News Bild „Bildung ist hohes Gut für junge Menschen“ - Bischof Gerhard Ludwig Müller besucht BMW-Werk in Landshut-Ergolding

„Bildung ist hohes Gut für junge Menschen“ - Bischof Gerhard Ludwig Müller besucht BMW-Werk in Landshut-Ergolding

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Im Rahmen der Betriebsseelsorge besuchte Bischof Gerhard Ludwig Müller das BMW-Werk in Landshut-Ergolding. Der Betrieb ist bereits seit 1967 integraler Bestandteil im Produktionsnetzwerk der BMW Group. Die hier gefertigten Komponenten werden an die weltweiten Motoren- und Automobilwerke geliefert und kommen in nahezu allen Fahrzeugen der BMW Group zum Einsatz - von den Motorrädern über die BMW Automobile bis zum Formel 1 Rennwagen. Rund 3.300 Mitarbeiter produzieren Zylinderköpfe und Kurbelgehäuse aus Leichtmetallguss, Instrumententafeln, Stoßfänger, Kunststoffkomponenten für das Interieur und Exterieur sowie Gelenkwellen und Austauschmotoren.

Nach der Begrüßung durch Standortleiter Josef Westermaier und den Betriebsratsvorsitzenden Willibald Löw besichtigte der Regensburger Oberhirte das ansässige Berufliche Aus- und Weiterbildungszentrum. Der Standort Landshut fördert derzeit 85 Auszubildende und rund 90 Praktikanten. Im Gespräch mit den jungen Menschen machte sich Bischof Gerhard Ludwig Müller ein Bild von den Arbeitsbereichen und Ausbildungsmöglichkeiten der Lehrlinge. Dabei zeigte sich der Bischof hoch erfreut über den Einsatz zur Förderung so vieler Berufseinsteiger durch den Betrieb und betonte, dass der Grundstein für ein gefestigtes Leben eine solide Ausbildung sei. „Eines der wichtigsten Dinge, die die Gesellschaft heute den jungen Menschen mitgeben kann, ist die Möglichkeit der Bildung. Nur wer seine eigenen Fähigkeiten entdecken lernt, kann daraus Vertrauen zu sich und in andere schöpfen“, so der Regensburger Oberhirte.

Im Anschluss erläuterte Josef Westermaier in einer kurzen Präsentation die Entwicklung des BMW-Werkes seit dem Jahr 2000. Zu Beginn drückte er nochmals die Freude darüber aus, das Oberhaupt der Katholischen Kirche für das Bistum Regensburg in Landshut begrüßen zu können und hob dabei hervor, wie wichtig der Dialog zwischen Wirtschaft und Kirche sei. Dies stelle eine große Bereicherung dar. In seiner Präsentation erläuterte der Standortleiter die Herausforderungen der BMW Group im globalen Umfeld durch die Veränderungen von Umsatzrendite und Ausschüttungsquote bei der Entwicklung von Dollar, Stahl und Öl. Zudem informierte er über die Personalstruktur des Betriebes, die Fertigungsfelder und das Zukunftsbild des Unternehmens.

Verdeutlicht wurde dies in einem Rundgang durch das weitläufige Werksgelände. Dabei bekam Bischof Gerhard Ludwig Müller Einblick in die Cockpit-Fertigung des neuen 7er BMW, die Gelenkwellenfertigung sowie in die Herstellung von Kohlefaserverbunddächern, der so genannten CFK-Fertigung, für den BMW M3. In den einzelnen Fertigungsgängen zeigte sich, dass die BMW Group die menschliche Arbeitskraft wieder mehr in den Vordergrund gerückt wird. Wurden vor einigen Jahren noch Einzelteile von Maschinen abgezählt und Transportwege automatisiert durchgeführt, so werden diese Arbeitsschritte heute wieder von Mitarbeitern des Betriebes erledigt. So sollen die Fertigkeiten des Menschen wieder in den Vordergrund gerückt werden.

Schnell wurde deutlich, dass die Aufgaben des Betriebes weit über die Serienproduktion von Fahrzeugekomponenten hinausgeht, sondern Werkstoff- und Verfahrensspezialisten gemeinsam mit der Fahrzeugentwicklung an neuartigen Komponenten der Zukunft arbeiten. Zum Ende des Rundgangs hatten Bischof Gerhard Ludwig Müller wie auch sein Fahrer Reinhard Biedermann noch Gelegenheit, das neue BMW 7er Modell hautnah zu erleben und konnten den großzügigen Innenraum der Limousine testen.

Bei dem Besuch des BMW Werks in Landshut begleiteten den Regensburger Oberhirten Regionaldekan Josef Thalhammer, Dekan Anton Högner, Sozialpfarrer Dr. Roland Batz, Stefan Anzinger, KAB-Kreispräses, Richard Wittmann, Betriebsseelsorgereferent, Berthold Schwarzer und Gabriele Huber-Koch, KAB-Bildungsreferentin. (jas)