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Zur Neuigkeit
Benefizverkauf echter Schokoladennikoläuse in Alteglofsheim
Eine Idee wächst zu einer Tradition
Alteglofsheim, 17. Dezember 2025
In Alteglofsheim gehört er inzwischen so sicher zur Adventszeit wie Kerzen und Plätzchenduft: Der Benefizverkauf echter Schokoladennikoläuse. Seit elf Jahren organisiert Wolfgang Voigt den Verkauf. Was 2015 als spontane Aktion mit etwa fünfzig Figuren begann, hat sich zu einem festen Bestandteil im Leben der Pfarrei entwickelt. Auch in diesem Jahr haben wieder fast 350 Nikoläuse ihre neuen Besitzer gefunden.
„Eigentlich wollten wir ursprünglich nur die Renovierung der Wieskapelle unterstützen“, erinnert sich Voigt. „Als diese fertig war, stand die Frage im Raum: Für welchen guten Zweck könnten wir nun Schokonikoläuse verkaufen?“ Die Antwort fand sich fast von selbst. „Nikolaus und Kinder – das hat einfach gepasst“, sagt er. Daher geht der Erlös seit vielen Jahren an den Integrativ-Kindergarten St. Laurentius.
Besonders beliebt sind die Figuren nicht nur wegen der fair gehandelten Schokolade. Die kleinen Geschenkschachteln, in denen sie stecken, erzählen die Legende des heiligen Nikolaus und bieten Hintergrundwissen über den Bischof aus Myra. Auch Ortspfarrer Pater Joseph Puthussery legt Wert darauf, dass es sich tatsächlich um Nikoläuse handelt. „Mir war immer wichtig, dass man sieht, wer hier gemeint ist – keine Fantasiefigur, sondern eine historische Persönlichkeit mit Haltung.“
Seit Jahren bezieht Voigt die Figuren beim christlichen Versandhändler vivat in Leipzig. Mittlerweile zählt er dort zu den größten privaten Abnehmern. Im Kindergarten tragen die Eltern ihre Bestellungen ein. Der Elternbeirat übernimmt die Verteilung. Ein Teil der Schokoladennikoläuse wandert auch in den Einkaufskorb des Pfarrers. Pater Joseph Puthussery verschenkt sie an ehrenamtliche Helfer der Pfarreiengemeinschaft. „Der Nikolaus erinnert uns daran, dass Güte kein großes Aufheben braucht“, sagt er. „Ein kleines Zeichen genügt, um Wertschätzung zu zeigen.“
Auch über den Kindergarten und die Pfarrei hinaus hat die Aktion treue Unterstützer: Das Senioren- und Pflegeheim Beer verschenkt die süßen Figuren an Bewohner, der Sanitärbetrieb Ruhland an sein Team und der Schützenverein Alpenrose überrascht seine Jugendgruppe. Aus einer bescheidenen Idee ist ein Adventsritual geworden, das im Ort längst mehr bedeutet als Schokolade: Es ist ein Zeichen gelebter Gemeinschaft und leiser Großzügigkeit.
Text: Wolfgang Voigt
Bild: Marion Hankofer
(to)




