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Bilder des Glaubens – Große Krippenausstellung im Historischen Museum

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Bereits zum 17. Mal wurde am letzten Freitag, den 30. November 2018, die große Ausstellung des  Regensburger Krippenvereins im Historischen Museum eröffnet. Alle vier Jahre zeigen die Mitglieder des Krippenvereins in einer umfangreichen Ausstellung verschiedenste Krippendarstellungen. Teilweise wird die Weihnachtsszene vor dem Alten Rathaus in Regensburg gezeigt, oder die nächste Szenerie verweist auf das neu gebaute Museum der Bayerischen Geschichte, eine weitere auf den Dreifaltigkeitsberg.

 

"Bilder des Glaubens"

In diesem Jahr gibt es neben den beeindruckenden Krippen auch zwei besondere Highlights. Nicht nur dass Diözesanbischof Dr. Rudolf Voderholzer die Schirmherrschaft der Ausstellung übernommen hatte, er stellte dem Regensburger Krippenverein auch eine seiner Privatkrippen als Leihgabe für die Ausstellung zur Verfügung. Für diese Leihgabe bedankte sich der Vorsitzende des Krippenvereins, Franz Glas, ganz herzlich bei Bischof Voderholzer. Ebenfalls bedankte er sich bei der Leiterin der Regensburger Museen, Frau Dr. Doris Gerstl, die dem Krippenverein einen Ausstellungsraum im Historischen Museum zur Verfügung stellt. Besonders hob er in seinem Grußwort das Engagement seiner Mitglieder für "den unermüdlichen Einsatz zum Wohle der Krippe" hervor. Die Krippen sollen Bilder des Glaubens sein, die das Geschehen von Bethlehem sichtbar machen, erklärte Franz Glas die Idee der Krippenausstellung.  "In unserer immer schneller werdenden Zeit ist die Krippenausstellung ein Ruhepol für Besinnung und die Vorbereitung auf Weihnachten", so der Vorsitzende des Krippenvereins.

 

"Großartige Leistung"

Die Ausstellung findet in Kooperation mit der Stadt Regensburg, dem Historischen Museum Regensburg, sowie dem Krippenverein Regensburg statt. Bei der Eröffnung in der Niedermünsterkirche begrüßte der Regensburger Kulturreferent Clemens Unger alle Gäste und Mitglieder des Regensburger Krippenvereins. In seinem Grußwort bedankte er sich bei allen Mitgliedern des Krippenvereins, die auch in diesem Jahr wieder eine beeindruckende Ausstellung auf die Beine gestellt haben. "Es ist eine großartige Leistung, mit wieviel Liebe und Hingabe sie diese Ausstellung vorbereiten und aufbauen", betonte Kulturreferent Clemens Unger in Richtung der ehrenamtlichen Krippenbauer. An die Gäste der Eröffnungsfeier richtete er noch die Worte: "Lassen sie sich von der Ausstellung überraschen!".

 

 

Evangelium in leichter Sprache

Schirmherr Bischof Rudolf Voderholzer sprach in seiner Einführung zur Ausstellung den Mitgliedern des Krippenvereins seinen besonderen Dank aus. Als bekennender Krippensammler sei es ihm eine große Freude gewesen, die Schirmherrschaft für diese Ausstellung zu übernehmen. Er ging in seiner Einführung auf die Tradition der Geschenke an Weihnachten ein: "Viele von uns überlegen sich, was sie an Weihnachten verschenken werden. Gott hat sich uns Christen in seinem Sohn geschenkt, wird einer von uns und teilt unser menschliches Schicksal. Teilt Wohnungs- und Herbergssuche, teilt Flucht und Vertreibung und teilt sogar mit uns den Tod, um uns eine ewige Wohnung zu bereiten.". Doch das erste Geschenk des Weihnachtsbrauches war nicht in Geschenkpapier, sondern in Windeln gewickelt, betonte Bischof Rudolf weiter. Die Weihnachtskrippen lassen uns teilhaben an diesem Weihnachtsgeschehen. Krippendarstellungen sind für Bischof Rudolf das "Evangelium in leichter Sprache".

 

"Vergelts Gott für ihre Mühen um die Weihnachtskrippen"

Die Weihnachtskrippen der Ausstellung leisten damit einen kulturellen und wertvollen Dienst für die Stadt und die ganze Region, so der Regensburger Bischof. Die Leihgabe von Bischof Rudolf ist eine handgeschnitzte Krippe des verstorbenen Pfarrers Franz Mitterhuber. "Die Geburt des verheißenden Friedenskönigs" lautet der Titel der Krippe und zeigt unter anderem eine besonders seltene Darstellung des Propheten Jesajas in der Krippenszene. Für die Ausstellung wünschte Bischof Rudolf den Krippenfreunden, "dass die Mühe durch die Freude an der Krippe von möglichst vielen Besucherinnen und Besuchern belohnt wird. Die sich anrühren lassen von der Botschaft und sich sagen lassen, mach's doch auch wie Gott und werde Mensch!". Bevor sich alle Gäste zu einem Rundgang durch die Ausstellung im Historischen Museum aufmachten, eröffnete die Bürgermeisterin der Stadt Regensburg, Gertrud Maltz-Schwarzfischer, die Ausstellung offiziell mit ihrem Grußwort. Musikalisch gestaltet wurde die Eröffnungsfeier von der Gruppe "Di-Al-Ju-Do" unter der Leitung von Thomas Huber.

 

 

Krippenverein Regensburg besteht seit 96 Jahren

Die ausgestellten Krippen wurden von den ersten Gästen lange und andächtig erkundet und bestaunt. Die Ausstellung lenkt den Blick auch nach Südtirol und auf die Südtiroler Landschaft, da sowohl Regensburg durch die Partnerstadt Brixen als auch der Krippenverein durch ein Mitglied im Südtiroler Raum und regelmäßige Exkursionen mit Südtirol verbunden sind. Die interessante und vielfältige Krippenausstellung kann noch bis zum 6. Januar 2019 im Historischen Museum in Regensburg besucht werden.