News Bild Bischof Dr. Rudolf Voderholzer feiert Heilige Messe im tschechischen Kladrau

Bischof Dr. Rudolf Voderholzer feiert Heilige Messe im tschechischen Kladrau

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Die Feier des Patroziniumsgottesdienstes zu Mariä Himmelfahrt in der Kloster- bzw. Schlosskirche zu Kladrau/Kladruby lässt sich der Regensburger Bischof Dr. Rudolf Voderholzer nicht nehmen. Seine Mutter stammte von dort, viele Jahre - auch schon vor der Übernahme des Hirtenamtes - hat er hier zu diesem Anlass die Eucharistie gefeiert. Heuer war dies am Spätvormittag des Sonntags nach dem traditionell am 15. August im Kalender stehenden Feiertag.

 

Es ist immer eine bunt gemischte Gruppe von Gläubigen: Vertriebene aus Kladrau und Umgebung bzw. Leute, die hier ihre Wurzeln haben - auch Angehörige der Familie und Verwandte von Bischof Voderholzer. Aber auch Interessierte, welche diese Kirche gerne besichtigen und hier Gottesdienst feiern wollen. Und natürlich tschechische Katholiken aus dem Ort bzw. der Pfarrgemeinde, die in diesem Gotteshaus die Sonntagseucharistie begehen wollen. 

 

Messe in Deutsch, Tschechisch und Latein

In seiner Begrüßung erinnerte Bischof Rudolf an die Verbindung zwischen dem kirchlichen Patrozinium Mariä Himmelfahrt und dem darauf gründenden Schlossfest in Kladrau. Ganz besonders hieß der Oberhirte den örtlichen Seelsorger Pater Miroslav Martiš willkommen, der zusätzlich als Übersetzer der Predigt ins Tschechische fungierte. Außer in Deutsch und Tschechisch wurde die Heilige Messe auch noch in lateinischer Sprache gefeiert.

Blick auf das Lebensziel des Menschen

Das Hochfest der Aufnahme der Gottesmutter Maria in den Himmel sei, so der Bischof in seiner Predigt, "wie ein kleines Osterfest im August oder wie eine Zusammenfassung des ganzen christlichen Glaubens selbst". Denn die Auferstehung, ohne die es weder unseren Glauben noch die Kirche gäbe, stehe deutlich sichtbar in den liturgischen Texten dieses Festtages. Bischof Voderholzer erinnerte daran, dass der Auferstehungstag Christi seither als "Tag des neuen Lebens, der Freude über die Auferstehung" gefeiert wird und dass "Jesus nicht für sich von den Toten auferstanden ist, sondern für uns Menschen und das Heil der Menschen", wie es im Credo heißt. Die Textpassage der Lesung, wo der Apostel Paulus im Korintherbrief über die Zugehörigkeit zu Christus spricht ("Erster ist Christus; dann folgen, wenn Christus kommt, alle, die zu ihm gehören"), interpretierte der Oberhirte dahingehend, dass Maria auf jeden Fall in die unmittelbare Rangfolge gehört: "Maria hat Jesus im Herzen und dann im Leib empfangen. Sie hat dem Engel gehorcht, hat Jesus zur Welt gebracht, aufgezogen, genährt und in das Gebet eingeführt", legte Bischof Rudolf dar. Er wies auch auf einige in der Bibel überlieferte Begegnungen zwischen Maria und Jesus hin - bis hin zu Jesu' Tod am Kreuz. "Niemand stand und steht Jesus näher. Daher hat sie auch als erste Anteil am Ostersieg Jesu Christi", führte der Oberhirte aus. 

 

Und er vertiefte seine Gedanken noch ein Stück. "Maria steht auch nicht für sich allein. Der Herr hat sie vom Kreuz herab uns allen zur Mutter gegeben. In ihrer Vollendung schauen wir auf unser eigenes Lebensziel, wenn wir so wie Maria Jesus Raum geben". Damit appellierte Bischof Voderholzer an die Zuhörer, ihr Leben in der Gemeinschaft mit Gott zu gestalten, um später im Himmel in Gemeinschaft mit Gott zu sein - das wäre dann eine vollendete Beziehung. "Zu einer liebenden Beziehung zu Gott und Christus sind wir alle berufen, d.h. ihn bezeugen und auch Raum geben in unserem Leben", fasste der Bischof die Botschaft des Festtages Mariä Himmelfahrt zusammen. Dessen seien sich auch die Vorfahren, die das Patrozinium "in dieser wunderbaren Kirche" gefeiert und später das Schlossfest begründet haben, bewusst gewesen.

 

Austausch von Erinnerungen

Ortspfarrer Pater Miroslav Martiš dankte am Ende des Festgottesdienstes Bischof Rudolf dafür, "dass Sie jedes Jahr hierher nach Kladrau kommen, woher Ihre Mutter stammt". Am Nachmittag war eine Andacht in der Kladrauer Pfarrkirche, bei der auch der Verstorbenen gedacht wurde. Natürlich war zwischendurch ausreichend Gelegenheit zum Austausch von Erinnerungen oder zum Besuch des Schlossfestes mit Musik und allerlei kulinarischen Schmankerln.