistet und tun dies bis heute“, stellte der Bischof fest, „aber die öffentlich gelenkte Aufmerksamkeit ist umgekehrt proportional.“