News Bild Bischöfe eröffnen Jakobswegausstellung der KEB in der Kathedrale in Pilsen

Bischöfe eröffnen Jakobswegausstellung der KEB in der Kathedrale in Pilsen

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Am 1. Oktober haben der Pilsener Bischof Frantisek Radkovsky und Bischof Rudolf Voderholzer aus Regensburg gemeinsam in der St. Bartholomäus-Kathedrale in Pilsen die Jakobswegausstellung der Katholischen Erwachsenenbildung (KEB) „Von der Moldau an die Donau“ eröffnet. Unter der Leitung des Bischöflichen Beauftragten für Erwachsenenbildung  und 1. Vorsitzenden der KEB im Bistum Wolfgang Stöckl, nahmen rund 40 ehrenamtlich in der KEB engagierte an der Eröffnung teil.

 

Die Ausstellung ist ein Beitrag zu den Spanischen Kulturwochen in Pilsen und ein Programmpunkt zu „Pilsen Kulturhauptstadt Europas 2015“. Vor diesem Hintergrund nahmen zahlreiche diplomatische Vertreter aus Spanien und Lateinamerika sowie der Stadt Pilsen an der Veranstaltung teil. Nach der Eröffnung der Ausstellung wurden die Spanischen Kulturwochen mit der „Misa criolla“ von Ariel Ramirez offiziell begonnen. Es sang der Chor des Erzbischöflichen Gymnasiums Prag unter der Leitung von Igor Angelov, der von der Gruppe „Ritmo Latino“ aus Prag unterstützt wurde. Die Ausstellung mit 30 Fotos von Gerald Richter, Michael Jaumann und Gregor Tautz ist von Dienstag bis Samstag noch bis zum 28.Oktober zu sehen.

 

Der Pilsener Bischof berichtete in seiner Ansprache, dass immer öfter Menschen bei ihm um den Pilgersegen für den Weg nach Santiago de Compostela bitten. Er erinnerte daran, dass erst nach dem Fall des Eisernen Vorhangs überhaupt für Bürger aus Tschechien die Jakobspilgerfahrt wieder möglich geworden sei und der Weg nun Böhmen und Bayern wieder verbinde. Auch Bischof Rudolf Voderhozer hob hervor, dass der Jakobsweg, aber auch viele kleine Wallfahrten entlang der Grenze, wie ein Reißverschluss Böhmen und Bayern verbinden.

Gregor Tautz von der KEB, der die Ausstellung im letzten Jahr anlässlich des Katholikentages konzipiert hatte, rief in Erinnerung, dass ein Großteil der Bilder bei gemeinsamen Jakobswanderungen von Tschechen und Deutschen entstanden seien. Mit der Ausstellungseröffnung in Pilsen anlässlich der Spanischen Kulturwochen und der Kulturhautstadt Europas weite sich der Horizont über die bayerisch-böhmische Verbundenheit hinaus nach Europa. „Das Leben des Menschen ist ein Weg. Das Leben des Menschen ist Begegnung. Das Leben des Menschen hat ein Ziel. Das nicht nur theoretisch zu wissen, sondern leibhaftig zu erfahren oder besser zu ´ergehen´, das macht heute die Faszination der Jakobswege aus“, deutete er die Anziehungskraft des Pilgerns.

 

Sein besonderer Dank galt dem Netzwerk der  Organisatoren, ohne das weder die Ausstellung, noch die deutsch-tschechischen Jakobswanderungen möglich gewesen wären: den Kulturfestivals in Regensburg und Pilsen, der KEB, der fränkischen St. Jakobusgesellschaft, der tschechischen Jakobusgesellschaft „Ultreia“, und dem galizischen „Xacobeo“.