News Bild Bischof Gerhard Ludwig feiert Pontifikalgottesdienst zum Abschluss der Kirchenrenovierung in Bodenkirchen und segnet den neuen Altar

Bischof Gerhard Ludwig feiert Pontifikalgottesdienst zum Abschluss der Kirchenrenovierung in Bodenkirchen und segnet den neuen Altar

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Zum Abschluss der umfassenden Innenrenovierung der Pfarrkirche St. Johannes der Täufer in Bodenkirchen, Landkreis Landshut, feierte Bischof Gerhard Ludwig Müller am Sonntag mit zahlreichen Gläubigen einen festlichen Pontifikalgottesdienst und segnete dabei Ambo und Altar in der neu gestalteten Werktagskapelle. Sieben Kommunionkinder hießen den Bischof vor dem Kirchenportal mit Gedichten und einem selbstgemachten Geschenk willkommen. Pfarrer Clemens Voss sprach von einem glücklichen Tag für die ganze Pfarrei nach der umfassenden und sehr gelungenen Innenrenovierung der Pfarrkirche. Der Gottesdienst sei nicht nur ein äußeres Geschehen, sondern eine innere Verbindung mit Christus in seiner wahrhaften Gegenwart.

Mit dem Segensgebet, Weihwasser und Weihrauch segnete der Bischof den neuen Altar und übergab ihn seiner Bestimmung. „Der Altar ist das Herzstück einer jeden Kirche, auf ihm vollzieht sich bei der Eucharistiefeier das Geheimnis des Glaubens, die Verbindung zu Gott. Hier wird die tiefe Liebe Gottes zu den Menschen durch Jesus Christus offenbar“, verkündete der Bischof den Gläubigen. Bei der Gabenprozession überreichte der Pfarrgemeinderat dem Bischof den Erlös des Fastenessens für ein Projekt in Peru. Am Ende des Pontifikalgottesdienstes, den der Kirchenchor Bonbruck feierlich gestaltete, dankte Pfarrer Voss dem Bischof, Architekt Franz Steinberger, dem Bischöflichen Baudirektor Paul Höschl und den begleitenden Diözesanarchitekten Michael Feil (bis 2009) und Regina Schober, der Kirchenverwaltung mit Kirchenpflegerin Elisabeth Hennrich, allen ehrenamtlichen Helfern und der ganzen Pfarrgemeinde für die gute Zusammenarbeit. Beim Empfang im Pfarrheim trug sich der Bischof in das Goldene Buch der Gemeinde Bodenkirchen ein und nahm die Gelegenheit wahr, mit den Menschen der Pfarrei ins Gespräch zu kommen. Viele Kinder freuten sich, am Nachmittag den Bischof persönlich zu treffen. Ganz andächtig empfingen sie seinen Segen mit der Handauflegung.

Die neu renovierte Pfarrkirche, ursprünglich um 1500 als einschiffiges gotisches Bauwerk mit Apsis geschaffen, wurde 1965 an der Nordseite mit einem großen Kirchenraum, rechtwinklig zum Langhaus, erweitert. Der Chorraum der alten Kirche verlor durch die Ausrichtung auf den Volksaltar im neu geschaffenen Kirchenraum seine Funktion. Im Zentrum der umfassenden Innenrenovierung von April 2011 bis März 2012, die bereits seit 2009 in Planung war, stand daher eine Neuordnung, die im Wesentlichen die Errichtung einer neuen Empore und die Umgestaltung des gotischen Chors zu einer Werktagskapelle umfasste. Hier wurde eine gesamte neue, zeitgemäße Gestaltung gewählt. Altar, Ambo und Vorsitz sind aus dunkel patinierten Bronzeplatten. Das Gestühl in dunkel gebeizter Eiche erzeugt eine homogene Wirkung. Räumlich ist die Werktagskapelle mit einem zweiteiligen goldfarben glänzenden Bronzegewebe von der Hauptkirche getrennt. Der Zugang erfolgt über das Langhaus, in dem der historische Taufstein im Achsenkreuz der beiden Kirchenräume steht.