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Zur Neuigkeit
Bischof Dr. Rudolf Voderholzer überreicht künftigen Katechisten die Teilnahmebestätigungen
Den reichen Gebetsschatz der Kirche pflegen
Regensburg, 14. Juli 2026
Gebet, Gemeinschaft und die Weitergabe des Glaubens standen im Mittelpunkt des letzten Kurstages der angehenden Katechistinnen und Katechisten im Exerzitienhaus Werdenfels. Bischof Dr. Rudolf Voderholzer würdigte ihren Einsatz und ermutigte sie, den reichen Gebetsschatz der Kirche in die Pfarreien hineinzutragen.

Die Pflege der reichen Gebetstraditionen empfahl Bischof Dr. Rudolf Voderholzer den künftigen Katechistinnen und Katechisten als Aufgabe. Bei der Vesper im Rahmen der Übergabe der Teilnahmebestätigungen an die 17 Frauen und Männer im Alter zwischen 25 und 65 Jahren im Exerzitienhaus Werdenfels verdeutlichte der Oberhirte diesen Gedanken und vertiefte ihn anhand des Wirkens des Tagesheiligen Benedikt von Nursia und des heiligen Albertus Magnus.
Seit Herbst 2024 befinden sich die 17 Frauen und Männer aus dem gesamten Bistum in der Katechistenausbildung; fünf von ihnen wurden aus anderen Ausbildungssystemen – der Hochschule Heiligenkreuz und dem Haus St. Ulrich Hochaltingen – übernommen. Grundlage dafür waren von Papst Franziskus initiierte neue Strukturen in der Katechistenausbildung. „Die Kursteilnehmerinnen und -teilnehmer gehören ganz verschiedenen Berufen an und haben so unterschiedliche Zugänge zum Glauben und zur Spiritualität“, informierte Pastoralreferent Wolfgang Stöckl, Bischöflicher Beauftragter für die Katholische Erwachsenenbildung und Leiter der Abteilung Katholische Erwachsenenbildung. In dieser Abteilung ist die Katechistenausbildung angesiedelt; inzwischen ist dies der dritte Kurs.
Vielfältige künftige Einsatzfelder
An diesem letzten Kurstag standen die Präsentation von Praxisbeispielen und -projekten sowie der Austausch darüber unter den Kursteilnehmern im Mittelpunkt. Dem Bischof teilten sie auch gerne mit, in welchen Bereichen sie tätig sein werden: Alphakurse, Besuchsdienste in Seniorenheimen und Krankenhäusern, Bibelkreise und -kurse, Erstkommunion- und Firmvorbereitung, Erwachsenenkatechese, Kinder- und Ministrantenarbeit, KLJB, musikalische Angebote, Pastoral mit jungen Erwachsenen und Eltern, Pilgerwege und -begleitung sowie Schriftlesung. Ein Besinnungstag im Oktober wird die Ausbildung abschließen, ehe im November die offizielle Beauftragung erfolgt.
Ein Beispiel aus seinem erst kürzlich absolvierten Pastoralbesuch in Riekofen schilderte Bischof Rudolf. Dort hatten die Ministranten die Kerzen für die Apostelleuchter gestaltet. „Solche Aktionen sind gut zur Hinführung zu unterschiedlichen Themen wie Kirchenausstattung, Bibelarbeit, Kirchenjahr, Gedenktage usw. geeignet“, verdeutlichte der Regensburger Oberhirte. Danach überreichte er die Teilnahmebestätigungen und stieß mit den Frauen und Männern auf den Abschluss des Kurses an.

Die vielfältigen liturgischen Formen wahren
In seiner Predigt bei der abschließenden Vesper erinnerte der Diözesanbischof an den heiligen Benedikt von Nursia, den Tagesheiligen, und an den heiligen Albertus Magnus. Im Umfeld des Gedenktages des heiligen Albertus Magnus wird im November die Aussendungsfeier stattfinden. Den heiligen Benedikt von Nursia würdigte Bischof Voderholzer als „Vater des abendländischen Mönchtums“ und als „Patron Europas“. Er verwies auf die bis heute bekannte „Regula Benedicti“. Diese von Klugheit und Ausgewogenheit geprägte Regel für das Zusammenleben bildet die Grundlage aller auf Benedikt zurückgehenden Ordensgemeinschaften. Bekannt ist sie vor allem durch den Grundsatz „Ora et labora“.
Zudem seien die Benediktinerklöster stabilisierende Pole in der Umbruchzeit von der Spätantike zum frühen Mittelalter, ja „geistlich-geistige Kraftwerke“ mit Schulen, Apotheken und Bibliotheken gewesen. Bischof Rudolf verwies auch auf vier historische Benediktinerklöster in Regensburg: St. Emmeram, Prüfening, St. Jakob und Prüll, das später zur Kartause wurde. Die Pflege des Kirchengesangs in den Klöstern nahm er zum Anknüpfungspunkt, um den künftigen Katechistinnen und Katechisten auch die liturgische Form der Vesper ans Herz zu legen – nicht nur untereinander, sondern für alle in den Pfarreien. „Wir sollten im großen Gebetsschatz der Kirche daheim sein, den voreucharistischen Gottesdienst zumindest an den Festtagen pflegen“, motivierte er. Mit Blick auf den heiligen Albertus Magnus verwies er auf dessen Wirken in den Naturwissenschaften und natürlich auf dessen zwei Jahre als Bischof von Regensburg.

Text und Fotos: Markus Bauer
(SG / sig)




