News Bild Bischof Gerhard Ludwig beim Jubiläum der Schwangerenberatung in Weiden

Bischof Gerhard Ludwig beim Jubiläum der Schwangerenberatung in Weiden

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(pdr) Anlässlich des Bestehens der katholischen Schwangerenberatung in Weiden seit 25 Jahren hat Bischof Dr. Gerhard Ludwig Müller in der vollbesetzten Weidener Stadtpfarrkirche St. Josef ein Pontifikalamt gefeiert. Zusammen mit einem jungen Mädchen begrüßte die Leiterin der Beratungsstelle, Ursula Malterer, den Regensburger Bischof an den Stufen des Altars. Die Beratungsstelle war 1982 von Bischof Dr. Rudolf Graber eingerichtet worden. Allein 2006 wurden über 2000 Beratungsstunden geleistet. Das Wirken der Einrichtung erstreckt sich auch auf die konkrete Hilfe für Frauen nach der Geburt ihres Kindes.

Bischof Gerhard Ludwig nannte das Jubiläum einen „Anlass, in Dankbarkeit zurückzuschauen“. Allein das Bistum Regensburg gebe jährlich eine Million Euro aus Kirchensteuern für die Beratung der Schwangeren aus. In ganz Bayern sind es bis zu neun Millionen Euro, zu denen das Engagement kommt, das von Ehrenamtlichen für Schwangere geleistet wird. „Besonders Schwangere und junge Paare bedürfen unserer Solidarität“, so der Bischof. Die Beziehungen zwischen Eltern und Kind dürften nicht für politische Zwecke missbraucht werden, Kinder würden in erster Linie um ihrer selbst willen erzogen, nicht um später Rentenzahler zu haben.

Der Bischof wandte sich dagegen, dass der Staat der Kirche vorschreibt, wo und in welcher Form sie sich zu engagieren habe. „Die Kirche definiert sich von Gott her, der Staat ist eine menschliche Einrichtung.“ Der Kirche aber komme die volle Berechtigung zu, ins gesellschaftliche Leben einzugreifen und die Menschenwürde zu verteidigen. „Sie ist für uns nicht nur ein hehres Programm, sondern wird, wie dies in Weiden seit 25 Jahren der Fall ist, ganz konkret umgesetzt.“

Domkapitular Monsignore Bernhard Piendl, Leiter des Referats Caritas im Bischöflichen Ordinariat, erklärte, aller Einsatz für die Menschen nehme seinen Ausgang in der Feier der Eucharistie. „Dass Sie mit uns die Heilige Messe gefeiert haben, ist Ermutigung und Motivation, weiter auf diesem Feld zu wirken.“ (ven)