News Bild Beratung und Hilfe für Schwangere und deren Familien - Diözese Regensburg setzt auch 2009 eindeutiges Engagement mit einer Million Euro fort

Beratung und Hilfe für Schwangere und deren Familien - Diözese Regensburg setzt auch 2009 eindeutiges Engagement mit einer Million Euro fort

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Seit über 30 Jahren helfen, beraten und engagieren sich die katholischen Beratungsstellen in der Diözese Regensburg für schwangere Frauen und deren Familien. Im letzten Jahr suchten allein in der katholischen Schwangerenberatungsstelle in Regensburg 907 Personen, darunter 144 Männer, Rat und Hilfe.

Mehr als 3.100 Mal hatten die Beraterinnen Kontakt zu Hilfe suchenden Frauen und Männern. „Die Kirche hat nie aufgehört, Frauen und Familien zu beraten, auch nicht in Konfliktsituationen“, blickt Diözesan-Caritasdirektor Monsignore Bernhard Piendl zurück. Die Beraterinnen sind nah an den Frauen und Familien und unmittelbar mit den konkreten Problemen der Menschen konfrontiert. Sie spiegeln die soziale Wirklichkeit in der Region und Gesellschaft.

Hilfe während und nach der Schwangerschaft
Papst Johannes Paul II. forderte im Jahr 2001 die katholische Kirche in Deutschland auf, die wertvolle Schwangerenberatung noch zu verstärken. Um das klare Zeugnis der Kirche für das Leben nicht zu verdunkeln, stellen die katholischen Beratungsstellen seit dieser Zeit jedoch keine Beratungsscheine mehr aus. Dies führte zum Entzug ihrer staatlichen Anerkennung.

Acht Jahre danach stellt die Caritas fest: Die Zahl der Beratungen an den katholischen Beratungsstellen ist weiterhin hoch. Über ein Drittel der Klienten sind im Alter von 15 bis 25 Jahren. Die Beratungs- und Hilfeleistungen reichen von der präventiven Arbeit mit Jugendlichen und der Familienplanung über die allgemeine Schwangeren- und Partnerberatung bis hin zur Begleitung nach der Geburt sowie Vermittlung und Vergabe von finanziellen Mitteln.

Gerade in der intensiven Nachbetreuung könne viel für die Frauen getan werden. Im letzten Jahr konnten die Beraterinnen aus dem Bischöflichen Sozialfond mehr als 12.000 Euro vermitteln. Gespräche nach Schwangerschaftsabbrüchen oder Fehlgeburten sowie Hilfe bei Fragen zur Adoption würden angeboten. Außerdem liefen Gesprächskreise für Alleinerziehende. Die Aufklärung über Chancen und Risiken vorgeburtlicher Untersuchungen, sowie die Erschließung eines Netzwerkes an Hilfsangeboten dazu runden die Leistungen ab.

„Durch die Vernetzung mit anderen Caritas-Fachdiensten wie zum Beispiel Sozialberatung, Schuldnerberatung, Erziehungsberatung, Ehe- und Familienberatung oder Behindertenhilfe sind unsere Wege der Hilfe für die Frauen kürzer.“ Die unbürokratische Weitervermittlung erhöhe die Beratungseffizienz, so Domkapitular Piendl. Die Beratungsstellen der Caritas könnten bei Bedarf auf die Bestände in eigenen Kleiderkammern oder Lebensmittellagern zurückgreifen. In Regensburg stünden außerdem vier kleine Wohnungen für in Not geratene Schwangere oder allein Erziehende mit ihren Kindern zur Verfügung.“

Aus Kirchensteuermittel finanziert
Die katholischen Beratungsstellen für Schwangerschaftsfragen werden zum größten Teil aus Kirchensteuermittel finanziert. Die Diözese wendet für diesen Dienst jedes Jahr fast eine Million Euro auf. Jede Caritas-Beratungsstelle bekommt zwar vom Freistaat jährlich 27.000 Euro. Diese freiwillige Leistung deckt jedoch höchstens zehn Prozent der Kosten einer Beratungsstelle der Caritas. Die staatlich anerkannten Beratungsstellen dagegen werden zu über 90 Prozent vom Staat mitfinanziert.

Die Caritas berät Schwangere und deren Familien bistumsweit an elf verschiedenen Orten. Adressen und weitere Informationen zu „Hilfen für Schwangere“:
www.caritas-regensburg.de.
Online-Schwangerschaftsberatung:
www.beratung-caritas.de.