News Bild Besuch des Propädeutikum des Studium Rudolphinum im Ostkirchlichen Institut Regensburg

Besuch des Propädeutikum des Studium Rudolphinum im Ostkirchlichen Institut Regensburg

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Am 25. Juni besuchten Seminaristen im Rahmen ihrer Vorbereitung auf das Theologiestudium im Studium Rudolphinum sowie weitere Seminaristen des Priesterseminars St. Wolfgang zusammen mit Ordinariatsrätin María Luisa Öfele, Dozentin für Spiritualität im Propädeutikum, das Ostkirchliche Institut Regensburg.

Prälat Dr. Albert Rauch, Direktor des Ostkirchlichen Instituts (OKI), empfing zusammen mit beiden Mitarbeiterinnen, Frau Stella Tomiola und Frau Ide Schwinghammer, Mitglieder der Fokolar-Bewegung, die Gruppe.

Der Besuch begann in der alten Klosterkirche die dem Hl. Matthias geweiht ist. Dr. Rauch führte in die Geschichte des ursprünglichen Kapuzinerklosters und späteren Klarissenklosters ein, das 1232 in Regensburg gegründet wurde. Im Jahr 1975 haben verschiedene Unstände dazu geführt, dass sich der Konvent teilte: Einige Nonnen gingen nach Maria Vesperbild im Bistum Augsburg und andere nach Dingolfing im Bistum Regensburg, wo der Konvent heute noch besteht.

Am Ostertag 1967 begann Bischof Graber seine Arbeit mit einem Besuch beim ökumenischen Patriarchen Athenagoras in Konstantinopel. Dieser Besuch war der offizielle Beginn der Arbeit des Regensburger Ostkirchlichen Institutes. Patriarch Athenagoras bekräftigte die Bedeutung der Kontakte zwischen den einzelnen Teilkirchen und war davon überzeugt, dass sie einen wichtigen Beitrag für die Einheit der Kirchen liefern könne, deren Förderung im Ökumene-Dekret des Zweiten Vatikanischen Konzils 1965 empfohlen hatte. Auch Patriarch Kyrill in Sofia und Patriarch German in Belgrad unterstützten die gemeinsame Arbeit. So ergaben sich weite Horizonte für den Dialog.

Die Patriarchen wollten, dass in diesem Dialog der Liebe auch dialogische Beratungen stattfinden. Von den deutschen Theologen erwarteten die Patriarchen einen wichtigen Beitrag in diesem Gebiet. Seit dem Jahr 1967 sandten die orthodoxen Bischöfe zum ersten Mal orthodoxe Studenten zum Studium auf katholische Fakultäten in Deutschland. Inzwischen sind es viele Stipendiaten die regelmäßigen Kontakt mit dem Ostkirchlichen Institut halten und dort ihre „zweite Heimat“ gefunden haben, wie Bischof Theophilose der syrisch-orthodoxen Kirche in Indien (Patriarchat Antiochien) betonte, der auch an diesem Tag über seine Erfahrungen am Institut und in seiner Kirche mit den Seminaristen sprach.

Er ist Bischof für die indischen syrisch-orthodoxen Christen seiner Kirche in Europa und zugleich als Bischof zuständig für das Priesterseminar seiner Kirche in Kerala. Bischof Theophilose begrüßte das Interesse der Seminaristen ins Gespräch mit Stipendiaten verschiedener orthodoxen Kirchen zu kommen. Für ihn waren seine Studienjahre am OKI von großer Bedeutung, nicht nur für seine Forschungsarbeit sondern auch für das Verständnis der lateinischen römischen Kirche.

Auch drei weitere Stipendiaten der orthodoxen Kirche in Rumänien: Adrian Podaru, Nelu Hales und Catalin Gherghe, erzählten über ihre theologischen Forschungsgebiete und die Möglichkeit des Dialogs, die durch das Ostkirchliche Institut gegeben ist. Eine nicht geringe Zahl der Stipendiaten des OKI sind Bischöfe in ihrem Heimatland geworden oder haben verantwortliche Aufgaben in ihrer Kirche übernommen.

Seit den Anfängen des OKI wurden Kontakte mit der Fokolar-Bewegung hergestellt. Die Gründerin und erste Präsidentin, Chiara Lubich (+ 2008), hat die Mitarbeit von Fokolarini seither zugesagt. Die Mitglieder der Bewegung, die sich dem Ideal der Einheit und der Liebe in der Kirche verpflichtet haben, pflegen einen intensiven ökumenischen Dialog und tragen im OKI dazu bei, dass auch dieses Haus zu einem Ort gelebter Ökumene ist. Diese Erfahrung wurde von allen Stipendiaten bestätigt und dafür sind sie dankbar.
In einem anregenden Austausch wurden verschiedene Fragen gestellt. Der Besuch der Seminaristen im Ostkirchlichen Institut ist ein kleines Zeichen, um diesen Dialog untereinander in fruchtbarer Weise fortzusetzen.