Bernhard Pastötter durch Bischof Rudolf zum Diakon geweiht

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Bischof Rudolf Voderholzer weihte am Samstagvormittag durch Handauflegung und Gebet den Augustinerchorherr Herr Bernhard Pastötter C.R.V. in der Klosterkirche St. Michael in Paring zum Diakon. Zu  der schönen Feier war  auch eine große Abordnung aus der Heimatgemeinde des neuen Diakons, Saaldorf im Berchtesgadener Land, gekommen. Zu Beginn des Gottesdienstes nahm der Diözesanbischof dem Kandidaten das Gehorsamsversprechen ab, weihte ihn  durch Handauflegung und Gebet zum Diakon und überreichte ihm nach dem Anlegen von Stola und Dalmatik das Evangeliar.


In seiner Predigt warb Bischof Rudolf in Anlehnung an die Fußwaschung am Gründonnerstag für Werke der Barmherzigkeit an unseren Mitmenschen. Die Rettung der Welt, so Bischof Rudolf, fängt nicht damit an dass Jesus Christus jemandem den Kopf  wäscht, sondern dass er seinen Jüngern die Füße wäscht. Jesus kommentiert diese Handlung mit den Worten: „Ein Beispiel habe ich Euch gegeben, damit auch Ihr so handelt, wie ich an Euch gehandelt habe!“ Dieses Beispiel gilt nicht nur für die Kleriker, sondern für jeden getauften Christen, betonte der Bischof. Auch in Paring hatte in früheren Jahren ein „Siechenhaus“, eine Art Spital, bestanden, in der sich Chorherren als Werke der Nächstenliebe um die ärmsten der Armen gekümmert haben. In diesem Zusammenhang erzählte Bischof Rudolf seine Erfahrungen beim Besuch von drei syrischen, muslimischen Familien mit jeweils einer behinderten Person und insgesamt 19 Kindern, die ehrenamtlich in leiblicher Barmherzigkeit von Mitgliedern der Pfarrgemeinde betreut werden. Bischof Rudolf bat darum die Einladung von Jesus Christus zu Werken der leiblichen Barmherzigkeit ernst zu nehmen. Die Kirche hat dies in einem eigenen Weiheamt „Diakonos“, d.h. Diener, verdichtet. Das Amt des Diakons bedeutet neben der Hereinnahme in die soziale Verantwortung auch die Berufung zur Glaubensverkündigung in der amtlichen  Form des Evangeliums und der Auslegung in der Predigt.

 

Der größte Dienst den wir von Gott Berufenen unserer Gegenwart erweisen, ist es durch unsere Verkündigung und unser Gebet den Himmel offen zu halten. Der Glaube an Gott soll auch in Zukunft die Herzen der Menschen erreichen. Ein langer Zug aus Ministranten Chorherren, Diakonen und Priestern bewegte sich gemeinsam mit dem Diözesanbischof und Generalpropst Helmut Grünke C.R.V. vom Kloster zur Klosterkirche. Dort begrüßte Generalpropst Helmut Grünke  Bischof Rudolf Voderholzer und den Weihekandidaten. Der Generalpropst brachte dabei seine Freude zum Ausdruck, dass er sich mit den Mitgliedern des Konvents sehr freue Bischof Rudolf zum ersten Mal in Paring begrüßen zu können. 

 

Beeindruckt verfolgten die vielen Kirchenbesucher die Diakonenweihe, die mit der Befragung des Kandidaten nach seiner Bereitschaft, „aus der Verbundenheit mit Christus zu leben und sein Evangelium würdig zu verkünden in Wort und Beispiel“, begann. Christus legt durch den Bischof seinen Geist auf ihn und macht ihn zu seinem Diener, so dass in seinem Wort sein Wort hörbar und in seinen Händen seine Liebe spürbar wird. Das Gehorsamsversprechen legte der Weihekandidat gegenüber  seinem Oberen und Bischof Rudolf ab. Während der Heiligenlitanei lagen der künftige Diakon ausgestreckt auf dem Boden. Feierliche Stille herrschte im Gotteshaus während der Handauflegung und dem Weihegebet des Bischofs an dem neuen Diakon. Generalpropst Hemut Grünke und Herr Maximimilian Korn, der Dekan des Klosters, legten ihrem Mitbruder Stola und Dalmatik an.


„Empfange das Evangelium Christi: Zu seiner Verkündigung bist du bestellt. Was du liest, ergreife im Glauben; was du glaubst, das verkünde, und was du verkündest, erfülle im Leben“ sagte Bischof Rudolf bei der feierlichen Überreichung des Evangeliars. Die Umarmung des neu geweihten Diakon durch den Bischof beendete die Weihehandlung. Der neugeweihte Diakon übernahm die Aufgabe von Diakonen bei der Eucharistiefeier. Am Altar feierten Bischof Dr. Rudolf Voderholzer, Generalpropst Helmut Grünke und Herr Maximilian Korn die Eucharistie mit der versammelten Gemeinde.