News Bild Bischof Dr. Rudolf Voderholzer feierte Eröffnungsgottesdienst bei Kongress „Freude am Glauben“

Bischof Dr. Rudolf Voderholzer feierte Eröffnungsgottesdienst bei Kongress „Freude am Glauben“

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Bischof Dr. Rudolf Voderholzer hat am vergangenen Freitag, 14. Juni, den Eröffnungsgottesdienst beim Kongress „Freude am Glauben“ im Ingolstädter Marienmünster gefeiert. In der Predigt während des Pontifikalamts wies er auf die beiden Parallelen „Christus – Kirche“ sowie „Mann – Frau“ hin. Dies werde beim Ehesakrament deutlich, wonach die Ehe zwischen Mann und Frau Abbild der Beziehung Christi zu seiner Kirche ist. Diese Beziehung von Christus und Kirche komme auch wesentlich beim katholischen Verständnis des besonderen Priestertums zum Tragen: Der Priester repräsentiere Christus als Bräutigam der Kirche. Folglich müsse der Priester ein Mann sein. Dass eine Priesterweihe für Frauen nicht möglich sei, schließe allerdings keinesfalls „aus, dass die Kirche und alle ihre Glieder jedem Menschen mit Hochachtung begegnen, ganz gleich, welche biologischen oder psychischen Besonderheiten er hinsichtlich seines Geschlechtes aufweist. Jeder Mensch ist ein Geschöpf Gottes“. Gleichwohl habe die „grundsätzliche Infragestellung der in der Schöpfung gegebenen Bezogenheit von Mann und Frau aufeinander nicht nur erhebliche anthropologische Folgen, sondern auch theologische, insbesondere sakramententheologische Folgen“. Diese Sorge drücke auch das Gender-Dokument aus, das vom Vatikan unlängst veröffentlicht wurde. Die Gender-Ideologie hänge mit der von Papst Franziskus kritisierten „ideologischen Kolonisierung“ zusammen, durch die gerade über den Weg der Erziehung der Kinder und Jugendlichen die Schöpfungswirklichkeit untergraben wird“.

Zudem sprach Bischof Voderholzer im Ingolstädter Stadttheater ein Grußwort, in dem er den Kongress als wichtiges Forum des Austausches und der Begegnung, vor allem aber des gemeinsamen Ringens und Vertiefens des Glaubens“ würdigte. Zum Motto des Kongresses „Ohne Gott – keine Zukunft“ sagte der Bischof, es mache zu Recht deutlich, „dass die immer notwendige Erneuerung der Kirche nicht von einer Änderung von Strukturen zu erwarten ist, sondern von Bekehrung, von Hinkehr zu Gott, vom Hören auf sein Wort und von der Bemühung um Heiligkeit.“

Der Kongress „Freude am Glauben“ fand in diesem Jahr insgesamt zum 19. Mal
statt, erstmals in Ingolstadt. Er wird organisiert vom „Forum deutscher Katholiken“, das nach seinem Selbstverständnis „papst- und kirchentreue Katholiken unterschiedlicher Spiritualität und geistlicher Ausrichtung in katholischer Weite zu einem lockeren Verband zusammenführen“ will und „die Förderung der Verkündigung des katholischen Glaubens nach der Lehre der Kirche“ zum Zweck der Neuevangelisierung in unserem Land“ zum Ziel hat.