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Berufung braucht vor allem: Vorbilder!

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(pdr) Anlässlich des Tags des Geweihten Lebens, den die Kirche am Donnerstag, 2. Februar, begangen hat, fand im Regina Filmtheater in Regensburg am Sonntagabend die Vorführung des Films "Vision. Aus dem Leben der Hildegard von Bingen" und ein anschließendes Filmgespräch statt. Dabei wurde den zahlreich erschienenen Zuschauern - und Mitdiskutanten - die Bedeutung des Begriffs Berufung vor Augen geführt. Bereits am Sonntagnachmittag hatte Bischof Dr. Gerhard Ludwig Müller im Hohen Dom St. Peter in Regensburg die Vesper zusammen mit den Ordensleuten aus dem ganzen Bistum gefeiert. Anschließend war es zu einer Begegnung im Diözesanzentrum Obermünster (DZO) gekommen. Veranstalter der Filmvorführung sowie des Filmgesprächs war die Diözesanstelle für Berufungspastoral.

Der Film "Vision" zeigt das Leben der heiligen Hildegard. Deutlich herausgearbeitet wird der steinige Weg der Mystikerin, die wiederholt Widerständen zu erfahren hatte. So wurde ein besonderes Beispiel dafür vor Augen geführt, was es heißt, dass Berufung sich stets in konkreten Umständen vollzieht.

An dem Filmgespräch auf dem Podium beteiligten sich Schwester Rita Zirngibl von der Ordensgemeinschaft der Armen Schulschwestern, die der Mädchenrealschule Niedermünster Regensburg als Direktorin vorsteht, die Ursulinenschwester Silvia Hölzl aus Niederalteich, die in Osterhofen als Heilpraktikerin wirkt, und Direktor Markus Lettner, Leiter der Diözesanstelle für Berufungspastoral.

Sr. Rita hob die Bedeutung authentischer Vorbilder hervor. Wie eine geistliche Gemeinschaft lebt und ihre Mitglieder miteinander umgehen, das werde durchaus von anderen Menschen wahrgenommen. Sr. Hölzl sprach von der positiven Bedeutung des menschlichen Körpers und verwies auf das Beispiel der heiligen Hildegard. Direktor Markus Lettner berichtete von der notwendigen Sensibilität, die man benötige, wenn es um die Begleitung besonders junger Menschen auf dem Weg ihrer Berufung gehe. Aufgabe der Diözesanstelle sei es vor allem, junge Menschen dabei zu unterstützen, ihre Berufung zu entdecken.

Besonders die vielen Beiträge aus dem Publikum verdeutlichten das bemerkenswerte Interesse an der Frage nach den Berufungen. Schwestern aus verschiedenen Ordensgemeinschaften gaben beeindruckende Zeugnisse von den Wegen ihrer Berufung. Verwiesen wurde sodann auf die Berufung aller Getauften als Glieder des Gottesvolkes zur Weitergabe des Glaubens. Die große Ernsthaftigkeit, mit dem die verschiedenen Themen rund um die Berufung angesprochen, von den Podiumsteilnehmern aufgegriffen und vertieft wurden, lag stets in der Luft.