Bischof Beatus Urassa zu Besuch in Regensburg

Brücke des Glaubens zwischen Europa und Afrika


Regensburg 20. Oktober 2025

Am gestrigen Montag besuchte Bischof Dr. Beatus Christian Urassa, aus der Diözese Sumbawanga in Tansania, Afrika, Bischof Dr. Rudolf Voderholzer im Regensburger Ordinariat. Das Treffen begleiteten Generalvikar Dr. Roland Batz und Dompropst Dr. Franz Frühmorgen.

Bischof Dr. Beatus Urassa spricht vom Bistum Regensburg gern als seine „zweite Heimat“. Und das hat seinen guten Grund: Bevor Beatus durch Papst Franziskus im Jahr 2018 zum Bischof der Diözese Sumbawanga geweiht wurde, war er zwischen 2016 bis 2018 Pfarrvikar in Eslarn im Bistum Regensburg. Dort feierte er auch am vergangenen Kirchweihsonntag einen Gottesdienst und freute sich viele bekannte Gesichter wieder zu sehen. An die Jahre in Eslarn erinnert sich Bischof Beatus, der 1965 in Rombo/Tansania geboren und 1997 in Moshi zum Priester geweiht wurde, sehr gerne zurück. Die Zeit in Deutschland hatte dem studierten Philosophen und Theologen, der in Rom über die Spiritualität im Missionsauftrag der Kirche im Lichte der „redemptoris missio“ promovierte, nicht nur einen tiefen Einblick in eine andere Kultur eröffnet, sondern im Bistum Regensburg fand der damalige Pfarrvikar viele Freunde und Wegbegleiter, die auch heute noch Projekte in seiner Heimat Afrika finanziell unterstützen.

Bischof Beatus hatte bei seinem aktuellen Besuch einige aktuelle Fotos aus Tansania mitgebracht, um Bischof Rudolf, Generalvikar Dr. Roland Batz und Dompropst Dr. Franz Frühmorgen Projekte zu zeigen, die er – unter anderem auch durch Unterstützung aus dem Bistum Regensburg – in seiner Diözese bereits umsetzen konnte. Dazu gehören beispielsweise der Aufbau einer Schule, eines Internats sowie verschiedene soziale Einrichtungen. 

Begleitet wurde Bischof Beatus von Christa Fischer. Sie ist eine enge Vertraute des afrikanischen Oberhirten und kennt ihn seit 40 Jahren. Sie organisiert für ihn die Termine in Deutschland. Sie berichtete Bischof Rudolf von einem aktuellen Besuch in der Diözese Sumbawanga und wie sich die Situation der Hilfsprojekte vor Ort entwickelt. Bei diesem herzlichen Austausch der beiden Bischöfe lud Amtsbruder Dr. Beatus Urassa den Regensburger Oberhirten in sein Bistum nach Tansania ein, damit sich dieser selbst ein Bild der Einrichtungen machen könne. Bischof Rudolf freute sich sehr über diese Einladung nach Afrika und erwähnte dabei seinen Aufenthalt in Tansania vom 17. bis 23. November 2024. Hintergrund war unter anderem das Jubiläum der „Apostolic Life Community of Priests in the Opus Spiritus Sancti“ (ALCP/OSS), die ihr 50-jähriges Bestehen in diesen Tagen feierte. Die Gemeinschaft steht in Beziehung zum Bistum Regensburg, war es doch der Regensburger Priester Robert Ammer, der die damals junge Gemeinschaft bei ihrem Aufbau unterstützte. Im Rahmen des Pastoralbesuchs traf Bischof Rudolf aber auch Missionare aus der Heimat, die hier ihren seelsorglichen Dienst verrichten, besuchte Bildungseinrichtungen, caritative Institutionen und begegnete Geistlichen aus Tansania, die in der Vergangenheit als Seelsorger in der Diözese Regensburg tätig waren.


Nächstes Jahr wird das Bistum Regensburg der Ausrichter der sogenannten "missio campaign" sein. Dies ist eine Kampagne des internationalen katholischen Missionswerks Missio, das sich durch verschiedene Aktionen wie Spendenaufrufe und Jugendaktionen finanziert. Die „missio campaign“ zielt darauf ab, die Arbeit der Ortskirchen in Afrika, Asien und Ozeanien zu unterstützen, indem sie Spendengelder für Projekte und Hilfsleistungen sammelt. Das Partnerland wird bei dieser Kampagne Madagaskar sein. Bischof Rudolf wird mit einer Abordnung von Missio nach Madagaskar reisen, um sich unter anderem einige Hilfseinrichtungen vor Ort anzuschauen. Diese Gelegenheit möchte der Regensburger Oberhirte nutzen, um evtl. auch einen Abstecher nach Tansania zu machen, um die Einrichtungen von Bischof Dr. Beatus in dessen Diözese Sumbawanga zu besuchen.

Text und Fotos: Christian Beirowski
(jas)



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